10.11.2025 in Allgemein
Foto: Walter Keck
„Was erwarten Sie von mir als ihrem Abgeordneten“ – so lautete die grundsätzliche Frage, die der Landtagsabgeordnete Florian Wahl jüngst an die Waldenbucher Bürger richtete.
„Als Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Böblingen wende ich mich persönlich mit einer Bitte an Sie. Alle fünf Jahre mache ich seit meiner ersten Wahl in den Landtag 2011 eine Bürgerbefragung, die ich an jeden Haushalt im Wahlkreis verteile. Mit ihr will ich herausfinden, was Ihnen wichtig ist, was schiefläuft und was besser werden muss.
Mir ist ein Politikstil sehr wichtig, der mit den Menschen spricht, anstatt über sie, dem die Bedürfnisse der Bürger*innen wichtiger sind als Parteiinteresse, der allen Menschen die Möglichkeit gibt, sich aktiv einzubringen und gemeinsam unsere Zukunft zu gestalten. Das als ihr Abgeordneter zu leben, ist mir täglich ein großes Anliegen. Ihre Antworten fließen in mein „Programm für den Wahlkreis“ für die Landtagsmal am 8.März ein.“
Neben der schriftlichen Befragung gab es auch eine direkte Begegnung bei einem Info-Stand auf dem Wochenmarkt. Wer Florian Wahl persönlich sprechen will, kann ihn unter seiner persönlichen Handynummer 0178/5361260 erreichen. Das Ergebnis der Bürgerbefragung in Waldenbuch wird so bald ausgewertet, bekannt gegeben.
Unterstützung erhielt der Abgeordnete bei der Befragung von etlichen Ortsvereinsmitgliedern.
Foto: Walter Keck
Harald Jordan
07.11.2025 in Allgemein
Am vergangenen Donnerstag, den 30. Oktober, trafen sich dreizehn Kinder in zwei Gruppen am Vormittag und Nachmittag im AWO-Häuschen, um Halloween-/Herbstkekse zu backen.
Karin hatte den leckeren Teig im Voraus zubereitet, um Zeit zu sparen, aber der Rest der Arbeit lag in der Verantwortung, der Kreativität und Fantasie der Kinder selbst.
Rosi, Karin und Elaine standen jederzeit mit freundlichem Rat und Hilfe zur Seite.
Wir waren eine fröhliche und humorvolle Gruppe, und die Zeit verging wie im Flug. Während die Kekse im Ofen backten, verzierten die Kinder ihre Butterbrottüten mit gruseligen Bildern.
Die zehn Minuten waren bald vorbei und es war Zeit, der Fantasie freien Lauf zu lassen. Es gab schwarzen und orangenen Zuckerguss, Wackelaugen, Schokoladentropfen, Goldpuder und bunten Zucker. Die Gespräche an den Tischen waren lustig und angeregt, während immer verrücktere Kekse unter den Fingern der Kinder entstanden.

Bald war die Zeit um und die Kekse verschwanden in den Butterbrottüten, um mit nach Hause genommen zu werden, wo sie vermutlich von interessierten Familienmitgliedern gegessen und begutachtet wurden.
Es hat Spaß gemacht, und wir glauben, dass alle eine tolle Zeit hatten.
Wir werden das in den nächsten Herbstferien auf jeden Fall wiederholen.
Vielen Dank an die Eltern der Kinder für die Anmeldung und vielen Dank an alle Kinder für einen lustigen und fröhlichen Tag.
Elaine Rauhöft für den SPD-Ortsverein
20.10.2025 in Allgemein
Für die SPD Waldenbuch ist die soziale Frage eine sowohl historische und wie auch gegenwärtige politische Thematik. Heute, wo der Sozialstaat in seiner jetzigen Form von vielen als unbezahlbar in Frage gestellt wird, in der großen Politik, u.a. Stichwort Bürgergeld, ebenso wie in der lokalen Dimension, u.a. Stichwort Kultur und wie auch seinerzeit um 1900, als die Sozialdemokratie hier Fuß fasste und auf dem Rathaus beispielsweise Armenfürsorge ein Dauerproblem war und die Kommune in Atem hielt.
Das Soziale steht ja schon im Namen der SPD, es ist aber keine Exklusivität für sie, Soziales war stets ein allgemeines Anliegen und hat viele Politiker unterschiedlichster Couleur bewegt.
Die relative Stärke der SPD auf dem Rathaus im vergangenen Jahrhundert, für die prominente Namen wie der von Bürgermeister Gottlob Fischer, vor dem Krieg, und in den späteren Jahrzehnten der von Erwin Ruck u.a. stehen, ohne dass dies die Verdienste anderer Persönlichkeiten, Parteien und Gruppierungen schmälern soll, führt zu der Frage, was das Soziale in Waldenbuch so bedeutsam machte.
Dass soziale Belange hier am Ort eine besondere Rolle spielten und die Stadt bei besonderen Herausforderungen große Solidarität zeigte, liegt vielleicht an den Lebensumständen hier am Schönbuchrand. Mangel und Knappheit spielen hier eine historische Rolle. Die lange Willkür der Adelsherrschaft, nachzuverfolgen im Umgang mit den landwirtschaftlich genutzten Flächen und dem Wild, das in die Felder eindrang, aber nicht bejagt werden durfte. Als Willkür zur Lebenswirklichkeit gehörte und die allgemeine Not beförderte, als Notzeiten also den Alltag bestimmten und den Mangel stärkten und einfallsreiche Abhilfe zur Alltagsrealität der Menschen gehörte. Enge des Wohnens und Enge des häuslichen Wirtschaftens trugen zu der Misere bei.
Als das Leben in Waldenbuch auf eine harte Probe gestellt wurde und sich nach dem Krieg die Enge durch den Zustrom aus der Fremde zu noch größerer Enge auswuchs und Streit alltäglich entstand und auch zum Rathaus getragen wurde, bewältigten die Menschen von hier und die Menschen mit dem verordneten und behördlich angewiesenen Einzug die Enge schließlich im großen Einvernehmen und lebten und wirtschafteten und bauten zusammen. Diese Haltung von Waldenbuch war beispielhaft und eine Schule der Integration, sie war eine Erfahrung auch der Bereitschaft des Teilens und der Offenheit, von der später weiterer Zuzug durch Arbeitskräfte aus Italien und der Türkei und noch später durch Asylsuchende bewältigt wurde.
Die Frage ist also, ob tatsächlich die Not hier am Ort erfinderisch machte und die Not die Menschen mit Einklang ausstattete, um die Anstrengungen des Notwendigen zu meistern. Und ob letztlich Not dann für eine lokale Grundschicht sorgte, auf der das Soziale blüht. Darauf eine Antwort zu finden, verspricht Spannung.
Harald Jordan für den SPD-Ortsverein
13.10.2025 in Allgemein
Im nächsten Jahr blickt die Herausgabe des Buches „Ein Jahrhundert Leben in Waldenbuch“ auf runde dreißig Jahre zurück. Das von den Historikern Anne Lipp und Andreas Schmauder verfasste Werk diente seitdem zahlreichen neuen und auch alteingesessenen Waldenbuchern als Orientierungshilfe über das lokale Geschehen im Rahmen einer hundertjährigen Entwicklung am Schönbuchrand.
Die Autoren haben sich, unterstützt von geschichtsinteressierten Waldenbuchern und von einer aufgeschlossenen Stadtverwaltung mit Bürgermeister Horst Störrle an der Spitze, im Stadtarchiv auf die Suche nach Quellen für ihr Vorhaben gemacht und in gut dosierten Portionen dargestellt.
Symbole der Waldenbucher neueren Geschichte

