10.05.2026 in Allgemein
Zum 81.mal jährte sich am 8.Mai das Ende des zweiten Weltkrieges in Europa. Die Welt ist aktuell durch neue Kriege erschüttert. Der Schrecken über die Kriege hat die Gewalt und Zerstörung nicht beseitigt. Menschliches Leid bestimmt in weiten Regionen der Erde das Leben.
Die SPD Waldenbuch hat immer wieder des 8.Mai als eines Tages der Befreiung von der Gewaltherrschaft der Nationalsozialisten und demokratischer Neuorientierung gedacht. Sei es mit Veranstaltungen, sei es mit der Setzung von Zeichen, wie der Pflanzung der Friedenslinde beim Kindergarten Mühlhalde oder an die Verlegung von Stolpersteinen am Rathausbrunnen.

Foto Ingrid Münnig-Gaedke
Diese Aktionen mahnen an die Rolle der SPD als Friedenspartei, wie sie auch durch die Ostpolitik von Bundeskanzler Willy Brandt gefestigt wurde. Umso mehr mag es heute vielen Menschen im Land als paradox erscheinen, dass gerade ein SPD-Politiker vor der riesigen Aufgabe steht, Deutschland verteidigungsbereit zu machen. Zur Friedenssicherung. Und lange nicht vorzustellende Investitionen in Waffenarsenale auf den Weg zu bringen. An der Beliebtheit von Boris Pistorius hat dies nicht gerührt.
Dennoch ist der 8.Mai 2026 für die örtliche SPD ein Anlass an den Tag vor 81 Jahren zu erinnern. Millionen Tote waren an den damaligen Fronten zu beklagen gewesen. Verbrechen an anderen Völkern, aber auch am eigenen Volk wurden bilanziert. Die SPD war während der NS-Herrschaft verboten, viele Sozialdemokraten waren im KZ eingesperrt, für sie war der 8.Mai schon 1945 ein Tag der Befreiung. Auch von einer Zeit, in der zum Alltag ein ausgeklügeltes System von Spitzeldiensten und Denunziation gehörte.
Der Krieg im Osten war ein Verbrechen und ein risikoreiches Unternehmen für die eigenen Soldaten gewesen und für viele Militärhistoriker schon im Winter 1941 verloren. Der als Blitzkrieg angedachte Überfall auf die Sowjetunion scheiterte und für die für den Winter unzureichend ausgerüstete Wehrmacht bedeutete dies ungeheure Strapazen, Gefangenschaft und Tod.
Es ist hinlänglich bekannt, dass die Waldenbucher Sozialdemokraten schon kurz nach dem 8.Mai 1945 mit anpackten, um die Not der Stadt – zunächst durch Besatzung, dann durch den Zustrom der „Neubürger“ - zu lindern. Unbeirrt von den Erfahrungen eines Lebens unter einem Terrorregime.
Wir erinnern im Sinne auch des ehemaligen Bundespräsidenten von Weizsäcker an einen Tag der Befreiung und der historischen Wende.
Harald Jordan
09.05.2026 in Allgemein

Bild: Ferdinando Puccinelli
Der SPD-Ortsverein Waldenbuch hat sich in seiner jüngsten Vorstandssitzung mit der künftigen Ausrichtung der sozialdemokratischen Arbeit vor Ort und im Land beschäftigt.
Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie die SPD wieder stärker wahrgenommen werden kann: als Partei, die zuhört, konkrete Probleme ernst nimmt und Menschen zusammenbringt.
Ein wichtiges Thema war die aktuelle Entwicklung der Landes-SPD. Der Ortsverein ist überzeugt: Sozialdemokratie wird gebraucht – gerade in Zeiten, in denen viele Menschen Verunsicherung spüren, sich bezahlbares Leben, gute Arbeit, soziale Sicherheit und verlässliche politische Antworten wünschen. Dafür braucht es eine SPD, die klare Haltung zeigt, verständlich spricht und wieder stärker aus der Mitte der Gesellschaft heraus wirkt.

Bild: Ferdinando Puccinelli
Auch in Waldenbuch möchte die SPD neue Impulse setzen. Der Ortsverein lädt deshalb Bürgerinnen und Bürger ein, sich einzubringen – mit ihren Erfahrungen, Ideen und Vorstellungen für eine gerechte und lebenswerte Stadt. Besonders willkommen sind Menschen, die nicht nur zuschauen möchten, sondern Lust haben, gemeinsam etwas zu bewegen. Denn gute Politik entsteht nicht allein in Sitzungen. Sie entsteht dort, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen, Verantwortung übernehmen und ihre Stadt aktiv mitgestalten wollen. Wer Interesse hat, die SPD Waldenbuch kennenzulernen oder sich mit eigenen Ideen einzubringen, ist herzlich eingeladen, auf den Ortsverein zuzugehen. Die SPD Waldenbuch freut sich über alle, die mithelfen wollen, sozialdemokratische Politik vor Ort und im Land wieder nach vorne zu bringen.
Ferdinando Puccinelli
30.04.2026 in Allgemein

Foto: Ferdinando Puccinelli
Der SPD-Ortsverein Waldenbuch hat am Mittwoch, 29. April 2026, seine Jahreshauptversammlung im AWO-Häusle abgehalten.
Im Mittelpunkt standen der Rückblick auf das vergangene Jahr, die Ehrung langjähriger Mitglieder sowie die Neuwahlen des Vorstands.
Nach der Eröffnung durch den bisherigen Vorsitzenden Harald Jordan gedachte die Versammlung des verstorbenen Mitglieds Siegfried Schulz.
Anschließend wurden Karin Heißwolf und Walter Keck für jeweils 50 Jahre Mitgliedschaft in der SPD geehrt. Marco Cianci wurde für 10 Jahre Parteizugehörigkeit ausgezeichnet. Diese Ehrungen machten deutlich, wie sehr der Ortsverein von langjährigem Engagement und kommunalpolitischer Verbundenheit geprägt ist.

Foto Georg Göpfert
Im Rechenschaftsbericht blickte Elaine Rauhöft auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres zurück, darunter Vorstandssitzungen, Mitgliederversammlungen, die Beteiligung am Volkstrauertag, der Neujahrsempfang sowie die Arbeit rund um die Landtagswahl. Harald Jordan berichtete zudem von zwei Neueintritten, blickte auf 17 Jahre Vorstandstätigkeit zurück und dankte den Mitgliedern für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Kassiererin Rosa Maria Drodofsky legte einen geordneten Kassenbericht vor. Die Revisoren bestätigten eine vorbildliche Kassenführung, woraufhin Kassiererin und Vorstand entlastet wurden.
Bei den anschließenden Wahlen wurde eine neue Doppelspitze gewählt: Ingrid Münnig-Gaedke und Ferdinando Puccinelli führen künftig gemeinsam den SPD-Ortsverein Waldenbuch.
Als stellvertretende Vorsitzende wurden Helga Göpfert und Klaus Meyer gewählt.
Rosa Maria Drodofsky bleibt Kassiererin, Georg Göpfert übernimmt das Amt des Schriftführers sowie die Mitgliederarbeit.
Für die Öffentlichkeitsarbeit wurden Georg Göpfert und Klaus Meyer gewählt.
Als Beisitzerinnen und Beisitzer gehören Elaine Rauhöft, Walter Keck, Süleyman Akarsu, Florian Mertens, Angelika Ruck und Harald Jordan dem Vorstand an.
Alfred Müssle und Ulrich Doster wurden als Revisoren bestätigt.
Der Kreisvorsitzende Samet Mutlu übernahm die Wahlleitung und gab der Versammlung einen kurzen Einblick in aktuelle Entwicklungen innerhalb der SPD.
Aus dem Gemeinderat berichtete Walter Keck über kommunalpolitische Themen wie Kindergarten, Haushaltslage, Solarpark Reishalde, Bevölkerungsschutz, kommunale Wärmeplanung, Wohnbauentwicklung und Parkraummanagement.
Die Jahreshauptversammlung zeigte: Der SPD-Ortsverein Waldenbuch verbindet Erfahrung mit neuer Verantwortung und will sich weiterhin aktiv in die politische Gestaltung Waldenbuchs einbringen.
Ferdinando Puccinelli
13.04.2026 in Allgemein
Denken Sozialdemokraten zurück an die Ursprünge ihrer Partei im späteren 19.Jahrhundert, dann
kommen ihnen Namen in den Sinn wie Karl Marx und Friedrich Engels, Ferdinand Lasalle, Wilhelm Liebknecht oder August Bebel. Sie stehen alle auf ihre typische persönliche Weise für die Arbeiterbewegung und den Sozialismus. Und auch je verschieden für deren Theorie und Praxis. Es einte sie der Blick auf eine Gegenwart deren Grundlagen nach ihrer Überzeugung verändert werden mussten, wollte man den Menschen allgemein eine bessere Zukunft ermöglichen.
In ihren Leben mischten sich revolutionäre Phasen mit Gefängnisaufenthalten und Schüben tiefer geistiger Auseinandersetzungen mit Philosophie und Wissenschaften und einem kärglichen Alltag mit geringem Verdienst. Das ist in zahlreichen Biografien dargestellt. Mancher war als politischer Redner unterwegs und wandte sich direkt an seine Zuhörer, andere bedienten sich der Presse oder fabrizierten Broschüren, die verteilt wurden.
Sie fanden eine geneigte Leserschaft, denn massenhaft war das Interesse, sich aus den beengten und düsteren Lebensverhältnissen herauszuarbeiten. Als bester Weg galt vielen der Weg über die Bildung. Doch der Weg war mühsam. Der Zugang zu den Bildungseinrichtungen war mit Hürden verbunden. Die unterste Stufe bot nur eine bescheidene Vermittlung, höherer Bildung boten Schulen, die den meisten verwehrt waren. Eine Möglichkeit boten die von der Sozialdemokratie ins Leben gerufenen Arbeiterbildungsvereine, welche Zug um Zug landesweit errichtet wurden und den breiten Bildungshunger zahlenmäßig kaum stillen konnten. Dennoch wurden die Arbeiterbildungsvereine eine wichtige Instanz allgemeiner Bildung. Das Wirken der Arbeiterbildungsvereine, so muss man befürchten, ist im öffentlichen Bewusstsein weitgehend vergessen. Wilhelm Liebknecht, der Vater des 1919 in Berlin ermordeten Karl Liebknecht, war einer der nachhaltigsten Förderer dieser Vereine und arbeitete rastlos für ihre Belange.
Auch spätere Generationen setzten das Thema Bildung bei der SPD ins Zentrum der Tagesordnung. Aktuell sind die Bildungsbelange wie alle politischen Themen der Komplexität anheimgefallen. Aus vielen Perspektiven wird die Bildung, die Schule, die Universität, die Fachschule durchleuchtet.