Archivbild Stadt Waldenbuch
Es wird berichtet, unter welchen Bedingungen hier das Leben gemeistert wurde, im Kaiserreich, zur Zeit der Reichsgründung und der Wende ins zwanzigste Jahrhundert. Zahlreiche Abbildungen zeigen Menschen beim Arbeiten, beim Feiern, in der Freizeit in längst versunkenen Verhältnissen.
Das Wirtschaften, die topografischen Gegebenheiten, das Arbeiten war mühevoll und die Lage des Ortes stellte immer Aufgaben, ein drohendes Abgehängtwerden zu vermeiden. Das Ringen, das Leben zu vereinfachen, es zu verbessern führte zu symbolischen Aktivitäten: so das lange Ringen um die Eisenbahn, um die Ansiedlung größerer Betriebe, in der Bewältigung des „verlorenen Glanzes der Schweizerstraße“, im Leben unter dem Hakenkreuz, bei der Integration der Neubürger bis hin zu den dynamischen Schritten der Jahre ab 1949 in Landwirtschaft, Handwerk, Industrie, beim Bevölkerungszuwachs, dem Wohnungsbau und bei der Stadtsanierung usw.
Im Gegensatz zu dem fast gemächlichen Tempo der Entwicklungen zu Beginn des Buches wird im letzten Abschnitt geradezu im Stakkato geschildert, was Stadt und Bürger an Veränderungen in der jüngeren Vergangenheit geschafft haben. Bürgerlicher Fleiß lässt sich den Waldenbuchern nicht absprechen, Bereitschaft zu Innovation auch nicht, Integrationswilligkeit ebenso wenig.
Daher ist es zu wünschen, dass die Stadt sich für eine Erweiterung stark macht, in der die beiden Historiker die jüngste Entwicklung aufarbeiten und anhängen. Denn es versteht sich von selbst, dass Veränderung weiter geht und sich die Bedingungen und Bedeutsamkeiten und die Übersicht wandeln. Stillstand ist am Ort glücklicherweise bei all den aktuellen Problemen nicht zu erwarten .
Harald Jordan
15.09.2025 in Allgemein
Er kennt sich ja schon seit Jahren bestens aus in Waldenbuch, der Parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium in Berlin, der SPD-Wahlkreisabgeordnete Nils Schmid. Seit er hier am Ort seine Konfirmation gefeiert hat, kommt er immer wieder gerne ins Städtchen am Schönbuchrand.
So auch am Samstag zur Eröffnung des Marktplatzfestes, wo er zugleich eine Reihe von SPD-Mitgliedern traf. Da gab es reichlich Gelegenheit zwischen Fassanstich von Bürgermeister Nathan und Mineralwasser, Schmid war mit dem Auto da, sich über die politischen Perspektiven von Berlin und hier am Ort auszutauschen. Schmid unterstützte in seiner Zeit als baden-württembergischer Finanzminister auch hiesige Modernisierungsvorhaben.
Foto Walter Keck
Auf dem Bild zeigen sich dem Fotografen der Abgeordnete mit dem OV-Vorstand, vorne von links: Elaine Rauhöft, Nils Schmid, Ferdinando Puccinelli, hinten von links: Walter Keck, Harald Jordan, Klaus Meyer.

Foto R.Drodofsky
Geschafft wurde auch: Rosy Drodofski beim Geschirrmobil.
Harald Jordan
24.08.2025 in Allgemein

Am Mittwoch, den 20. August, trafen sich zwei English Muttersprachler mit einer Gruppe von 12 eifrigen Kindern (weitere Kinder standen auf der Warteliste, nächstes Jahr haben sie vielleicht Glück) und versuchten, das HdB für 90 Minuten in eine englischsprachige Enklave zu verwandeln.
Wir setzten uns zunächst in einen Kreis, um uns kennenzulernen. Wir sagten uns:
„My name`s …...“, und dann: „What´s your name?“
Es folgte ein Ballspiel, das die kurzen Aussagen, Fragen und Antworten in unseren Köpfen festigte.
Dann wurden die Namen verschiedener Körperteile besprochen, was unweigerlich mit dem altbewährten Lied „Heads, Shoulders, Knees und Toes“ endete.
Schon bald fügten wir links und rechts hinzu: „Right Arm, Left Arm usw.“ So konnten wir das bekannte Lied „The Okey Cokey“ singen und nachspielen, was für viel Gelächter und gute Laune sorgte: „You put your right arm in, your right arm out and shake it all about.“
Wir waren dann ziemlich erschöpft (vor allem ich) und setzten uns in unseren Kreis, um uns zu erzählen, was wir mochten: Elephants, Cats, Horses, Max, Dogs, Horses (schon wieder) usw.
Abgerundet wurden die 90 Minuten mit einem Wettrennen mit überdimensionalen Würfeln. Zwei Teams mit je sechs Kindern mussten die richtige Zahl würfeln, um zum entsprechenden Körperteil zu rennen.
1= head, 2 = body, 3 und 4 = right and left legs, 5 und 6 = right and left arm.
Wir haben ein paar Runden gespielt, sodass am Ende jeder gewonnen hat.
Es hat Spaß gemacht und die Zeit verging wie im Flug. Ich persönlich habe keine neuen Wörter gelernt, aber ich weiß, dass ein oder zwei Kinder nach Hause gegangen sind und ihr neues Wissen an ihren Eltern und Geschwistern ausprobiert haben.
Vielen Dank an alle Kinder.
Elaine und Hope.
18.08.2025 in Allgemein

public domain Anton Kaulbach Faust und Mephisto
Ein dichterisches Leben lang hat sich der deutsche Klassiker Johann Wolfgang von Goethe mit dem Stoff des „Faust“ befasst. Viel Kluges haben seine Interpreten später daraus herausgelesen und Bücher damit gefüllt. Und wie groß ist der Zitatenschatz daraus geworden. Man darf fragen, ob auch die heutige Welt daraus einen Nutzen ziehen könnte.
Beispielsweise aus jener frühen Textstelle im Studierzimmer, wo der große Gelehrte Faust, der sich der Magie ergeben hat, das Zeichen des Makrokosmos betrachtet und verzweifelt feststellt, dass ihm der Schlüssel zur Geisterwelt verwehrt ist. Faust erkennt in diesem Zeichen die Grenzen seines menschlichen Vermögens: „Welch Schauspiel! aber ach! ein Schauspiel nur!“
Genau so kann es dem Publikum aller politischen Ebenen gehen, wenn es die Akteure handeln sieht. Ein Schauspiel wird den gebannten medialen Zuschauern oft geboten, ein Schauspiel nur. Seien es Begegnungen auf internationaler Bühne mit Konsequenzen für den ganzen Erdball, ein Schauspiel nur! Bis herab zur direkten alltäglichen Begegnung beim Bäcker, Metzger, Supermarkt, wo sich zwei Lokalpolitiker zwischen Tür und Angel über die frustrierende Finanzlage ihrer Kommune die Stichworte zurufen. Ein Schauspiel nur?
In Waldenbuch gäbe es alltägliche Themen genug: Chancen der Ansiedlung von Unternehmen Belebung der Geschäftswelt auf dem Graben, Konsens bei der Beruhigung des Verkehrs in der Nürtinger Straße, infrastrukturelle Investitionen der Zukunftssicherung, Erhalt wichtiger Projekte der kulturellen Daseinsfürsorge in Musik, Sport (Schwimmen!) und Bildung.
Bei all den Fortschritten in Bezug auf die Lebensqualität, die in den letzten Jahrzehnten von verdienten Gemeinderäten der auf dem Rathaus vertretenen Parteien und Gruppierungen bewältigt wurden, und die Waldenbucher SPD darf sich in aller Bescheidenheit dazurechnen, auch am Ende dieses Sommers wird die Aktualität der drängenden kommunalpolitischen Probleme dafür sorgen, dass so manches Schauspiel geboten wird, „ein Schauspiel nur!“
Wen die Szenerie auf politischer Bühne wie den theatralischen Faust verzweifeln lassen will, der mag sich damit trösten, dass gutes Schauspiel auch Bewegung bedeutet, ohne die keine Handlung zum Ende gelangt. Wofür auch Goethes „Faust“ ein herausragendes, für unsere komplexe Welt höchst aktuelles Beispiel liefert.
Harald Jordan
11.08.2025 in Allgemein
Wir machen Schluss mit Mietenwucher!
>> Baden-Württemberg ist nach Bayern das Flächenland mit den höchsten Mieten und drei der bundesweit teuersten Städte liegen in Baden-Württemberg. Vor allem Haushalte mit niedrigen Einkommen sind besonders stark von hohen Mietzahlungen belastet. Die Mittel des Landes zur Wohnraumförderung reichen bei weitem nicht aus, um genügend bezahlbaren Wohnraum in Baden-Württemberg zu schaffen. Deshalb wollen wir die Mittel für die Wohnraumförderung aufstocken. Damit Wohnen endlich wieder bezahlbar wird.
Hierfür wollen wir 150 Mio. Euro pro Jahr bereitstellen.

Pflegeplätze bezahlbar machen!
>> In kaum einem anderen Bundesland ist die Eigenbeteiligung an einem Pflegeplatz so teuer wie in Baden-Württemberg. Es sind durchschnittlich 3725 Euro pro Monat. Wir finden: Pflege muss bezahlbar sein. Deshalb wollen wir die Eigenbeteiligung der Pflegeheimbewohnerinnen und Pflegeheimbewohner deutlich senken. Dafür muss sich das Land an den Investitionskosten für Pflegeplätze beteiligen.
Hierfür wollen wir 100 Mio. Euro pro Jahr bereitstellen.
Schulsozialarbeit ausbauen!
>> Ein Viertel aller Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg haben keinen Zugang zur Schulsozialarbeit. Das wollen wir ändern und allen Schülerinnen und Schülern Unterstützung bieten. Das Land muss endlich sein Versprechen einlösen und sich wieder mit einem Drittel an der Förderung der Schulsozialarbeit beteiligen.
Hierfür wollen wir 15 Mio. Euro pro Jahr bereitstellen.
Modernisierung unserer Infrastruktur
>> Viele Brücken und Straßen in unserem Land sind marode und der Sanierungsstau wird von Jahr zu Jahr größer. Da wollen wir ran und unsere Infrastruktur auf Vordermann bringen. So modernisieren wir unser Land.
Hierfür wollen wir 50 Mio. Euro pro Jahr bereitstellen
Bevölkerungsschutz stärken!
>> Die Sicherheitslage hat sich durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine verändert. Gleichzeitig führen Extremwetterereignisse zu neuen Gefahren oder auch mögliche Angriffe auf kritische Infrastrukturen. Für viele Herausforderungen sind die Hilfsorganisationen nur unzureichend ausgestattet und die Bevölkerung nicht gut vorbereitet. Deshalb stärken wir den Bevölkerungsschutz.
Hierfür wollen wir 85 Mio. Euro pro Jahr bereitstellen.
Energieinfrastruktur ausbauen!
>> Beim Ausbau der Erneuerbaren Energien hinkt Baden-Württemberg weit hinterher und auch die Versorgung des Landes mit Wasserstoff ist bisher unzureichend geplant. Für baden-württembergische Unternehmen ist das ein Standortnachteil. Um wieder zurück zu wirtschaftlicher Stärke zu finden, müssen wir unsere Energieinfrastruktur ausbauen und in die Fläche des Landes bringen. Auch das gehört zur Modernisierung unseres Landes dazu.
Hierfür wollen wir 100 Mio. Euro pro Jahr bereitstellen.
Eine Kommunalmilliarde jetzt!
>> Die Kommunen brauchen jetzt Klarheit darüber, wie viel Geld sie aus dem Sondervermögen des Bundes erhalten. Wir wollen, dass die Städte und Gemeinde in unserem Land eine Kommunalmilliarde pro Jahr erhalten, um wichtige Investitionen in die Infrastruktur vor Ort zu tätigen, beispielweise in die Modernisierung unserer Schulen
25.07.2025 in Allgemein
Harald Jordan eröffnete die gut besuchte Versammlung im HdB um 19:00 Uhr. Nach der Begrüßung der Mitglieder bat er alle Anwesenden, sich zu erheben. Gemeinsam gedachten wir Siegfried Schulz, der im Juni verstorben ist. Harald stellte nochmals dar welch herausragende Persönlichkeit Siegfried Schulz für den SPD-Ortsverein und für die Stadt Waldenbuch war. Wir alle vermissen ihn, er hinterlässt eine große Lücke in unseren Reihen. Wir waren uns einig, dass wir die bisher immer von Siegfried vorbereitete Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag weiterhin durchführen wollen. Sie hat bereits Tradition im Waldenbucher Veranstaltungskalender und wird aufgrund des turbulenten Weltgeschehens leider wieder immer wichtiger.
Beim Tagesordnungspunkt „politische Lage in Berlin und insbesondere der SPD“ entstand eine lebhafte Diskussion. Warum interessieren sich die Wähler nicht mehr für Wahlprogramme? Wie erreichen wir die Bürger besser? Was können wir dem Wählertrend zu rechtspopulistischen Parteien hin entgegenhalten? Woher kommt die Unzufriedenheit mit den demokratischen Parteien?
Nach meiner persönlichen Meinung liegt ein zentrales Problem darin, dass die Parteien konsequenterweise ihre politischen Ziele in den Wahlprogrammen formulieren und diese aber aufgrund der Mehrheitsverhältnisse und Kompromisszwänge nicht konsequent umsetzen können. Schnell heißt es dann die Wahlversprechen wurden gebrochen. Aber wie soll eine Partei, die 16% der Wählerstimmen bekam 100% ihres Programms durchsetzen? Von gebrochenen Versprechen könnte man nur reden, wenn eine Partei die absolute Mehrheit im Bundestag hätte, und ohne Koalitionspartner regieren könnte. Davon sind wir jedoch weit entfernt. Die Parteienlandschaft zersplittert sich so weit, dass selbst Zweierkoalitionen schon ein Glücksfall sind. Wenn es sich dabei um zwei Parteien handelt, deren unstrittiger Konsens die Bewahrung der Demokratie und die Achtung des Grundgesetzes ist, die in vielen Themen aber völlig konträre Positionen vertreten, müssen schmerzhafte Kompromisse eingegangen werden. Diese werden auch an der Parteibasis, wie bei uns in Waldenbuch konträr diskutiert.
Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Kassenprüfung. Der Prüfer bescheinigte der Kassiererin eine tadellose Kassenführung und schlug ihre Entlastung vor. Diesem Vorschlag folgte die Versammlung einstimmig.
Durch die Veränderungen im Vorstand war die Neuwahl der Kassiererin und die des Schriftführers nötig. Als Kassiererin wurde Rosa Maris Drodofsky bestätigt, als Schriftführer wurde Georg Göpfert gewählt.
Für 50 Jahre Mitgliedschaft in der SPD erhielten Ursula und Karl Heinz Leiser, Fritz Grauer und Georg Göpfert die Ehrenurkunde. Harald Jordan erwähnte einige bedeutende Ereignisse des Jahres 1975, dem Jahr in dem die geehrten der SPD beitraten.
Um 21.15 Uhr beendete Elaine Rauhöft die Sitzung. So blieb Interessierten noch Zeit für die zweite Halbzeit des Fußball EM Halbfinales der Frauen.
Georg Göpfert
21.07.2025 in Allgemein
Wieder einmal ist es passiert, der Streit zwischen den Anhängern der Zahlen und den Anhängern der Beschaffenheit der Dinge. Mit dem Brustton der Überzeugung trugen beide Seiten ihre Argumente vor. Die einen sagten, mehr Lehrerstellen sind nicht drin, der Etat ächzt schon seit langem, die anderen stellten dagegen, dass der schulische Unterricht mehr gute Impulse bräuchte, um die Herausforderungen der Zeit zu bewältigen.
Dass nun tatsächlich Geld vorhanden war, das ungenutzt und unentdeckt in den Kassen des Landes vor sich hin ruhte und nichts nutzte, ist ein Bildungsskandal der besonderen Art und man wird als Kommunalpolitiker, der mit den Zwängen, siehe die jüngste Diskussion um das Hallenbad, seines knappen Haushalts konfrontiert ist, wünschen, dass keine weiteren verschütteten Lagerungen ans Tageslicht kommen, sondern das vorhandene Geld sämtliche Ressorts auf welcher Ebene auch immer erreicht.
Wer indes sich vor Ort, und damit auch in Waldenbuch, Gedanken um die Schule macht, der wird die Frage stellen, ob der ewige Streit um die Bedeutung politischer Schwerpunkte, der zwischen den quantitativ Eingestellten und den qualitativ Orientierten ausgetragen wird, nicht durch einen sinnvollen vorherbestimmten und vorherbestimmenden dritten Weg, den des verpflichteten Konsens zwischen den Polen von vorneherein befriedet werden könnte. Schließlich geht es vor allem auch hier um Zukunft.
Die Idee eines bildungspolitschen Konsensus ist nicht einmal neu. Sie kursierte schon in jener Zeit, in der die Sozialdemokratie auch durch ihre Bildungsstätten eindrucksvolle Arbeiter- und Volksbildung vermittelte. Wahrscheinlich haben kostenintensive Sachzwänge und die mit ihnen verbundene Sinnsuche und ihr andauernder Konflikt in den politischen Lagern den Ausweg versperrt. Wie könnte vermieden werden, dass in der so bedeutsamen Bildungspolitik eher der nächste unglaubliche Skandal vermeldet wird, denn eine harmonisierende Übereinstimmung aller?
Harald Jordan
14.07.2025 in Allgemein