Foto: colourbox.de
Für die SPD ist das Thema höchst aktuell. Und ein Element ihrer politischen Tradition. Mit weitestem Radius. Er reicht vom kleinen Städtchen bis hinauf in die Regionen der großen Bildungspolitik.
Die Aufgabe ist nicht erledigt, wenn man am Ort eine schöne Schule hat, Schule muss man machen. Tagtäglich.
Harald Jordan
28.03.2026 in Allgemein
Der SPD-Ortsverein wünscht Ihnen allen frohe Ostern!
Viele von Ihnen erinnern sich bestimmt noch an die 1980er Jahre, in denen die Friedensmärsche an Ostern enormen Zulauf hatten. Damals demonstrierten Hunderttausende gegen den immer weiter gehenden Rüstungswettlauf der damaligen Supermächte.
Betrachtet man die Weltlage an Ostern 2026, könnte man sich fragen, was hat das Engagement gebracht? Heute ist alles noch schlimmer, die Gewaltspirale dreht sich noch schneller. Waren die Friedensmärsche also sinnlos? Man könnte zu dieser Ansicht gelangen. Man könnte sich aber auch fragen, tun wir heutzutage genug um den Frieden zu erhalten. Eine paar alte machtbesessene Männer stürzen die Welt ins Unheil. Ich bezweifle, dass die Bevölkerungen der betreffenden Länder das tatsächlich wollen. Die Menschen, die diese Herrscher repräsentieren sollen, können in diesen irrsinnigen Machtspielen nur verlieren.
Ich wünsche Ihnen nicht nur frohe sondern auch friedliche Ostern!
Georg Göpfert
28.03.2026 in Allgemein
Bild: Walter Keck
Unter großer Teilnahme der Waldenbucher Bevölkerung fand am Freitag, den 27. März 2026 die Eröffnung des Stadtparks „Alter Friedhof“ statt. Damit fand ein langjähriges Projekt einen aus unserer Sicht positiven Abschluss. Wir als SPD-Fraktion haben seinerzeit dem Projekt unter der Prämisse zugestimmt, dass wir eine Förderzusage des Förderprogramms „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ erhalten werden.
Bild: Walter Keck
Wie Bürgermeister Nathan in seiner Begrüßungsrede mitteilte, belaufen sich die Gesamtkosten der Maßnahme auf circa 950.000 Euro, wobei der Anteil der Stadt Waldenbuch circa 100.000 Euro betragen wird. Wir halten diese Summe auch bei einer angespannten Haushaltslage für vertretbar, da wir angesichts der kritischen Haushaltslage des Bundes in absehbarer Zeit kaum mehr eine solche Chance bekommen werden.
Bild: Walter Keck
Dank an alle, die zum Gelingen dieser Maßnahme beigetragen haben. Schade, dass unser Siegfried Schulz diesen Tag nicht mehr erleben durfte.
W. Keck für die SPD im Waldenbucher Gemeinderat
22.03.2026 in Allgemein
Wie jedes Jahr hat sich der SPD-Ortsverein auch in diesem Jahr an der Waldenbucher Flurputzete beteiligt. Nach der Verteilung von Handschuhen und Zangen und einer kurzen Ansprache von Bürgermeister Chris Nathan machten sich die vielen verschiedenen Gruppen auf den Weg.
Zusammen mit dem Jugendrotkreuz säuberten wir den Wald vom Musikerheim bis zum Hasenhof. Mit dabei war auch mein Deutschschüler, ein junger Flüchtling aus Afghanistan.
Zur Belohnung gab‘s wie immer ein Vesper auf dem Bauhof. Vielen Dank an die Stadtverwaltung für die Verköstigung und die gute Organisation!
Ingrid Münnig-Gaedke
09.03.2026 in Allgemein
Wer es mit der SPD hält und das tun auch in Baden-Württemberg traditionell relativ viele Menschen, für den ist das Ergebnis der Landtagswahlen am 8.März schwer verdaulich. Mit 5,5 % der Stimmanteile erreichten die Sozialdemokraten im Land ein historisch desaströses Ergebnis. Die besondere Konstellation der Zuspitzung zwischen den favorisierten Kandidaten um das Amt des Ministerpräsidenten ließ anderen so wenig Luft, dass ihre Hoffnungen auf ein zufriedenstellendes Ergebnis oder gar den Einzug ins Parlament begraben mussten.
Es blieb nicht aus, dass schnellfertige Erklärer rasch wussten, was die diesmal chancenlosen Konkurrenten alles falsch gemacht hatten, welche politischen Unzulänglichkeiten sie sich leisteten,
welche Schwächen ihre Kandidaten aufzeigten. Bei solchen Ergebnissen haben schnellfertige Erklärer Konjunktur und immer recht.
Eine Partei, die sich am Ort seit über hundert Jahren um die Gemeinschaftsbelange der Menschen
kümmert, muss mit diesem Resultat schonungslos offen, aber auch besonnen umgehen. Auch die SPD in Waldenbuch, die schon etliche Erfahrungen im Umgang mit Enttäuschungen gesammelt hat.
Zunächst haben wir den Wählern zu danken, die am Wahltag ihre Kreuzchen auf dem Stimmzettel bei der SPD angebracht haben. Sie dürfen überzeugt sein, dass die SPD im Stuttgarter Parlament ihrer Verantwortung in den kommenden Jahren nachkommen wird. Dass unser Kandidat Florian Wahl es nicht geschafft hat, sein Mandat zu verteidigen, dürfte aufgrund seiner Expertise und politischen Erfahrungen und seiner menschlichen Hinwendung allgemein als Verlust im Abgeordentenspektrum betrachtet werden. Er hat sich im Wahlkampf stark engagiert und zeigte in Waldenbuch persönliche Präsenz und suchte mit seiner Bürgerbefragung über Monate das Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern. Wir danken ihm dafür und versichern ihm, dass er weiterhin unsere Unterstützung für seine gesundheitspolitischen Initiativen hat.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, die SPD in Waldenbuch besitzt hier in der Stadt einen spürbaren und soliden Rückhalt, der uns anspornt, kommunalpolitisch eine Rolle zu spielen, die zugleich mit dem Blick auf unsere Vorgänger eine historische Verpflichtung ist.
Harald Jordan
23.02.2026 in Allgemein
Vor achtzig Jahren formierten sich in Waldenbuch wieder Strukturen des demokratischen Lebens. Allmählich, nach dem Unrecht nach innen und nach außen, traf man sich zusammen, um der NS-Herrschaft ein Gegenbild entgegenzustellen. Auch in Waldenbuch wurde nun Zusammenleben und Nachbarschaft neu interpretiert. Die allseitige Herrschaft der NSDAP verschwand allmählich aus dem Alltag.
Zunächst war die öffentliche Kommunikation erschwert. Wesentliche Mittel der Verständigung fehlten, Papier war Mangelware, Verlautbarungen wurden vorwiegend an markanten Stellen angebracht. Es dauerte noch Jahre, bis der schriftliche Verkehr in Fahrt kam, Blätter gedruckt werden konnten, eine Gesprächskultur in Schwung kam.
Auch die SPD Waldenbuch, die rege Auffrischung durch sogenannte Neubürger erfuhr, spürte den Mangel. Versammlungen kamen erst nach dem ersten Friedensjahr auf die Agenda, und es dauerte noch bis 1947, dass ein neues Leitungsgremium installiert werden konnte.
Am 2. Februar 1947 waren die materiellen Voraussetzungen geschaffen, um die alteingesessene politische Gruppierung wieder richtig zum Laufen zu bringen. Aufbewahrt ist das Protokoll der ersten Zusammenkunft, es wurde überschrieben mit „Bericht über die im Gasthaus Lamm stattgefundene SPD-Parteiversammlung“. Tagesordnung war: I. Berichte II. Neuwahlen III. Parteiangelegenheiten IV. Allgemeines.
Das war überschaubar. Und die Wahlen bestätigten den Lammwirt Karl Müller, der schon vor 1933 die Geschicke der Partei am Ort lenkte, als Vorsitzenden. Müller war schon seit Kriegsende einer der neuen demokratischen Repräsentanten der Stadt. Er konnte vermelden, dass „der Mitgliederstand sich verfünffacht hatte und sich deshalb die Kassenlage erheblich verbessert habe“ und schritt zu Neuwahlen. Diese brachten die Genossen Müller, Bürkle, Steger, Nitsche und Hakl ins Amt, welche versicherten „mit ihrem ganzen Können sich für die Sozialdemokratie einzusetzen“. Nach der Wahl standen die Bauvorhaben der Stadtverwaltung im Zentrum, insbesondere die Bauvorhaben für die Neubürger, die als das dringendste Problem bezeichnet wurden.
Die Diskussion war rege. Man freute sich, dass man sich wieder frei von Spitzelei wichtigen allgemeinen Themen widmen konnte. Dass der Wohnungsbau auch in den kommenden Jahren, ja Jahrzehnten fortdauerndes beherrschendes Thema war und bis heute ist, zeigt seine Bedeutung für das stetige gesellschaftliche Zusammenleben. Der Wiederaufbruch der SPD noch im Jahr 1945, dann verstärkt 1946 mit den ersten kommunalen Nachkriegswahlen und schließlich im Februar 1947 mit den neuen personellen Entscheidungen, nach Monaten der Vorbereitung, setzte die Tradition der Partei am Ort fort und wirkt als symbolisches, geschichtliches Kapital bis in die Gegenwart.
Harald Jordan
07.02.2026 in Allgemein
Am letzten Freitag fand unser traditioneller Neujahrsempfang zum 44. Mal statt. Wir freuen uns, dass wieder so viele interessierte Bürgerinnen und Bürger den Weg ins Forum fanden. Um 19:00 Uhr startete der Abend mit einer musikalischen Einleitung der Gruppe YAP.
Die Ortsvereinsvorsitzende Elaine Rauhöft begrüßte die Gäste und bat unseren langjährigen Gemeinderat Walter Keck ans Rednerpult.
Bevor er auf die aktuellen Themen in der Stadt zu sprechen kam, nahm er die Zuhörer-innen auf eine kleine Zeitreise ins Jahr 1983 mit. In diesem Jahr fand der erste SPD-Neujahrsempfang in Waldenbuch statt. Er berichtete welches in diesem Jahr die herausragenden Themen im Gemeinderat waren. Vieles davon ist zwischenzeitlich Realität und aus Waldenbuch nicht mehr wegzudenken.
Anschließend sprach Ferdinando Puccinelli über die aktuelle Situation in Waldenbuch und hob hervor, wie wichtig das ehrenamtliche Engagement der Bürger für die Lebensqualität der Stadt ist. Erfreulicherweise kann Waldenbuch nach wie vor von einem bemerkenswerten Engagement seiner Bürgerinnen und Bürger profitieren.
Nach einer weiteren musikalischen Einlage von YAP, stand das große Thema Sicherheit im Zentrum der Rede von Nils Schmid, dem parlamentarischen Staatsekretär im Verteidigungsministerium.
Er erläuterte die veränderte Bedrohungslage in Europa und die daraus resultierenden Aufgaben der Bundesregierung. Nach diesem interessanten Beitrag und dem musikalischen Abschluss der Gruppe YAP, bedankte sich der Vorsitzende Harald Jordan bei allen Akteuren und eröffnete das Buffet.
alle Bilder Georg Göpfert
Nach der kleinen Umbauphase im Raum bildeten sich schnell viele Gruppen, die sich an den Bistrotischen angeregt unterhielten. Es war schön zu sehen, wie man schnell ins Gespräch kam und sich bei einem Gläschen und Häppchen offensichtlich wohl fühlte und nicht gleich ans Nachhause gehen dachte. Bevor sie den Saal verließen, haben viele noch eine Spende im aufgestellten Spendenglas hinterlassen. Herzlichen Dank dafür! Es kamen 335.- € zusammen, die wir nun dem DRK in Waldenbuch überreichen werden.
Georg Göpfert
Alle Bilder der Veranstaltung finden Sie in der Bildergalerie
02.02.2026 in Allgemein
In der Nacht von Freitag auf Samstag wurden uns vier Stunden Arbeit praktisch „weggenommen“:
An über 20 von 30 Standorten wurden unsere Wahlplakate gezielt abgerissen.