Foto: colourbox.de
Dass schulpolitische Themen regelmäßig um die Zeit der Sommerferien in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken, liegt in der Natur der Sache. Mit den Zeugnissen und allem, was dazugehört, ist Aufmerksamkeit garantiert.
Dass aktuell nun wieder das Thema Lehrereinstellung in den Fokus rückt und neben den Medien die breite Landespolitik beschäftigt, liegt an der Bedeutung des Themas. Die Rückkehr des neunjährigen Gymnasiums hat Auswirkungen bis in die kleinsten Gemeinden und damit auch wiederum bis nach Waldenbuch. Geht es nach der Kultusministerin, so sollen die nun fertigen Referendare erst einmal nicht gemäß ihrer Ausbildung in den gymnasialen Schuldienst übernommen werden, sondern als strategische Personalreserve in anderen Schularten beginnen, um den späteren großen Lehrerbedarf bei Einführung der Klasse 13 abzusichern.
Die Übernahme junger Lehrkräfte ist ohnehin ein Dauerthema. Um deren Lage zu verdeutlichen, hat die baden-württembergische SPD die politische Initiative ergriffen: Die Landes-SPD schreibt: „Um auf die prekäre Situation vieler Referendarinnen und Referendare aufmerksam zu machen hat die SPD ein digitales Meldeportal eingerichtet. Bereits in den ersten Tagen haben sich dort über 100 Betroffene eingetragen – junge Lehrkräfte, die zum kommenden Schuljahr nicht in den Schuldienst übernommen werden. Die Rückmeldungen, die uns erreichen, sprechen eine klare Sprache: Viele fühlen sich frustriert und von der grün-schwarzen Bildungspolitik im Stich gelassen.“
Wer am Ende seiner Ausbildung nicht bei dem landet, was er über Jahre erstrebt hat, wird mit Fug und Recht Zweifel am Sinn seiner beruflichen Perspektiven haben. Für junge Menschen ist die Haltung der Ministerin ein fatales Signal. Statt ihren Anstrengungen die volle politische Bedeutung zukommen zu lassen, wird ihnen signalisiert, dass sie nicht dort wichtig sind, wofür sie über Jahre mit nicht geringen Kosten den Rücken gekrümmt haben. Andreas Stoch, ist als ehemaliger SPD-Kultusminister und Spitzenkandidat für die Landtagswahl 2026 mit der Materie bestens vertraut: „Gerade jetzt, wo Lehrkräfte an unseren Schulen dringend gebraucht werden, dürfen wir sie nicht hängen lassen. Deshalb sagen wir: Jede Lehrkraft gehört ins Klassenzimmer!“ Dem ist vorbehaltlos zuzustimmen.
Und trotz aller Bemühungen, den Lehrermangel mit verschiedenen Praxismodellen zu bekämpfen, Stichwort: Seiteneinsteiger, sollte man es damit nicht übertreiben. Über die Wichtigkeit von Lehrkräften und damit über ihre Bedeutung – insbesondere bei deren Ausbildung - darf es keinerlei Zweifel geben, insbesondere auf dem weiten Feld der Bildungspolitik, andernfalls könnte diese eines Tages unwichtig erscheinen, also bedeutungslos. Und das können wir uns in diesem Land nicht leisten.
Harald Jordan
30.06.2025 in Allgemein
Dass man mit viel Liebe und viel Geld auch alten Gebäuden neues Leben einhauchen kann, beweisen die Sanierungen der maroden Häuser an der Hinteren Seestraße. Ich gehe oft diese Straße entlang und sehe, wie langsam aber sicher transformative Fortschritte erzielt werden und Häuser, die vom Abriss bedroht waren, zu begehrten modernen Eigenheimen geworden sind. Eines meiner Lieblingshäuser war schon immer das Tagelöhnerhaus. Wäre ich vor ein paar Jahrhunderten in Waldenbuch geboren worden, hätte meine Familie in einem solchen Haus leben müssen. Aber immerhin gab es ein Haus, auf das die weniger begüterte Arbeiter zurückgreifen konnten.
Unter diesem Tagelöhnerhaus verläuft ein kleines Gässle. Als meine Kinder klein waren, fanden sie es lustig, durch den kleinen Tunnel hin und her zu rennen oder vor mir herzulaufen und sich im Tunnel zu verstecken und herauszuspringen, wenn ich sie eingeholt hatte. Es war eine kleine Besonderheit. Bis vor wenigen Jahrzehnten befand sich dort, wo heute die Vordere Seestraße verläuft, eine weitere Häuserreihe: “Im Gässle” oder „Die Banane“, wie sie wegen ihres Knicks scherzhaft genannt wurde. Irgendwann in den 1980er Jahren konnte diese Häuserreihe mit dem zunehmenden Autoverkehr nicht mehr mithalten. Die gesamte Reihe wurde abgerissen und ist heute eine asphaltierte Straße. Das Gässle führte zur Banane.
Ich hatte schon immer eine lebhafte Fantasie und habe mich oft über dieses Gässle gewundert. In meiner Vorstellung war es eine schnelle Form der Kommunikation in den Tagen, als niemand oder kaum jemand ein Telefon hatte. Wenn man in der Hinteren Seestraße wohnte und jemanden in der Marktstraße besuchen oder ihm etwas mitteilen wollte, konnte man Zeit sparen, indem man durch das Gässle huschte, anstatt den ganzen Weg herumzulaufen. Ich nehme an, die Gassen waren eine Art Kommunikationsautobahn oder Breitband-Internet der damaligen Zeit. Ich stelle mir vor, dass das Gässle noch andere Funktionen hatte. Vielleicht gab es Waldenbucher, die in diesem kleinen Tunnel auf dem Weg von der Schule zum Marktplatz ihren ersten Kuss mit einem Klassenkameraden stahlen. Die Gasse war ein guter Ort, um jemanden aufzulauern und ihm sein Taschengeld zu stehlen. Vielleicht trafen sich die Menschen im Schutz der Dunkelheit im Gässle, um in schwierigen politischen Zeiten heimlich Dinge zu besprechen. Vielleicht beobachteten die Menschen vom Schutz dieses Gässles aus feindliche Flugzeuge oder suchten dort einfach Schutz vor einem Regenschauer. So viele Fragen, deren Antworten wir nie finden werden.
Die Hauptfunktion unseres Gässles war offensichtlich Bequemlichkeit und schnellere Kommunikation in einer Welt, in der in Waldenbuch jeder jeden kannte und Meinungsverschiedenheiten und Diskussionen von Angesicht zu Angesicht ausgetragen und gelöst wurden. Die Welt war trotz der Strapazen weniger einsam als heute.
Ich weiß nicht, was mit unserem letzten verbliebenen Gässle geplant ist. Ich nehme an, dass es zugeschüttet wird und Teil der geplanten Renovierungsarbeiten wird, und dass die Leute allmählich vergessen werden, dass es jemals dort war.
Schade, das ist Fortschritt, aber ich bin ein hilfloser Romantiker. Zukünftige Bewohner der Häuser in der Seestraße werden keine Ahnung davon haben, dass unter ihren Füßen oder vor ihrem Fenstern ein Kommen und Gehen von Menschen stattfand, die ihrem Alltag in einer Welt nachgingen, die es längst nicht mehr gibt.
08.06.2025 in Allgemein