Foto Ferdinando Puccinelli
Das ist mehr als Sachbeschädigung. Es ist die Botschaft: Euer Engagement soll hier nicht sichtbar sein. Dazu kann ich nur sagen: Bella Ciao – nicht, weil wir in den 1940ern leben, sondern weil sich Dinge wiederholen, wenn man nicht hinschaut. Bella Ciao entstand im Widerstand gegen Faschismus und Unterdrückung. Nicht als Symbol, sondern als Abschied von einer Freiheit, die verschwindet. Im Lied heißt es: „E se io muoio da partigiano“ – wenn ich als Widerstandskämpfer sterbe. Das ist kein Heldengesang, das ist eine Warnung.
Freiheit verschwindet selten laut. Sie wird leiser: wenn Medien angegriffen werden, wenn Gerichte verächtlich gemacht werden, wenn Engagement als Störung gilt. Das Grundgesetz ist darauf vorbereitet. Es schützt Demokratie auch dann, wenn sie von innen angegriffen wird. Parteien, die Freiheit abschaffen wollen, dürfen verboten werden – nicht aus Willkür, sondern aus Schutz. Dieses Lied fragt nicht: bist du links oder rechts? Es fragt: Merkst du, wenn Freiheit Stück für Stück verschwindet? Faschismus ist keine Meinung. Er ist eine Gefahr für alle, die frei leben wollen. Sich dagegenzustellen, ist kein Extremismus. Es ist Verantwortung.
Falls jemand etwas mitbekommen hat, melden Sie es bitte beim Polizeiposten Waldenbuch.
Ferdinando Puccinelli
17.01.2026 in Allgemein
Bild: Walter Keck
Unterhalb des Waldenbucher Schlosses und oberhalb der Gaststätte Traube steht sie, die Friedenslinde, ein imposantes Naturdenkmal. Eine Texttafel am Fuße des Schlossberges gibt Auskunft über ihre Geschichte. Die Linde wurde von einer Luise Ebinger gepflanzt, nach dem Ersten Weltkrieg auf „Initiative von Forstmeister Spörr. Der Forstbeamte folgte dabei anderen Beispielen und hoffte darauf, dass das Waldenbucher Beispiel, anderen nachfolgend, dem verbreiteten Wunsch nach Frieden Ausdruck geben würde.
Eine Linde zu pflanzen war seinerzeit eine symbolische Aktion mit bestimmter Absicht. Linden galten als Bäume mit langer Lebensdauer. Und Linden wurde nachgesagt, dass sie die guten Kräfte stärken und die bösen vertreiben würden. Waldenbuch stand damals noch unter dem Eindruck des großen Verlusts von 60 Kriegstoten, derer auf dem Friedhof mit einem Mahnmal gedacht wurde.
Wenn die Linde im Frühjahr ihr Blätterkleid anzieht, dann sieht man an der Herzform der Blätter, warum sie auch als Baum der Liebe interpretiert wurde.
Linden lassen sich Zeit beim Wachsen und sie haben ein langes Leben. Und sie stehen damit für Blühen und Gedeihen. Auch von Völkern, Gesellschaften, Staaten.
Mit ihrer Bedeutung unterscheiden sie sich von Eichen, die als mächtig und stark gelten. Weshalb es schon vorgekommen ist, dass deutsche Staatsmänner bei Besuchen lieber eine Linde als eine Eiche im Gastland gepflanzt haben.
Auch der Waldenbucher Forstmeister hat eine Linde pflanzen lassen. In einer Zeit, als unser Land noch unter dem Eindruck des Kriegsgeschehens stand. Damals gab es auch viele, die unter diesem Eindruck und unter dem Eindruck eines „Diktatfriedens“ von Versailles auf eine Korrektur hofften und die Jugend darauf einstimmten. Allzu vielen stand der Sinn nach Revanche, weniger nach Aussöhnung. Dass ein weiterer Krieg das Leid dann noch steigerte, war ein gewaltiger Preis für diese Phantasien.
Bild: Walter Keck
Die Friedenslinde oberhalb des Grabens ist in gut hundert Jahren zu einem stattlichen Baum herangewachsen. Wir leben in Zeiten, in denen an die Absicht ihrer Pflanzung erinnert werden muss. Denn sie mahnt Waldenbuch, dass Friedensbemühungen nicht ad acta gelegt werden dürfen, sondern ein Dauerthema sind. Und die Bedeutung von Symbolen manchmal in den Hintergrund geraten, aber ihre Dringlichkeit bleibt. Wie die Linde auch für Kontinuität steht.
Eine Friedenslinde sendet ein Signal auch nach außen: Wir wollen gute Nachbarn sein gegenüber unserer geografischen Nachbarschaft. Den Ländern um uns herum. Die unter dieser Nachbarschaft nicht nur aufgeblüht sind, sondern auch gelitten haben. Und sie sendet ein Signal nach innen: in direkter Beziehung, im alltäglichen Verkehr miteinander wollen wir auch gute Nachbarn sein.
So ist eine Friedenslinde ein Symbol für die Regierungserklärung von Willy Brandt, 1969, in der er diese Worte in ihr Zentrum rückte. Mit außergewöhnlicher Tatkraft hat er sich damals an die Umsetzung seiner Politik des Wandels durch Annäherung gemacht und die Rolle Deutschlands neu interpretiert. Daran darf in den heutigen prekären Zeiten sicher mit Nachdruck erinnert werden.
Harald Jordan
10.01.2026 in Allgemein
Florian Wahl hat sich mit seiner Bürgerbefragung direkt an alle Waldenbucher gewandt. Viele Rückmeldungen mit Themen und Fragen erreichten Florian Wahl auf diese Weise. Es zeigt deutlich, wie wichtig ein offenes Ohr und der persönliche Austausch in Zeiten der „sozialen Medien“, die nur in eine Richtung gehen, ist.
Wir vom SPD – Ortsverein Waldenbuch wollen mit Infoständen am
10. Februar 2026 auf dem Wochenmarkt und am 28. Februar 2026 am Einkaufszentrum
eine weitere Möglichkeit des direkten Austausches bieten.
In einer groß angelegten Aktion haben viele Unterstützer mit Erdbeermarmelade kochen und in Gläser abfüllen ein Zeichen des Zusammenhaltes gesetzt.

Diese selbstgemachten Marmeladen sollen nun als „kleines Dankeschön“ an alle Besucher, Interessierte und diskussionsfreudige Bürgern verteilt werden.
Helga Göpfert
08.12.2025 in Allgemein
Foto: SPD-OV Waldenbuch
Aus Anlass der 60-jährigen Wiederkehr ihrer Wiedergründung nach dem zweiten Weltkrieg pflanzte die SPD Waldenbuch im Jahre 2007 einen Baum an der Kreuzung Bahnhofstraße/Vordere Seestraße am Sonnenhof. Der Baum ist in den zurückliegenden Jahren zu einer stattlichen Pflanze herangewachsen und signalisiert, dass die Aktion mit Beteiligung der damaligen Landesvorsitzenden und Abgeordneten Ute Vogt, dem Landtagsabgeordneten Stefan Braun und den Vorstandsmitgliedern um Manfred Ruckh und begleitet von Bürgermeister Michael Lutz von dauerhaftem Erfolg gekrönt war.
Einen Baum zu pflanzen ist ein Zeichen mit nicht geringem Symbolgehalt. Wer einen Baum pflanzt, glaubt, dass er in die Zukunft weist. Dass der Baum, der sich Zeit lässt beim Wachsen, ein Zeichen setzt für Lebensoptimismus, dass er Leben überhaupt bedeutet, und das kann bei einer Linde etliche Jahrhunderte überdauern. Und dass er Wachsen, Blühen und Gedeihen verheißt und damit den Fortbestand des Daseins.
Der Baum am Sonnenhof wurde in diesem Jahr volljährig. Mit 18 Jahren hat er bereits viel erlebt an seinem Standort, obwohl er fest in der Erde wurzelt. Es pulst reichlich Leben um ihn herum. In seiner Nachbarschaft gibt es u.a. das tägliche Brot, eine frequentierte Begegnungsstätte und Gesundheits- und Altenfürsorge. Einen besseren Standort hätte er trotz lebhaften Verkehrs kaum erhalten können, da haben die einstigen SPD-Aktivisten gut nachgedacht.
Auch ein anderer von der SPD gepflanzter Baum hatte 2025 Geburtstag und kam ins Schwabenalter. Seit 1985 mahnt die Friedenslinde gegenüber dem Kindergarten Mühlhalde an schwierige und unsichere Zeiten, an lebensbedrohendes Aggressionspotenzial, was erst seit kurzer Zeit wieder die Zerbrechlichkeit des Friedens offenbar werden ließ. Auch dieser Baum darf stattlich genannt werden. Leider ist seine Pflanzung nicht so gut dokumentiert. Wer war dabei?
Beide Bäume ergeben Sinn, an den von Zeit zu Zeit erinnert werden muss. Neben der einstmals je Anlass bezogenen Bedeutung, erinnern sie als Symbole des Lebens, an das menschliche Miteinander und dass es in Politik und Gemeinschaft in kleinstädtischer Dimension und darüber hinaus erhaltenswert ist.
Foto: SPD-OV Waldenbuch
Der SPD-Ortsverein Waldenbuch und seine damaligen Repräsentanten führten als Gärtner der beiden Bäume stille, in zeitlicher Distanz dennoch spektakuläre Aktionen durch. Die beiden Linden stehen sinnbildhaft über den ihnen damals zugedachten Zweck auch für die wache Dauerhaftigkeit sozialdemokratischer Kommunalpolitik in Waldenbuch.
Harald Jordan
17.11.2025 in Veranstaltungen
Für den SPD-Ortsverein Waldenbuch ist es zur Tradition geworden am Volkstrauertag zu einer Gedenkveranstaltung einzuladen. Alljährlich bereitete, der von uns sehr vermisste Siegfried Schulz mit enormem Engagement nachdenkliche, kritische und stets aktuelle Beiträge für diese Veranstaltung vor und trug sie unseren interessierten Besuchern vor. Teilweise sind diese Vorträge auch als Video aufgezeichnet. Diese Videos können Sie immer noch hier auf unserer Seite betrachten.
Für den Ortsverein war klar, wir müssen diese Tradition auch nach Siegfrieds Tod fortführen.
Wir freuen uns, dass wir Rolf Lehmann, Ministerialdirektor im baden-württembergischen Arbeitsministerium 1992-1996 und Wirtschaftsbürgermeister der Stadt Stuttgart 1985-1992, für die diesjährige Veranstaltung als Referent gewinnen konnten.
Nach musikalischem Auftakt und einer kurzen Vorstellung durch Abraham Kustermann begann Rolf Lehmann seinen Vortrag mit persönlichen Erinnerungen an das Ende des 2. Weltkriegs 1945. Er war damals ein 8-jähriger Bub, der erst langsam zu verstehen begann, was geschehen war und welche Konsequenzen dies für Deutschland und das individuelle Leben in den Nachkriegsjahren hatte.
Wie angekündigt erinnerte er an bedeutende Sozialdemokraten und ihr Wirken in der noch jungen Republik. Zuerst Anna Haag, die er in Birkach noch persönlich kennen lernen durfte. Sie brachte einen Initiativgesetzentwurf in die verfassungsgebende Landesversammlung von Württemberg-Baden ein. Dieser Entwurf legte den Grundstein zum Recht auf Wehrdienstverweigerung im Grundgesetz. Dessen Wortlaut war: „Niemand darf zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden.“ Trotz großen Widerstandes schaffte Sie es, mit einem packenden Redebeitrag, eine Mehrheit für den Antrag zu bekommen.
Als nächste Persönlichkeit stellte er den Stuttgarter Fritz Bauer vor. Nach seiner Rückkehr aus dem Exil, setzte er sich als Generalstaatsanwalt, gegen alle Widerstände, erfolgreich für eine gerechte Bestrafung und Verurteilung der Nazi Verbrecher ein. Auch der erbitterte Widerstand des damaligen Bundeskanzlers Konrad Adenauer konnte ihn nicht davon abbringen. Rolf Lehmann erklärte, dass Lernen von Fritz Bauer bedeutet, auch besondere Verbrecher, ihrer Verantwortung gemäß, vor Gericht zu bringen. Er schlug damit den Bogen zur Gegenwart und sagte, dass dies auch für die derzeitige Regierung, des mit uns befreundeten Staates Israel gelte. Wichtig sei die Differenzierung zwischen Juden, dem Staat Israel und der aktuellen Regierung. Dazu könne es im Sinne Fritz Bauers, selbst Jude, auch gehören, einer demokratisch gewählten Regierung zu widerstehen, wenn diese gegen Menschenrechte und Völkerrecht verstößt. Dies gelte auch oder gerade wegen unserer unverbrüchlichen Freundschaft zu Juden und dem Staat Israel.
Als drittes sprach Rolf Lehmann über Carlo Schmid, Sohn einer französischen Mutter und eines deutschen Vaters, in Frankreich geboren, in Weil der Stadt und Stuttgart aufgewachsen. Er hat während des Krieges, zusammen mit der französischen Resistance, geholfen vielen Menschen, vor allem Juden das Leben zu retten. Später wurde er zu einem der wichtigsten Väter des Grundgesetzes. Als Intellektueller mit Humor, bewahrte er sich eine große Nähe zu den Menschen und zählte in den 60er Jahren zu den beliebtesten Politikern der jungen Bundesrepublik. Carlo Schmid werden die meisten von uns noch aus dem Geschichtsunterricht kennen.
Zum Abschluss zitierte Rolf Lehmann nochmals Anna Haag. „Das Gute leben, und auch für es streiten“. Diese Worte sind auf ihrem Denkmal in Stein gemeißelt.
Der Volkstrauertag sollte zu einem Tag des Nachdenkens über unsere Verantwortung für das Gemeinwohl werden.
Nach weiteren musikalischen Beiträgen bedankte sich Klaus Meyer bei den Mitwirkenden des Abends und den interessierten Zuhörern. Dabei erinnerte er nochmals an die früheren Veranstaltungen mit Siegfried Schulz.
Zum Ende der sehr gut besuchten Veranstaltung sang Ulrich Doster das Bürgerlied.
Weitere Bilder in der Bildergalerie.
Georg Göpfert alle Fotos Georg Göpfert
10.11.2025 in Allgemein
Foto: Walter Keck
„Was erwarten Sie von mir als ihrem Abgeordneten“ – so lautete die grundsätzliche Frage, die der Landtagsabgeordnete Florian Wahl jüngst an die Waldenbucher Bürger richtete.
„Als Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Böblingen wende ich mich persönlich mit einer Bitte an Sie. Alle fünf Jahre mache ich seit meiner ersten Wahl in den Landtag 2011 eine Bürgerbefragung, die ich an jeden Haushalt im Wahlkreis verteile. Mit ihr will ich herausfinden, was Ihnen wichtig ist, was schiefläuft und was besser werden muss.
Mir ist ein Politikstil sehr wichtig, der mit den Menschen spricht, anstatt über sie, dem die Bedürfnisse der Bürger*innen wichtiger sind als Parteiinteresse, der allen Menschen die Möglichkeit gibt, sich aktiv einzubringen und gemeinsam unsere Zukunft zu gestalten. Das als ihr Abgeordneter zu leben, ist mir täglich ein großes Anliegen. Ihre Antworten fließen in mein „Programm für den Wahlkreis“ für die Landtagsmal am 8.März ein.“
Neben der schriftlichen Befragung gab es auch eine direkte Begegnung bei einem Info-Stand auf dem Wochenmarkt. Wer Florian Wahl persönlich sprechen will, kann ihn unter seiner persönlichen Handynummer 0178/5361260 erreichen. Das Ergebnis der Bürgerbefragung in Waldenbuch wird so bald ausgewertet, bekannt gegeben.
Unterstützung erhielt der Abgeordnete bei der Befragung von etlichen Ortsvereinsmitgliedern.
Foto: Walter Keck
Harald Jordan
07.11.2025 in Allgemein
Am vergangenen Donnerstag, den 30. Oktober, trafen sich dreizehn Kinder in zwei Gruppen am Vormittag und Nachmittag im AWO-Häuschen, um Halloween-/Herbstkekse zu backen.
Karin hatte den leckeren Teig im Voraus zubereitet, um Zeit zu sparen, aber der Rest der Arbeit lag in der Verantwortung, der Kreativität und Fantasie der Kinder selbst.
Rosi, Karin und Elaine standen jederzeit mit freundlichem Rat und Hilfe zur Seite.
Wir waren eine fröhliche und humorvolle Gruppe, und die Zeit verging wie im Flug. Während die Kekse im Ofen backten, verzierten die Kinder ihre Butterbrottüten mit gruseligen Bildern.
Die zehn Minuten waren bald vorbei und es war Zeit, der Fantasie freien Lauf zu lassen. Es gab schwarzen und orangenen Zuckerguss, Wackelaugen, Schokoladentropfen, Goldpuder und bunten Zucker. Die Gespräche an den Tischen waren lustig und angeregt, während immer verrücktere Kekse unter den Fingern der Kinder entstanden.