Eine klare Stimme ist verstummt
Siegfried Schulz, der Pfarrer und Lehrer, der Heimatforscher und Initiator von Waldenbucher Gedenkstätten ist für viele überraschend in der Nacht auf den 7. Juni verstorben. Er war eine Stimme der örtlichen SPD, die weit über den Ort hinaus gehört wurde. Vielen wird er als Anreger vielfältiger geschichtlicher Initiativen im Gedächtnis bleiben und ebenso als Spiritus Rector der Waldenbucher Geschichtsfreunde, die er auf den Weg gebracht und viele Jahre geleitet hat. Siegfried Schulz hat Spuren hinterlassen, sein Wirken ist im Ort vielfach präsent.
Und bis vor kurzem hat er als Pfarrer, gemeinsam mit seiner Frau Anneliese, den letzten Abschied auf dem Friedhof christlich feierlich gestaltet und begleitet.
Die Waldenbucher Sozialdemokraten durften den kurz nach dem Kriege aus dem Osten zugezogenen „Neubürger“, der im Städtchen am Schönbuchrand rasch eine neue Heimat fand, zu den ihren zählen. Siegfried Schulz meldete sich oft anregend zu Wort, seine Beiträge waren reflektiert und fundiert. Mit fortschreitenden Jahren wurde er zu einem Grandseigneur der Waldenbucher SPD, und gab dem jährlichen Gedenken am Volkstrauertag mit seinen beeindruckenden Vorträgen den wissenschaftlichen Untergrund.
Mit seinen Büchern „Einblicke“ hat er kommunale geschichtliche Aufklärung geleistet. Bei der letzten Mitgliederversammlung vor wenigen Wochen war er noch dabei und wir hofften, dass er trotz körperlicher Eingeschränktheit seinem Publikum im November ein weiteres Mal Nachdenkenswertes bieten könnte.
Wir nehmen Abschied von einer beeindruckenden Persönlichkeit und einem guten Freund. Unser Mitgefühl gehört seiner Familie. Wir werden Siegfried Schulz in ehrender Erinnerung behalten.
Harald Jordan für den Ortsverein
19.05.2025 in Allgemein
Die SPD hat historischen Grund zum Feiern, denn wieder einmal jährt sich ein Ereignis der Parteigeschichte: der 150-jährige Geburtstag der „Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands“, dem Vorläufer der SPD.
Die SAP entstand in der einstigen thüringischen Residenzstadt Gotha nach mehrtägigen Debatten als Vereinigung von „Allgemeinem Deutschen Arbeiterverein“ (ADAV) und „Sozialdemokratischer Arbeiterpartei“ (SDAP) zur „Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands“ (SAP). Vorausgegangen waren die Verhandlungen des Gothaer Kongresses, der vom 22.Mai bis zum 27. Mai1875 tagte.
Zu den führenden Kräften der Arbeiterbewegung gehörten damals August Bebel, Wilhelm Liebknecht, Wilhelm Hasenclever; welche den Zusammenschluss herbeiführten. In der damals schon historischen Gaststätte „Tivoli“ wurde die Vereinigung vollzogen und gleichzeitig das “Gothaer Programm“ verabschiedet. Das „Tivoli“ steht heute noch und ist am 23.Mai der Ort, so der SPD-Vorstand, „um die Bedeutung dieses Gründungsaktes für die Geschichte der Arbeiterbewegung und der Sozialdemokratie in Deutschland zu würdigen“. Saskia Esken und Lars Klingbeil werden auf dem Festakt sprechen.
Das Gothaer Programm ist einer der Meilensteine der Sozialdemokratie. Es fordert eine gerechtere Gesellschaft und stellt die Arbeit als Quelle allen gesellschaftlichen Reichtums dar. Das Programm fordert u.a. die Einführung eines allgemeinen Wahlrechts, Pressefreiheit, kostenlose Schulpflicht, Beseitigung aller sozialem und politischen Ungleichheit. Was heute so selbstverständlich erscheint, war damals für die herrschenden Klassen geradezu revolutionär und Anlass für viele Vorurteile gegenüber den Sozialdemokraten. Deren Mut zog zahlreiche Sanktionen nach sich.
Es gibt also wieder einmal guten Grund, dass sich die älteste Partei Deutschlands an ihre Anfänge erinnert und ihre führenden Köpfe respektvoll dem Vergessen entreißt.
Dabei soll nicht außer Acht gelassen werden, dass das Gothaer Programm nicht den Abschluss aller Programmatik der SPD bedeutet, sondern nur einen Schlüsselmoment auf dem Weg zu einer freieren, demokratischen, selbstbestimmten Gesellschaft. Denn derjenige, der an diesem Programm Fundamentales auszusetzen hatte, war damals in Gotha gar nicht dabei: Von seinem Exil in London aus formulierte Karl Marx seine „Kritik des Gothaer Programms“ auf über einem Dutzend Druckseiten, indem er das Programm schonungsloser Würdigung unterzog und kaum ein gutes Haar daran ließ. Andererseits förderten diese Kritik und ihre Form den Blick der Sozialdemokraten auf die gesellschaftlichen Verhältnisse.
Ins etwas abseitige und in vielem abgeschiedene arme Waldenbuch kam diese Sozialdemokratie, so der Quellenstand, erst etwa 25 Jahre nach Gotha. Dann schon geschulter und durch die zahlreichen Widerstände im Kampf um politische und soziale Gerechtigkeit auch gereifter.

Harald Jordan
08.05.2025 in Allgemein

Foto: BMVg / Eibe
Der SPD-Ortsverein Waldenbuch gratuliert unserem Bundestagsabgeordneten Nils Schmid
zur Ernennung zum parlamentarischen Staatssekretär an der Seite von Verteidigungsminister Boris Pistorius. Wir wünschen ihm viel Erfolg!
„In keinem anderen Ressort zieht die Zeitenwende so gravierende Auswirkungen nach sich wie im Bereich der Verteidigung“, betont Schmid. Die Herausforderungen seien enorm: Von der schnellen und nachhaltigen Ertüchtigung der Bundeswehr, über die gemeinsame europäische Rüstungspolitik bis hin zur Zusammenarbeit bei internationalen Engagements.
Schmid kann hier seine Erfahrungen als außenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion seit 2018 ebenso einbringen wie seine Expertise als ehemaliger Minister für Finanzen und Wirtschaft in Baden-Württemberg.
„Ich habe größten Respekt vor den Männern und Frauen, die bereit sind, im Ernstfall ihr Leben für uns alle und unser Land einzusetzen. Die Soldatinnen und Soldaten haben nicht nur unsere Anerkennung verdient, sondern auch, dass die Politik ihnen den Rücken stärkt und ihre Hausaufgaben macht“, sagt Schmid. „Darin will ich Minister Pistorius künftig tatkräftig unterstützen.“
Georg Göpfert OV Waldenbuch / Wahlkreisbüro Nils Schmid
28.04.2025 in Allgemein