Bald war die Zeit um und die Kekse verschwanden in den Butterbrottüten, um mit nach Hause genommen zu werden, wo sie vermutlich von interessierten Familienmitgliedern gegessen und begutachtet wurden.
Es hat Spaß gemacht, und wir glauben, dass alle eine tolle Zeit hatten.
Wir werden das in den nächsten Herbstferien auf jeden Fall wiederholen.
Vielen Dank an die Eltern der Kinder für die Anmeldung und vielen Dank an alle Kinder für einen lustigen und fröhlichen Tag.
Elaine Rauhöft für den SPD-Ortsverein
20.10.2025 in Allgemein
Für die SPD Waldenbuch ist die soziale Frage eine sowohl historische und wie auch gegenwärtige politische Thematik. Heute, wo der Sozialstaat in seiner jetzigen Form von vielen als unbezahlbar in Frage gestellt wird, in der großen Politik, u.a. Stichwort Bürgergeld, ebenso wie in der lokalen Dimension, u.a. Stichwort Kultur und wie auch seinerzeit um 1900, als die Sozialdemokratie hier Fuß fasste und auf dem Rathaus beispielsweise Armenfürsorge ein Dauerproblem war und die Kommune in Atem hielt.
Das Soziale steht ja schon im Namen der SPD, es ist aber keine Exklusivität für sie, Soziales war stets ein allgemeines Anliegen und hat viele Politiker unterschiedlichster Couleur bewegt.
Die relative Stärke der SPD auf dem Rathaus im vergangenen Jahrhundert, für die prominente Namen wie der von Bürgermeister Gottlob Fischer, vor dem Krieg, und in den späteren Jahrzehnten der von Erwin Ruck u.a. stehen, ohne dass dies die Verdienste anderer Persönlichkeiten, Parteien und Gruppierungen schmälern soll, führt zu der Frage, was das Soziale in Waldenbuch so bedeutsam machte.
Dass soziale Belange hier am Ort eine besondere Rolle spielten und die Stadt bei besonderen Herausforderungen große Solidarität zeigte, liegt vielleicht an den Lebensumständen hier am Schönbuchrand. Mangel und Knappheit spielen hier eine historische Rolle. Die lange Willkür der Adelsherrschaft, nachzuverfolgen im Umgang mit den landwirtschaftlich genutzten Flächen und dem Wild, das in die Felder eindrang, aber nicht bejagt werden durfte. Als Willkür zur Lebenswirklichkeit gehörte und die allgemeine Not beförderte, als Notzeiten also den Alltag bestimmten und den Mangel stärkten und einfallsreiche Abhilfe zur Alltagsrealität der Menschen gehörte. Enge des Wohnens und Enge des häuslichen Wirtschaftens trugen zu der Misere bei.
Als das Leben in Waldenbuch auf eine harte Probe gestellt wurde und sich nach dem Krieg die Enge durch den Zustrom aus der Fremde zu noch größerer Enge auswuchs und Streit alltäglich entstand und auch zum Rathaus getragen wurde, bewältigten die Menschen von hier und die Menschen mit dem verordneten und behördlich angewiesenen Einzug die Enge schließlich im großen Einvernehmen und lebten und wirtschafteten und bauten zusammen. Diese Haltung von Waldenbuch war beispielhaft und eine Schule der Integration, sie war eine Erfahrung auch der Bereitschaft des Teilens und der Offenheit, von der später weiterer Zuzug durch Arbeitskräfte aus Italien und der Türkei und noch später durch Asylsuchende bewältigt wurde.
Die Frage ist also, ob tatsächlich die Not hier am Ort erfinderisch machte und die Not die Menschen mit Einklang ausstattete, um die Anstrengungen des Notwendigen zu meistern. Und ob letztlich Not dann für eine lokale Grundschicht sorgte, auf der das Soziale blüht. Darauf eine Antwort zu finden, verspricht Spannung.
Harald Jordan für den SPD-Ortsverein
13.10.2025 in Allgemein
Im nächsten Jahr blickt die Herausgabe des Buches „Ein Jahrhundert Leben in Waldenbuch“ auf runde dreißig Jahre zurück. Das von den Historikern Anne Lipp und Andreas Schmauder verfasste Werk diente seitdem zahlreichen neuen und auch alteingesessenen Waldenbuchern als Orientierungshilfe über das lokale Geschehen im Rahmen einer hundertjährigen Entwicklung am Schönbuchrand.
Die Autoren haben sich, unterstützt von geschichtsinteressierten Waldenbuchern und von einer aufgeschlossenen Stadtverwaltung mit Bürgermeister Horst Störrle an der Spitze, im Stadtarchiv auf die Suche nach Quellen für ihr Vorhaben gemacht und in gut dosierten Portionen dargestellt.
Symbole der Waldenbucher neueren Geschichte

Archivbild Stadt Waldenbuch
Es wird berichtet, unter welchen Bedingungen hier das Leben gemeistert wurde, im Kaiserreich, zur Zeit der Reichsgründung und der Wende ins zwanzigste Jahrhundert. Zahlreiche Abbildungen zeigen Menschen beim Arbeiten, beim Feiern, in der Freizeit in längst versunkenen Verhältnissen.
Das Wirtschaften, die topografischen Gegebenheiten, das Arbeiten war mühevoll und die Lage des Ortes stellte immer Aufgaben, ein drohendes Abgehängtwerden zu vermeiden. Das Ringen, das Leben zu vereinfachen, es zu verbessern führte zu symbolischen Aktivitäten: so das lange Ringen um die Eisenbahn, um die Ansiedlung größerer Betriebe, in der Bewältigung des „verlorenen Glanzes der Schweizerstraße“, im Leben unter dem Hakenkreuz, bei der Integration der Neubürger bis hin zu den dynamischen Schritten der Jahre ab 1949 in Landwirtschaft, Handwerk, Industrie, beim Bevölkerungszuwachs, dem Wohnungsbau und bei der Stadtsanierung usw.
Im Gegensatz zu dem fast gemächlichen Tempo der Entwicklungen zu Beginn des Buches wird im letzten Abschnitt geradezu im Stakkato geschildert, was Stadt und Bürger an Veränderungen in der jüngeren Vergangenheit geschafft haben. Bürgerlicher Fleiß lässt sich den Waldenbuchern nicht absprechen, Bereitschaft zu Innovation auch nicht, Integrationswilligkeit ebenso wenig.
Daher ist es zu wünschen, dass die Stadt sich für eine Erweiterung stark macht, in der die beiden Historiker die jüngste Entwicklung aufarbeiten und anhängen. Denn es versteht sich von selbst, dass Veränderung weiter geht und sich die Bedingungen und Bedeutsamkeiten und die Übersicht wandeln. Stillstand ist am Ort glücklicherweise bei all den aktuellen Problemen nicht zu erwarten .
Harald Jordan
15.09.2025 in Allgemein
Er kennt sich ja schon seit Jahren bestens aus in Waldenbuch, der Parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium in Berlin, der SPD-Wahlkreisabgeordnete Nils Schmid. Seit er hier am Ort seine Konfirmation gefeiert hat, kommt er immer wieder gerne ins Städtchen am Schönbuchrand.
So auch am Samstag zur Eröffnung des Marktplatzfestes, wo er zugleich eine Reihe von SPD-Mitgliedern traf. Da gab es reichlich Gelegenheit zwischen Fassanstich von Bürgermeister Nathan und Mineralwasser, Schmid war mit dem Auto da, sich über die politischen Perspektiven von Berlin und hier am Ort auszutauschen. Schmid unterstützte in seiner Zeit als baden-württembergischer Finanzminister auch hiesige Modernisierungsvorhaben.
Foto Walter Keck
Auf dem Bild zeigen sich dem Fotografen der Abgeordnete mit dem OV-Vorstand, vorne von links: Elaine Rauhöft, Nils Schmid, Ferdinando Puccinelli, hinten von links: Walter Keck, Harald Jordan, Klaus Meyer.

Foto R.Drodofsky
Geschafft wurde auch: Rosy Drodofski beim Geschirrmobil.
Harald Jordan
24.08.2025 in Allgemein

Am Mittwoch, den 20. August, trafen sich zwei English Muttersprachler mit einer Gruppe von 12 eifrigen Kindern (weitere Kinder standen auf der Warteliste, nächstes Jahr haben sie vielleicht Glück) und versuchten, das HdB für 90 Minuten in eine englischsprachige Enklave zu verwandeln.
Wir setzten uns zunächst in einen Kreis, um uns kennenzulernen. Wir sagten uns:
„My name`s …...“, und dann: „What´s your name?“
Es folgte ein Ballspiel, das die kurzen Aussagen, Fragen und Antworten in unseren Köpfen festigte.
Dann wurden die Namen verschiedener Körperteile besprochen, was unweigerlich mit dem altbewährten Lied „Heads, Shoulders, Knees und Toes“ endete.
Schon bald fügten wir links und rechts hinzu: „Right Arm, Left Arm usw.“ So konnten wir das bekannte Lied „The Okey Cokey“ singen und nachspielen, was für viel Gelächter und gute Laune sorgte: „You put your right arm in, your right arm out and shake it all about.“
Wir waren dann ziemlich erschöpft (vor allem ich) und setzten uns in unseren Kreis, um uns zu erzählen, was wir mochten: Elephants, Cats, Horses, Max, Dogs, Horses (schon wieder) usw.
Abgerundet wurden die 90 Minuten mit einem Wettrennen mit überdimensionalen Würfeln. Zwei Teams mit je sechs Kindern mussten die richtige Zahl würfeln, um zum entsprechenden Körperteil zu rennen.
1= head, 2 = body, 3 und 4 = right and left legs, 5 und 6 = right and left arm.
Wir haben ein paar Runden gespielt, sodass am Ende jeder gewonnen hat.
Es hat Spaß gemacht und die Zeit verging wie im Flug. Ich persönlich habe keine neuen Wörter gelernt, aber ich weiß, dass ein oder zwei Kinder nach Hause gegangen sind und ihr neues Wissen an ihren Eltern und Geschwistern ausprobiert haben.
Vielen Dank an alle Kinder.
Elaine und Hope.
18.08.2025 in Allgemein

public domain Anton Kaulbach Faust und Mephisto
Ein dichterisches Leben lang hat sich der deutsche Klassiker Johann Wolfgang von Goethe mit dem Stoff des „Faust“ befasst. Viel Kluges haben seine Interpreten später daraus herausgelesen und Bücher damit gefüllt. Und wie groß ist der Zitatenschatz daraus geworden. Man darf fragen, ob auch die heutige Welt daraus einen Nutzen ziehen könnte.
Beispielsweise aus jener frühen Textstelle im Studierzimmer, wo der große Gelehrte Faust, der sich der Magie ergeben hat, das Zeichen des Makrokosmos betrachtet und verzweifelt feststellt, dass ihm der Schlüssel zur Geisterwelt verwehrt ist. Faust erkennt in diesem Zeichen die Grenzen seines menschlichen Vermögens: „Welch Schauspiel! aber ach! ein Schauspiel nur!“
Genau so kann es dem Publikum aller politischen Ebenen gehen, wenn es die Akteure handeln sieht. Ein Schauspiel wird den gebannten medialen Zuschauern oft geboten, ein Schauspiel nur. Seien es Begegnungen auf internationaler Bühne mit Konsequenzen für den ganzen Erdball, ein Schauspiel nur! Bis herab zur direkten alltäglichen Begegnung beim Bäcker, Metzger, Supermarkt, wo sich zwei Lokalpolitiker zwischen Tür und Angel über die frustrierende Finanzlage ihrer Kommune die Stichworte zurufen. Ein Schauspiel nur?
In Waldenbuch gäbe es alltägliche Themen genug: Chancen der Ansiedlung von Unternehmen Belebung der Geschäftswelt auf dem Graben, Konsens bei der Beruhigung des Verkehrs in der Nürtinger Straße, infrastrukturelle Investitionen der Zukunftssicherung, Erhalt wichtiger Projekte der kulturellen Daseinsfürsorge in Musik, Sport (Schwimmen!) und Bildung.
Bei all den Fortschritten in Bezug auf die Lebensqualität, die in den letzten Jahrzehnten von verdienten Gemeinderäten der auf dem Rathaus vertretenen Parteien und Gruppierungen bewältigt wurden, und die Waldenbucher SPD darf sich in aller Bescheidenheit dazurechnen, auch am Ende dieses Sommers wird die Aktualität der drängenden kommunalpolitischen Probleme dafür sorgen, dass so manches Schauspiel geboten wird, „ein Schauspiel nur!“
Wen die Szenerie auf politischer Bühne wie den theatralischen Faust verzweifeln lassen will, der mag sich damit trösten, dass gutes Schauspiel auch Bewegung bedeutet, ohne die keine Handlung zum Ende gelangt. Wofür auch Goethes „Faust“ ein herausragendes, für unsere komplexe Welt höchst aktuelles Beispiel liefert.
Harald Jordan
11.08.2025 in Allgemein
Wir machen Schluss mit Mietenwucher!
>> Baden-Württemberg ist nach Bayern das Flächenland mit den höchsten Mieten und drei der bundesweit teuersten Städte liegen in Baden-Württemberg. Vor allem Haushalte mit niedrigen Einkommen sind besonders stark von hohen Mietzahlungen belastet. Die Mittel des Landes zur Wohnraumförderung reichen bei weitem nicht aus, um genügend bezahlbaren Wohnraum in Baden-Württemberg zu schaffen. Deshalb wollen wir die Mittel für die Wohnraumförderung aufstocken. Damit Wohnen endlich wieder bezahlbar wird.
Hierfür wollen wir 150 Mio. Euro pro Jahr bereitstellen.

Pflegeplätze bezahlbar machen!
>> In kaum einem anderen Bundesland ist die Eigenbeteiligung an einem Pflegeplatz so teuer wie in Baden-Württemberg. Es sind durchschnittlich 3725 Euro pro Monat. Wir finden: Pflege muss bezahlbar sein. Deshalb wollen wir die Eigenbeteiligung der Pflegeheimbewohnerinnen und Pflegeheimbewohner deutlich senken. Dafür muss sich das Land an den Investitionskosten für Pflegeplätze beteiligen.
Hierfür wollen wir 100 Mio. Euro pro Jahr bereitstellen.
Schulsozialarbeit ausbauen!
>> Ein Viertel aller Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg haben keinen Zugang zur Schulsozialarbeit. Das wollen wir ändern und allen Schülerinnen und Schülern Unterstützung bieten. Das Land muss endlich sein Versprechen einlösen und sich wieder mit einem Drittel an der Förderung der Schulsozialarbeit beteiligen.
Hierfür wollen wir 15 Mio. Euro pro Jahr bereitstellen.
Modernisierung unserer Infrastruktur
>> Viele Brücken und Straßen in unserem Land sind marode und der Sanierungsstau wird von Jahr zu Jahr größer. Da wollen wir ran und unsere Infrastruktur auf Vordermann bringen. So modernisieren wir unser Land.
Hierfür wollen wir 50 Mio. Euro pro Jahr bereitstellen
Bevölkerungsschutz stärken!
>> Die Sicherheitslage hat sich durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine verändert. Gleichzeitig führen Extremwetterereignisse zu neuen Gefahren oder auch mögliche Angriffe auf kritische Infrastrukturen. Für viele Herausforderungen sind die Hilfsorganisationen nur unzureichend ausgestattet und die Bevölkerung nicht gut vorbereitet. Deshalb stärken wir den Bevölkerungsschutz.
Hierfür wollen wir 85 Mio. Euro pro Jahr bereitstellen.
Energieinfrastruktur ausbauen!
>> Beim Ausbau der Erneuerbaren Energien hinkt Baden-Württemberg weit hinterher und auch die Versorgung des Landes mit Wasserstoff ist bisher unzureichend geplant. Für baden-württembergische Unternehmen ist das ein Standortnachteil. Um wieder zurück zu wirtschaftlicher Stärke zu finden, müssen wir unsere Energieinfrastruktur ausbauen und in die Fläche des Landes bringen. Auch das gehört zur Modernisierung unseres Landes dazu.
Hierfür wollen wir 100 Mio. Euro pro Jahr bereitstellen.
Eine Kommunalmilliarde jetzt!
>> Die Kommunen brauchen jetzt Klarheit darüber, wie viel Geld sie aus dem Sondervermögen des Bundes erhalten. Wir wollen, dass die Städte und Gemeinde in unserem Land eine Kommunalmilliarde pro Jahr erhalten, um wichtige Investitionen in die Infrastruktur vor Ort zu tätigen, beispielweise in die Modernisierung unserer Schulen
25.07.2025 in Allgemein
Harald Jordan eröffnete die gut besuchte Versammlung im HdB um 19:00 Uhr. Nach der Begrüßung der Mitglieder bat er alle Anwesenden, sich zu erheben. Gemeinsam gedachten wir Siegfried Schulz, der im Juni verstorben ist. Harald stellte nochmals dar welch herausragende Persönlichkeit Siegfried Schulz für den SPD-Ortsverein und für die Stadt Waldenbuch war. Wir alle vermissen ihn, er hinterlässt eine große Lücke in unseren Reihen. Wir waren uns einig, dass wir die bisher immer von Siegfried vorbereitete Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag weiterhin durchführen wollen. Sie hat bereits Tradition im Waldenbucher Veranstaltungskalender und wird aufgrund des turbulenten Weltgeschehens leider wieder immer wichtiger.
Beim Tagesordnungspunkt „politische Lage in Berlin und insbesondere der SPD“ entstand eine lebhafte Diskussion. Warum interessieren sich die Wähler nicht mehr für Wahlprogramme? Wie erreichen wir die Bürger besser? Was können wir dem Wählertrend zu rechtspopulistischen Parteien hin entgegenhalten? Woher kommt die Unzufriedenheit mit den demokratischen Parteien?
Nach meiner persönlichen Meinung liegt ein zentrales Problem darin, dass die Parteien konsequenterweise ihre politischen Ziele in den Wahlprogrammen formulieren und diese aber aufgrund der Mehrheitsverhältnisse und Kompromisszwänge nicht konsequent umsetzen können. Schnell heißt es dann die Wahlversprechen wurden gebrochen. Aber wie soll eine Partei, die 16% der Wählerstimmen bekam 100% ihres Programms durchsetzen? Von gebrochenen Versprechen könnte man nur reden, wenn eine Partei die absolute Mehrheit im Bundestag hätte, und ohne Koalitionspartner regieren könnte. Davon sind wir jedoch weit entfernt. Die Parteienlandschaft zersplittert sich so weit, dass selbst Zweierkoalitionen schon ein Glücksfall sind. Wenn es sich dabei um zwei Parteien handelt, deren unstrittiger Konsens die Bewahrung der Demokratie und die Achtung des Grundgesetzes ist, die in vielen Themen aber völlig konträre Positionen vertreten, müssen schmerzhafte Kompromisse eingegangen werden. Diese werden auch an der Parteibasis, wie bei uns in Waldenbuch konträr diskutiert.
Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Kassenprüfung. Der Prüfer bescheinigte der Kassiererin eine tadellose Kassenführung und schlug ihre Entlastung vor. Diesem Vorschlag folgte die Versammlung einstimmig.
Durch die Veränderungen im Vorstand war die Neuwahl der Kassiererin und die des Schriftführers nötig. Als Kassiererin wurde Rosa Maris Drodofsky bestätigt, als Schriftführer wurde Georg Göpfert gewählt.
Für 50 Jahre Mitgliedschaft in der SPD erhielten Ursula und Karl Heinz Leiser, Fritz Grauer und Georg Göpfert die Ehrenurkunde. Harald Jordan erwähnte einige bedeutende Ereignisse des Jahres 1975, dem Jahr in dem die geehrten der SPD beitraten.
Um 21.15 Uhr beendete Elaine Rauhöft die Sitzung. So blieb Interessierten noch Zeit für die zweite Halbzeit des Fußball EM Halbfinales der Frauen.
Georg Göpfert
21.07.2025 in Allgemein
Wieder einmal ist es passiert, der Streit zwischen den Anhängern der Zahlen und den Anhängern der Beschaffenheit der Dinge. Mit dem Brustton der Überzeugung trugen beide Seiten ihre Argumente vor. Die einen sagten, mehr Lehrerstellen sind nicht drin, der Etat ächzt schon seit langem, die anderen stellten dagegen, dass der schulische Unterricht mehr gute Impulse bräuchte, um die Herausforderungen der Zeit zu bewältigen.
Dass nun tatsächlich Geld vorhanden war, das ungenutzt und unentdeckt in den Kassen des Landes vor sich hin ruhte und nichts nutzte, ist ein Bildungsskandal der besonderen Art und man wird als Kommunalpolitiker, der mit den Zwängen, siehe die jüngste Diskussion um das Hallenbad, seines knappen Haushalts konfrontiert ist, wünschen, dass keine weiteren verschütteten Lagerungen ans Tageslicht kommen, sondern das vorhandene Geld sämtliche Ressorts auf welcher Ebene auch immer erreicht.
Wer indes sich vor Ort, und damit auch in Waldenbuch, Gedanken um die Schule macht, der wird die Frage stellen, ob der ewige Streit um die Bedeutung politischer Schwerpunkte, der zwischen den quantitativ Eingestellten und den qualitativ Orientierten ausgetragen wird, nicht durch einen sinnvollen vorherbestimmten und vorherbestimmenden dritten Weg, den des verpflichteten Konsens zwischen den Polen von vorneherein befriedet werden könnte. Schließlich geht es vor allem auch hier um Zukunft.
Die Idee eines bildungspolitschen Konsensus ist nicht einmal neu. Sie kursierte schon in jener Zeit, in der die Sozialdemokratie auch durch ihre Bildungsstätten eindrucksvolle Arbeiter- und Volksbildung vermittelte. Wahrscheinlich haben kostenintensive Sachzwänge und die mit ihnen verbundene Sinnsuche und ihr andauernder Konflikt in den politischen Lagern den Ausweg versperrt. Wie könnte vermieden werden, dass in der so bedeutsamen Bildungspolitik eher der nächste unglaubliche Skandal vermeldet wird, denn eine harmonisierende Übereinstimmung aller?
Harald Jordan
14.07.2025 in Allgemein