Ein weit verbreitetes Vorurteil behauptet, dass junge Menschen kein Interesse an Politik besäßen. Ein weiteres, dass es sich für viele Menschen der Mühe nicht lohnt, sich in komplexe Zusammenhänge einzuarbeiten.
Es mag der Wissenschaft vorbehalten sein, die Gründe dafür zu erhellen, warum Vorurteile entstehen und such hartnäckig erhalten. Es ist indes eine Erfahrungstatsache, dass junge Menschen durchaus ein Interesse daran haben, zu erfahren, wie demokratische Prozesse funktionieren.
Einen Beleg dafür liefert gerade die SPD-Abstimmung über den Koalitionsvertrag. An diesem Beispiel lässt sich sehen, wie schwierig es sein kann, dass eine auf Kompromisse angelegte politische Haltung Begeisterung auslöst. Deutschland braucht dringend eine neue Regierung, viel zu lange sitzen wir schon in Europa und darüber hinaus auf der Zuschauerbank, denn eine geschäftsführende Regierung kann Zukunft nicht in dem notwendigen Maße gestalten.
Zukunft gestalten ist die schwierigste Aufgabe der Zeit. Und gerade daran sind die Menschen, ob jünger, ob älter, interessiert. Bevor hier wieder breite Wege gebahnt werden können, müssen sich die Koalitionäre abstimmen. Dass sich die SPD dabei für den den mühsameren Weg der Mitbestimmung von über 350 000 Mitgliedern entschieden hat, wird dem großen Publikum zeigen, dass Partizipation für diese Partei nicht ein schickes Etikett, nicht ein leeres Schlagwort, sondern ein Grundanliegen ist. Insbesondere auch dem jüngeren Teil des demokratischen Publikums.
Die Menschen mitnehmen, im Streit mit den politischen Wettbewerbern, sie zu überzeugen durch inhaltliche Vermittlung, ist eine schwierige Aufgabe, der sich die älteste Partei Deutschlands schon viele Jahrzehnte stellt. Zu ihr gehören Angebote der Teilhabe, des Gesprächs, des Aufzeigens von Perspektiven. Hier mitzumachen und mitzureden, bietet den jungen Interessierten erste Schritte in die Komplexität der Gestaltung ihrer künftigen Lebenswelt.
Sie sind bei der SPD Waldenbuch herzlich willkommen.
Harald Jordan
21.04.2025 in Allgemein
Die Partei der Mitbestimmung
Wieder wirkt die große Politik in Berlin über die Länder bis in die Niederungen des Kommunalen. Der Koalitionsvertrag der künftigen politischen Partner ruft Zustimmung und Kritik hervor. Was nicht anders zu erwarten war, denn ein Gemeinschaftswerk von gegensätzlichen politischen Vorstellungen muss der Natur nach für Enttäuschungen, Kritik oder Besserwisserei sorgen, sodass das Ergebnis bei den einen Zustimmung und bei den anderen Ablehnung findet.
Dass der Koalitionsvertrag und einzelne seiner Inhalte nun aber auch vor Ort in vieler Munde ist, liegt nicht allein an seiner medialen Präsenz in der Presse oder in Funk und Fernsehen, dies liegt auch an der Mitgliederbeteiligung der SPD, die die Hunderttausende bekennender Sozialdemokraten des Landes zur Abstimmung aufgerufen hat und die nun landauf, landab darüber diskutieren.
Man mag darin einen verzichtbaren bürokratischen Aufwand sehen, der auch noch Kosten verursacht, man kann darin aber, und darauf sei mit Nachdruck verwiesen, einen Akt direkter Demokratie sehen, der Aufwand und Kosten allemal rechtfertigt.
Wenn alle über 350 000 Parteimitglieder um ihre Meinung gefragt werden, dann kann man das mit gutem Grund als demokratische Mitwirkung sehen. Und dann darf man auch die neuesten Etiketten zufrieden zur Kenntnis nehmen, die der SPD in diesen Tagen angehängt werden: Man liest von der „Mitmachpartei“, von der „Musterdemokratie“, von der „Partei der Mitbestimmung“. Die politischen Wettbewerber sind hier nicht ausgeschlossen, haben sich aber für einen anderen Weg entschieden.
In der langen Geschichte der SPD, der ältesten Partei Deutschlands, gab es schon oft Etikettierungen für diese Partei, die keineswegs so freundlich waren. Die Rede von den „vaterlandslosen Gesellen“ aus der frühen Zeit war eine widerliche Diffamierung, die in interessierten Kreisen trotz aller politischen Leistungen noch heute nachklingt.
Umso mehr ist zu begrüßen, dass alle weiblichen und männlichen Parteimitglieder nun über den Koalitionsvertrag abstimmen können. Dabei geht es auch um die Arbeit, die sich 114 Genossinnen und Genossen bei den Verhandlungen gemacht haben. Und um deren Würdigung, so, wie es in Berlin formuliert wurde: „Das Mitgliedervotum ist mehr als eine Abstimmung – es ist gelebte innerparteiliche Demokratie. Gemeinsam übernehmen wir damit Verantwortung für unser Land.“ Bis in den Kern der Städte und Orte.
Harald Jordan
07.04.2025 in Allgemein
Unser Landtagsabgeordneter Florian Wahl wurde am 3.4. 2025 in Dagersheim in der Nominierungsversammlung der SPD für den Wahlkreis 5 mit einer Zustimmung von 97,5% erneut als Kandidat für die Landtagswahl 2026 nominiert.
Seine vergangenen Jahre als Landtagsabgeordneter waren geprägt von intensiver politischer Arbeit, wichtigen Debatten und entschlossenen Entscheidungen für soziale Gerechtigkeit, eine starke Gesundheitsversorgung und eine zukunftsfähige Wirtschaft. Die erneute Nominierung sieht er als Bestätigung, aber auch als Verpflichtung, seinen Einsatz für unsere Region fortzusetzen und weiterhin eine starke Stimme im Landtag von Baden-Württemberg zu sein.

Bild: SPD BB von links nach rechts: Dorothea Kliche-Behnke MdL, Florian Wahl MdL, Jasmina Hostert MdB
Am Abend zuvor war Florian Gast bei unserer gut besuchten Mitgliederversammlung in Waldenbuch. Sein Thema für den Abend war die Schließung vieler Notfallpraxen in Baden-Württemberg. Dies ist aus seiner Sicht ein schwerwiegender Fehler, insbesondere mit Blick auf unsere immer älter werdende Bevölkerung. Die Kassenärztliche Vereinigung riskiert, dass Patienten künftig häufiger die Notaufnahme der Krankenhäuser aufsuchen oder sogar gleich den Notarzt rufen. Beides führt zu einer unnötigen Belastung der Akutversorgung und widerspricht dem ursprünglichen Sinn der Notfallpraxen, nämlich, eine niedrigschwellige Anlaufstelle für medizinische Hilfe außerhalb der regulären Praxiszeiten zu bieten.
Die Kassenärztliche Vereinigung verweist in diesem Zusammenhang auf den Ausbau der Telemedizin, der zukünftig eine Entlastung bringen soll. Das mag in einigen Fällen stimmen, aber wir dürfen uns nicht der Illusion hingeben, dass digitale Angebote eine persönliche Untersuchung vollständig ersetzen können. Nicht jeder kann oder möchte sich im akuten Krankheitsfall auf ein digitales Gespräch verlassen, schon gar nicht Menschen ohne Zugang zu stabiler Technik oder ausreichender digitaler Kompetenz.
Florian Wahl wird die Entwicklungen nach der Schließung der Notfallpraxen sehr genau beobachten und sich auch weiterhin dafür einsetzen, dass die wohnortnahe medizinische Versorgung gestärkt und dem Bedarf der Menschen vor Ort gerecht wird.
Klaus Meyer
23.03.2025 in Allgemein