Foto: colourbox.de
Dass schulpolitische Themen regelmäßig um die Zeit der Sommerferien in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken, liegt in der Natur der Sache. Mit den Zeugnissen und allem, was dazugehört, ist Aufmerksamkeit garantiert.
Dass aktuell nun wieder das Thema Lehrereinstellung in den Fokus rückt und neben den Medien die breite Landespolitik beschäftigt, liegt an der Bedeutung des Themas. Die Rückkehr des neunjährigen Gymnasiums hat Auswirkungen bis in die kleinsten Gemeinden und damit auch wiederum bis nach Waldenbuch. Geht es nach der Kultusministerin, so sollen die nun fertigen Referendare erst einmal nicht gemäß ihrer Ausbildung in den gymnasialen Schuldienst übernommen werden, sondern als strategische Personalreserve in anderen Schularten beginnen, um den späteren großen Lehrerbedarf bei Einführung der Klasse 13 abzusichern.
Die Übernahme junger Lehrkräfte ist ohnehin ein Dauerthema. Um deren Lage zu verdeutlichen, hat die baden-württembergische SPD die politische Initiative ergriffen: Die Landes-SPD schreibt: „Um auf die prekäre Situation vieler Referendarinnen und Referendare aufmerksam zu machen hat die SPD ein digitales Meldeportal eingerichtet. Bereits in den ersten Tagen haben sich dort über 100 Betroffene eingetragen – junge Lehrkräfte, die zum kommenden Schuljahr nicht in den Schuldienst übernommen werden. Die Rückmeldungen, die uns erreichen, sprechen eine klare Sprache: Viele fühlen sich frustriert und von der grün-schwarzen Bildungspolitik im Stich gelassen.“
Wer am Ende seiner Ausbildung nicht bei dem landet, was er über Jahre erstrebt hat, wird mit Fug und Recht Zweifel am Sinn seiner beruflichen Perspektiven haben. Für junge Menschen ist die Haltung der Ministerin ein fatales Signal. Statt ihren Anstrengungen die volle politische Bedeutung zukommen zu lassen, wird ihnen signalisiert, dass sie nicht dort wichtig sind, wofür sie über Jahre mit nicht geringen Kosten den Rücken gekrümmt haben. Andreas Stoch, ist als ehemaliger SPD-Kultusminister und Spitzenkandidat für die Landtagswahl 2026 mit der Materie bestens vertraut: „Gerade jetzt, wo Lehrkräfte an unseren Schulen dringend gebraucht werden, dürfen wir sie nicht hängen lassen. Deshalb sagen wir: Jede Lehrkraft gehört ins Klassenzimmer!“ Dem ist vorbehaltlos zuzustimmen.
Und trotz aller Bemühungen, den Lehrermangel mit verschiedenen Praxismodellen zu bekämpfen, Stichwort: Seiteneinsteiger, sollte man es damit nicht übertreiben. Über die Wichtigkeit von Lehrkräften und damit über ihre Bedeutung – insbesondere bei deren Ausbildung - darf es keinerlei Zweifel geben, insbesondere auf dem weiten Feld der Bildungspolitik, andernfalls könnte diese eines Tages unwichtig erscheinen, also bedeutungslos. Und das können wir uns in diesem Land nicht leisten.
Harald Jordan
30.06.2025 in Allgemein
Dass man mit viel Liebe und viel Geld auch alten Gebäuden neues Leben einhauchen kann, beweisen die Sanierungen der maroden Häuser an der Hinteren Seestraße. Ich gehe oft diese Straße entlang und sehe, wie langsam aber sicher transformative Fortschritte erzielt werden und Häuser, die vom Abriss bedroht waren, zu begehrten modernen Eigenheimen geworden sind. Eines meiner Lieblingshäuser war schon immer das Tagelöhnerhaus. Wäre ich vor ein paar Jahrhunderten in Waldenbuch geboren worden, hätte meine Familie in einem solchen Haus leben müssen. Aber immerhin gab es ein Haus, auf das die weniger begüterte Arbeiter zurückgreifen konnten.
Unter diesem Tagelöhnerhaus verläuft ein kleines Gässle. Als meine Kinder klein waren, fanden sie es lustig, durch den kleinen Tunnel hin und her zu rennen oder vor mir herzulaufen und sich im Tunnel zu verstecken und herauszuspringen, wenn ich sie eingeholt hatte. Es war eine kleine Besonderheit. Bis vor wenigen Jahrzehnten befand sich dort, wo heute die Vordere Seestraße verläuft, eine weitere Häuserreihe: “Im Gässle” oder „Die Banane“, wie sie wegen ihres Knicks scherzhaft genannt wurde. Irgendwann in den 1980er Jahren konnte diese Häuserreihe mit dem zunehmenden Autoverkehr nicht mehr mithalten. Die gesamte Reihe wurde abgerissen und ist heute eine asphaltierte Straße. Das Gässle führte zur Banane.
Ich hatte schon immer eine lebhafte Fantasie und habe mich oft über dieses Gässle gewundert. In meiner Vorstellung war es eine schnelle Form der Kommunikation in den Tagen, als niemand oder kaum jemand ein Telefon hatte. Wenn man in der Hinteren Seestraße wohnte und jemanden in der Marktstraße besuchen oder ihm etwas mitteilen wollte, konnte man Zeit sparen, indem man durch das Gässle huschte, anstatt den ganzen Weg herumzulaufen. Ich nehme an, die Gassen waren eine Art Kommunikationsautobahn oder Breitband-Internet der damaligen Zeit. Ich stelle mir vor, dass das Gässle noch andere Funktionen hatte. Vielleicht gab es Waldenbucher, die in diesem kleinen Tunnel auf dem Weg von der Schule zum Marktplatz ihren ersten Kuss mit einem Klassenkameraden stahlen. Die Gasse war ein guter Ort, um jemanden aufzulauern und ihm sein Taschengeld zu stehlen. Vielleicht trafen sich die Menschen im Schutz der Dunkelheit im Gässle, um in schwierigen politischen Zeiten heimlich Dinge zu besprechen. Vielleicht beobachteten die Menschen vom Schutz dieses Gässles aus feindliche Flugzeuge oder suchten dort einfach Schutz vor einem Regenschauer. So viele Fragen, deren Antworten wir nie finden werden.
Die Hauptfunktion unseres Gässles war offensichtlich Bequemlichkeit und schnellere Kommunikation in einer Welt, in der in Waldenbuch jeder jeden kannte und Meinungsverschiedenheiten und Diskussionen von Angesicht zu Angesicht ausgetragen und gelöst wurden. Die Welt war trotz der Strapazen weniger einsam als heute.
Ich weiß nicht, was mit unserem letzten verbliebenen Gässle geplant ist. Ich nehme an, dass es zugeschüttet wird und Teil der geplanten Renovierungsarbeiten wird, und dass die Leute allmählich vergessen werden, dass es jemals dort war.
Schade, das ist Fortschritt, aber ich bin ein hilfloser Romantiker. Zukünftige Bewohner der Häuser in der Seestraße werden keine Ahnung davon haben, dass unter ihren Füßen oder vor ihrem Fenstern ein Kommen und Gehen von Menschen stattfand, die ihrem Alltag in einer Welt nachgingen, die es längst nicht mehr gibt.
08.06.2025 in Allgemein

Eine klare Stimme ist verstummt
Siegfried Schulz, der Pfarrer und Lehrer, der Heimatforscher und Initiator von Waldenbucher Gedenkstätten ist für viele überraschend in der Nacht auf den 7. Juni verstorben. Er war eine Stimme der örtlichen SPD, die weit über den Ort hinaus gehört wurde. Vielen wird er als Anreger vielfältiger geschichtlicher Initiativen im Gedächtnis bleiben und ebenso als Spiritus Rector der Waldenbucher Geschichtsfreunde, die er auf den Weg gebracht und viele Jahre geleitet hat. Siegfried Schulz hat Spuren hinterlassen, sein Wirken ist im Ort vielfach präsent.
Und bis vor kurzem hat er als Pfarrer, gemeinsam mit seiner Frau Anneliese, den letzten Abschied auf dem Friedhof christlich feierlich gestaltet und begleitet.
Die Waldenbucher Sozialdemokraten durften den kurz nach dem Kriege aus dem Osten zugezogenen „Neubürger“, der im Städtchen am Schönbuchrand rasch eine neue Heimat fand, zu den ihren zählen. Siegfried Schulz meldete sich oft anregend zu Wort, seine Beiträge waren reflektiert und fundiert. Mit fortschreitenden Jahren wurde er zu einem Grandseigneur der Waldenbucher SPD, und gab dem jährlichen Gedenken am Volkstrauertag mit seinen beeindruckenden Vorträgen den wissenschaftlichen Untergrund.
Mit seinen Büchern „Einblicke“ hat er kommunale geschichtliche Aufklärung geleistet. Bei der letzten Mitgliederversammlung vor wenigen Wochen war er noch dabei und wir hofften, dass er trotz körperlicher Eingeschränktheit seinem Publikum im November ein weiteres Mal Nachdenkenswertes bieten könnte.
Wir nehmen Abschied von einer beeindruckenden Persönlichkeit und einem guten Freund. Unser Mitgefühl gehört seiner Familie. Wir werden Siegfried Schulz in ehrender Erinnerung behalten.
Harald Jordan für den Ortsverein
19.05.2025 in Allgemein
Die SPD hat historischen Grund zum Feiern, denn wieder einmal jährt sich ein Ereignis der Parteigeschichte: der 150-jährige Geburtstag der „Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands“, dem Vorläufer der SPD.
Die SAP entstand in der einstigen thüringischen Residenzstadt Gotha nach mehrtägigen Debatten als Vereinigung von „Allgemeinem Deutschen Arbeiterverein“ (ADAV) und „Sozialdemokratischer Arbeiterpartei“ (SDAP) zur „Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands“ (SAP). Vorausgegangen waren die Verhandlungen des Gothaer Kongresses, der vom 22.Mai bis zum 27. Mai1875 tagte.
Zu den führenden Kräften der Arbeiterbewegung gehörten damals August Bebel, Wilhelm Liebknecht, Wilhelm Hasenclever; welche den Zusammenschluss herbeiführten. In der damals schon historischen Gaststätte „Tivoli“ wurde die Vereinigung vollzogen und gleichzeitig das “Gothaer Programm“ verabschiedet. Das „Tivoli“ steht heute noch und ist am 23.Mai der Ort, so der SPD-Vorstand, „um die Bedeutung dieses Gründungsaktes für die Geschichte der Arbeiterbewegung und der Sozialdemokratie in Deutschland zu würdigen“. Saskia Esken und Lars Klingbeil werden auf dem Festakt sprechen.
Das Gothaer Programm ist einer der Meilensteine der Sozialdemokratie. Es fordert eine gerechtere Gesellschaft und stellt die Arbeit als Quelle allen gesellschaftlichen Reichtums dar. Das Programm fordert u.a. die Einführung eines allgemeinen Wahlrechts, Pressefreiheit, kostenlose Schulpflicht, Beseitigung aller sozialem und politischen Ungleichheit. Was heute so selbstverständlich erscheint, war damals für die herrschenden Klassen geradezu revolutionär und Anlass für viele Vorurteile gegenüber den Sozialdemokraten. Deren Mut zog zahlreiche Sanktionen nach sich.
Es gibt also wieder einmal guten Grund, dass sich die älteste Partei Deutschlands an ihre Anfänge erinnert und ihre führenden Köpfe respektvoll dem Vergessen entreißt.
Dabei soll nicht außer Acht gelassen werden, dass das Gothaer Programm nicht den Abschluss aller Programmatik der SPD bedeutet, sondern nur einen Schlüsselmoment auf dem Weg zu einer freieren, demokratischen, selbstbestimmten Gesellschaft. Denn derjenige, der an diesem Programm Fundamentales auszusetzen hatte, war damals in Gotha gar nicht dabei: Von seinem Exil in London aus formulierte Karl Marx seine „Kritik des Gothaer Programms“ auf über einem Dutzend Druckseiten, indem er das Programm schonungsloser Würdigung unterzog und kaum ein gutes Haar daran ließ. Andererseits förderten diese Kritik und ihre Form den Blick der Sozialdemokraten auf die gesellschaftlichen Verhältnisse.
Ins etwas abseitige und in vielem abgeschiedene arme Waldenbuch kam diese Sozialdemokratie, so der Quellenstand, erst etwa 25 Jahre nach Gotha. Dann schon geschulter und durch die zahlreichen Widerstände im Kampf um politische und soziale Gerechtigkeit auch gereifter.

Harald Jordan
08.05.2025 in Allgemein

Foto: BMVg / Eibe
Der SPD-Ortsverein Waldenbuch gratuliert unserem Bundestagsabgeordneten Nils Schmid
zur Ernennung zum parlamentarischen Staatssekretär an der Seite von Verteidigungsminister Boris Pistorius. Wir wünschen ihm viel Erfolg!
„In keinem anderen Ressort zieht die Zeitenwende so gravierende Auswirkungen nach sich wie im Bereich der Verteidigung“, betont Schmid. Die Herausforderungen seien enorm: Von der schnellen und nachhaltigen Ertüchtigung der Bundeswehr, über die gemeinsame europäische Rüstungspolitik bis hin zur Zusammenarbeit bei internationalen Engagements.
Schmid kann hier seine Erfahrungen als außenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion seit 2018 ebenso einbringen wie seine Expertise als ehemaliger Minister für Finanzen und Wirtschaft in Baden-Württemberg.
„Ich habe größten Respekt vor den Männern und Frauen, die bereit sind, im Ernstfall ihr Leben für uns alle und unser Land einzusetzen. Die Soldatinnen und Soldaten haben nicht nur unsere Anerkennung verdient, sondern auch, dass die Politik ihnen den Rücken stärkt und ihre Hausaufgaben macht“, sagt Schmid. „Darin will ich Minister Pistorius künftig tatkräftig unterstützen.“
Georg Göpfert OV Waldenbuch / Wahlkreisbüro Nils Schmid
Willkommen zu einem ganz besonderen Hörspiel!
In diesem Video hört ihr die spannende Geschichte von „Der Gänseliesel“, die von einer Gruppe kreativer Kinder in unserer Ideenwerkstatt erschaffen wurde. Gemeinsam haben sie eine Welt voller Fantasie, Abenteuer und Überraschungen erschaffen – und du kannst sie jetzt erleben! In dieser Geschichte geht es um die mutige Gänseliesel, die auf ein großes Abenteuer geht. Was sie erlebt und wie sie sich den Herausforderungen stellt, erfährst du in unserem Hörspiel.
Ein Vortrag von Siegfried Schulz
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Politische Arbeit an der Basis
lebt in erster Linie vom ehrenamtlichen Engagement der handelnden Personen.
Das reicht aber leider nicht aus.
Für viele Aktivitäten fallen auch Kosten an, wie zum Beispiel Raummieten, Flyer drucken, Bewirtungsauslagen, Infomaterial, und vieles mehr.
Wenn Sie die politische Arbeit des SPD-Ortsvereins Waldenbuch unterstützen möchten, würden wir uns über ihre Spende freuen.
Bankverbindung: SPD Ortsverein Waldenbuch
IBAN DE51 6039 0000 0631 2970 06
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