Foto: colourbox.de
Worauf viele Bildungsarbeiter warten, scheint nun nach den Beschlüssen zur Lockerung der Schuldenbremse greifbar zu werden: Investitionen in die Bildung in Milliardenhöhe. Prompt melden sich zahlreiche Interessenvertreter, Lobbyisten, Verbände und auch die GEW mit ihren Ansprüchen zu Wort. Frei nach dem Motto: wer zu spät kommt, geht leer aus. Auf den ersten Blick scheint es dabei keinen Widerspruch zu den üblichen Vorgängen zu geben, wenn die Politik Geld verteilen will und kann.
Doch selten sind politische Verteilungskämpfe über die unmittelbar Betroffenen hinaus so spürbar nah wie bei dem Themenkomplex Bildung. Eltern, Kinder, Lehrkräfte, die Bildungsinstitutionen: Schulen von der Grundschule bis zur Berufsschule, Einrichtungen von frühkindlicher Erziehung bis zur Vorschule und jeweils darüber hinaus bilden Wahrnehmungsfelder, in denen verengte oder breite Finanzierungsspielräume konkret werden.
Die Palette der Notwendigkeiten ist bunt. Sie reicht von schulischer Raumplanung, sächlicher Ausstattung, Modernisierung in fast allen pädagogischen Nischen bis zur Neuerung von Konzepten. Wer nun angesichts der vielfältig intonierten Bedürftigkeit sich um Maß und Mitte sorgt, sollte zumindest in seine Betrachtung einbeziehen, dass Deutschland den größten Rohstoff in seinen Menschen besitzt. Dass seine Bodenschätze rar gesät sind. Dass deshalb das größte Kapital in seinen gut ausgebildeten Arbeitskräften steckt.
Vielleicht motiviert diese Besinnung zu einem Spaziergang an der Oskar-Schwenk-Schule vorbei. Zum einen um zu sehen, über welch ein stattliches Bildungshaus die Stadt verfügt, und das sicher dennoch für Gedankenspiele in Richtung weiterer Angebote offen stünde, zum anderen, um sich daran zu erinnern, welche weitsichtigen Menschen in dieser Stadt zuhause waren und nach der Erfahrung eines zerstörerischen Krieges friedvoll Bleibendes hinterlassen haben. Die SPD Waldenbuch wird zu gegebener Zeit dazu einladen.
Harald Jordan
15.03.2025 in Allgemein
Gemeinsam für eine saubere Natur – Erfolgreiche Müllsammelaktion in Waldenbuch
Am vergangenen Samstag war es wieder so weit: Zahlreiche freiwillige Helferinnen und Helfer aus Waldenbuch machten sich bei kaltem, aber trockenem Wetter auf den Weg, um die Natur von achtlos weggeworfenem Müll zu befreien.
Obwohl der SPD-Ortsverein in diesem Jahr krankheitsbedingt nur mit wenigen aktiven Mitgliedern vertreten war, schloss sich eine erfreulich große und internationale Gruppe der Aktion an. Besonders positiv fiel auf, dass – abgesehen von den Bereichen rund um die Parkplätze – erfreulich wenig Unrat in der Natur zu finden war.
Der SPD-Ortsverein bedankt sich herzlich bei allen engagierten Helferinnen und Helfern, die dazu beigetragen haben, den zugeteilten Bezirk gründlich zu säubern. Es war ein tolles Erlebnis, mit so vielen unterschiedlichen Menschen, darunter auch Zugezogene aus fernen Ländern, gemeinsam für eine gute Sache einzutreten.
Zum Abschluss konnten sich alle Teilnehmenden im Bonholz bei Grillwurst und Getränken stärken. Ein besonderer Dank gilt den Mitarbeitenden des Bauhofs und der Stadtverwaltung für die freundliche Bewirtung.
Georg Göpfert
03.03.2025 in Allgemein
Wenn die Nachrichtensendungen laufen, und die Geschehnisse der Weltpolitik in die Wohnzimmer schwappen, wird deutlich , wie nah sie bei aller realen Ferne kommen. Daher berühren sie auch in kleinen Städten wie Waldenbuch die alltäglichen Gespräche im Ort. Und ebenso verhält es sich mit den Ereignissen in Berlin, die seit der Bundestagswahl die politischen Diskussionen bestimmen.
Viel ist in Bewegung. Die Sondierungen laufen, das Bemühen um eine neue Regierung nimmt Fahrt auf. Der Wahlgewinner weiß, worauf er sich verlassen kann. Und Olaf Scholz informiert den wahrscheinlich nächsten Kanzler partnerschaftlich über die Entwicklungen.
Entwicklungen, die bis vor kurzem nicht für möglich gehalten wurden, die aber nun durch das Gebaren des amerikanischen Präsidenten in Europa teilweise mit Entsetzen zur Kenntnis genommen werden.

Olaf Scholz weiß, worauf es nun ankommt. Die SPD ist immer bereit, in den schwierigsten Lagen Verantwortung zu übernehmen und wegweisende Politik zu ermöglichen. Trotz und gerade auch angesichts des ernüchternden Ausgangs der Bundestagswahl. Die älteste deutsche Partei hat eine lange Tradition verlässlicher Entscheidungen in schwierigen Lagen.
Das war so am Ende des Kaiserreichs oder in den Phasen der Weimarer Republik oder bei deren Niedergang. Und vor allem auch nach 1945, als die SPD sich auf den Weg zum Godesberger Programm machte und schließlich die Notwendigkeit von Willy Brandts Ostpolitik durchsetzte.
Der Umgang mit der Ukraine, der prognostizierte und befürchtete Rückzug der Vereinigten Staaten, der mögliche Verlust von deren atomaren Schild, dies sind mögliche Grenzszenarien für die Europäer, die, wie sie es jüngst gesagt wurde, nun „erwachsen“ werden müssen. Polen und die baltischen Staaten fühlen sich als direkt bedroht und arbeiten mit Kraft an möglicher Verstärkung.
In dieser Situation bedarf es besonnenen Handelns, Steuerung mit Augenmaß und eine Politik zur Aufrechterhaltung bestehender Partnerschaften und Kanälen. Und konzertierter Abstimmung mit den europäischen Verbündeten und auch Gemeinsamkeit in der deutschen Politik. Jetzt ist Partnerschaft gefragt, im Inneren und nach außen. Um Sicherheit zu erreichen. Man darf mit Fug und Recht erwarten, dass die SPD im Fluss der Dinge entsprechend ihrer historisch begründeten Staatsbürgerlichkeit handelt.
Der Ausgang der Hamburger Wahlen bringt dazu neue Aussichten für die bewährte und kompetente SPD-Politik.
Harald Jordan
24.02.2025 in Allgemein
Das historisch schlechte Abschneiden der SPD bei der Bundestagswahl darf nun den Bick in die Zukunft nicht verstellen. Zunächst wollen wir aber den Waldenbucher Bürgerinnen und Bürgern danken, die aller Missstimmung zum Trotz der SPD ihre Stimme gegeben haben. Und es gehört sich zum Umgang demokratischer Parteien, dass der Unterlegene dem Sieger gratuliert, dass die SPD die CDU auch in Waldenbuch beglückwünscht!
Gleichzeitig wünschen wir uns allen, dass der Politik es in den kommenden Jahren vergönnt sein möge, frei von nicht voraussehbaren äußeren Geschehnissen das Vertrauen der Menschen in die Politik in unserem Lande zurückzugewinnen und die Demokratie gestärkt aus dieser Vertrauenskrise hervorgeht. Es wird darauf ankommen, mit guter Politik den Populisten den Boden zu entziehen.
Gefragt sind klare Konzepte und ein klarer politischer Wille, um die Demokratie zu stärken.
Deshalb wird es vor allem auch notwendig sein, die zukunftsweisenden Botschaften klar zu kommunizieren. Damit sie bei den Wählern jeglichen Alters als Angebote mit perspektivischen Lösungen für unser Land auch ankommen. Dafür wünschen wir uns auch im Lokalen die solidarische Mitwirkung aller Bürgerinnen und Bürger.
Harald Jordan
14.02.2025 in Allgemein
Nachdem Gustav Eiffel seinen berühmten Turm in Paris gebaut hatte, dauerte es nicht lange, bis die britischen Ingenieure im viktorianischen Großbritannien die Herausforderung annahmen und begannen, ihre eigenen Versionen davon zu bauen. Schließlich beherrschte England die bekannte Welt, und es konnte auf keinen Fall zulassen, dass sein traditioneller Feind, die Franzosen, es im Bereich der hohen Türme schlug.
So wurde 1894 der Blackpool Tower mit Blick auf die Irische See an der nordenglischen Küste gebaut. Mit einer Höhe von 158 Metern ist er kaum zu übersehen. Oder doch?
Als ich studierte, arbeitete ich in einem Kaufhaus neben dem Blackpool Tower. Regelmäßig kamen Urlauber zu unserem Stand und fragten, wo der Turm sei. Es schien uns eine unglaubliche Frage zu sein, aber wir lächelten freundlich und verwiesen sie nach nebenan und sagten ihnen, sie sollten lieber nach oben schauen als auf die Straße.
Was hat das mit Waldenbuch zu tun, höre ich Sie fragen.
Oft, wenn mich meine Hunde durch Waldenbuch ziehen, werde ich von einem offensichtlich stadtfremden Menschen angesprochen, der mich fragt, wo die Kirche von St. Veit ist. Wenn ich auf der Gänsewiese unterwegs bin, wo die Bushaltestelle wenig hilfreich „Altstadt“ heißt, fragen sie mich, wie man eigentlich in die Altstadt kommt. Kürzliche Nachforschungen haben mir gezeigt, dass es, nachdem ein potenzieller Tourist oder Besucher an der Bushaltestelle mit dem Namen „Altstadt“ ausgestiegen ist, keinerlei Schilder gibt, die ihn tatsächlich in dieses sagenumwobene Land „Altstadt“ führen. Von der Gänsewiese aus ist die Kirche von St. Veit (Kirchen sind traditionell das Herz einer mittelalterlichen Stadt) nicht zu sehen und es ist bekannt, dass die Leute in der Sommerhitze im Kreis laufen, bis sie die Marktstraße finden, die ins Herz unserer mittelalterlichen Stadt führt.
Da es immer noch Leute gibt, die keinen Zugang zu Google Maps haben, möchte ich vorschlagen, dass der Weg in die eigentliche Altstadt, von der Bushaltestelle Gänsewiese (Altstadt) und der Bushaltestelle Schloss ausgeschildert werden sollte. Ein Ortsfremder weiß nicht, dass er über die Brücke auf der Gänsewiese gehen und dann den östlichen Teil der Marktstraße hochlaufen muss, um zur Kirche und zum Schloss zu gelangen. Oder sie müssen von der Bushaltestelle Post (Schloss) aus, den Studentenweg und „ Auf dem Graben“ hinuntergehen, um ihr Herzensanliegen zu erreichen.
Die Kirche St. Veit - nicht überall hat man so einen guten Überblick Bild: Georg Göpfert
Waldenbuch ist eine schöne Stadt und wenn man mit dem Auto oder dem Bus durchfährt, winkt einem der Schlossberg einladend und verlockend zu. Anders verhält es sich, wenn man mit dem Bus ankommt, dann ändert sich die Perspektive auf Straßenebene. Es ist nicht offensichtlich, wie man in die Altstadt kommt, und für ältere Besucher und Familien mit Kindern kann das ziemlich frustrierend sein.
Ich bin gerade um den Altstadtring gelaufen. Es gibt viele Stellen, an denen ein Schild den Weg in das Herz der Altstadt weisen könnte. An den Brücken, an den Ecken, am Ende der Marktstraße, wo sie in die Seestraße mündet, an den kleinen Gassen, die vom Neuen Weg abgehen. Im Winter ist es einfacher, den Kirchturm und das Schloss zu sehen, aber im Sommer, wenn alle Bäume Laub tragen, kann man die bedeutenden Gebäude nicht sofort erkennen.
Die Menschen kommen gerne nach Waldenbuch, um in die Kirche zu gehen, um Konzerte zu besuchen, um ins Museum zu gehen, um an einer Stadtführung teilzunehmen und wir laden sie mit unserer Präsenz auf Messen wie der CMT ein. Machen wir es ihnen nicht schwer, wenn sie hierher kommen, sonst kaufen sie einfach einen der leckeren Döner, die es in Waldenbuch zu den meisten Tageszeiten gibt, steigen wieder in den Bus und fahren nach Hause, ohne das Geheimnis der verschwundenen Altstadt gelöst zu haben.
Elaine Rauhöft für den SPD-Ortsverein
26.01.2025 in Allgemein
Der grausame Mord in Aschaffenburg hat uns alle tief erschüttert.
Wir trauern um die Opfer und sind in Gedanken bei den Angehörigen. Solche Taten machen uns fassungslos und wütend – und sie verpflichten uns, alles zu überprüfen und zu hinterfragen, was diesen abscheulichen Mord hätte verhindern können.
Diese Fragen richten sich vor allem an die zuständigen Behörden in Bayern, denn der Täter hätte längst nicht mehr in Deutschland und auf freiem Fuß sein dürfen. Hier gab es offensichtlich ein erhebliches Vollzugsdefizit. Aufklärung und Konsequenzen sind entscheidend.
Der Kanzlerkandidat der CDU, Friedrich Merz, hat sich nun jedoch entschieden, diese Tragödie parteipolitisch für seinen Wahlkampf zu nutzen. Er scheint dabei völlig die Nerven zu verlieren.
Merz kündigte an, schon nächste Woche im Bundestag eine Mehrheit mithilfe der rechtsextremen AfD und gegen die demokratische Mitte zu nutzen, wenn seine neuen Vorschläge nicht eins zu eins umgesetzt würden.
Demokratinnen und Demokraten eint seit Gründung der Bundesrepublik vor 75 Jahren der Konsens: Keine Zusammenarbeit mit Rechtsextremen.
Diesen Konsens will Merz nun über Bord werfen.
Die AfD mit Alice Weidel und Björn Höcke jubelt bereits über den Fall der Brandmauer.
Das können wir nicht hinnehmen, dem müssen wir als Demokrat*innen gemeinsam entgegentreten
Ein Bundeskanzler schwört in seinem Amtseid, die Verfassung unseres Landes zu schützen. Dazu darf man nicht mit denen zusammenarbeiten, die unsere Verfassung angreifen. Anständige Konservative machen das nicht. Konservative wie Angela Merkel wussten das.
Wenn Merz schon vor der Wahl bereit ist, mit der AfD Mehrheiten zu bilden, wie soll man ihm nach der Wahl vertrauen, dass er nicht mit der AfD zusammenarbeitet?
Matthias Miersch,SPD-Generalsekretär
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31.12.2024 in Allgemein
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13.12.2024 in Allgemein
Foto: Walter Keck
Fast vollzählig haben wir uns zur letzten Vorstandssitzung in diesem Jahr, im AWO-Häusle versammelt. Die aktuelle, politische Lage, insbesondere die Vertrauensfrage und anstehende Veranstaltungen sorgten für viel Gesprächsstoff. Dieser Austausch wurde bei „Lucky am Markt“ weitergeführt. Harald Jordan bedankte sich bei allen Vorstandsmitgliedern für ihre engagierte Mitarbeit. Das Jahr geht nun langsam zu Ende, doch die anstehenden Herausforderungen und Ereignisse, lassen uns kaum zur Ruhe kommen. Mit guten Wünschen für das Fest gingen wir auseinander.
Für dieses Jahr verabschieden wir uns bei Ihnen, den Bürgerinnen und Bürgern Waldenbuchs, mit den besten Wünschen für die Festtage und das neue Jahr. Mit neuem Schwung werden wir ins neue Jahr 2025 starten.
Helga Göpfert für den SPD-Ortsverein
28.11.2024 in Allgemein

hieß es beim dritten Schritt zum Hörspiel unserer Geschichte aus der Ideenwerkstatt.
Hoch konzentriert, mit eine wenig Lampenfieber, starteten wir unter Anleitung unserer Hörspielfachfrau, von „Wohnzimmerklang“ die Aufnahmen.
Es musste absolut ruhig sein. Nur die Stimmen der Sprecherinnen und Sprecher durfte das Mikrofon aufzeichnen.
Mit viel aufmunternden Worten und Lob, hieß es nach zwei Stunden:
„Erste Aufnahme abgeschlossen“.Zufrieden ließen wir uns noch einen Snack schmecken.
Mit einem weiteren Termin wollen wir die Aufnahmen zum Abschluss bringen.
Vielen Dank allen Mitwirkenden!
Sobald das Hörspiel mit dem Titel „Keine Weihnachtsgänse!“ online ist, werden wir bekanntgeben, wo Sie es finden können.
Helga Göpfert
18.11.2024 in Allgemein
Warum Krieg? Dieser Frage ging Siegfried Schulz in seinem Vortrag anlässlich des Volkstrauertags nach. Wie zu erwarten war, gibt es keine einfache Antwort.
Siegfried Schulz stieg in dieses schwierige Thema mit Zitaten aus einem Briefwechsel zwischen Albert Einstein und Siegmund Freud ein. Anschließend befasste er sich unter anderem auch selbstkritisch mit der Haltung der Kirche und der SPD in der Geschichte, zu diesem Thema.
Eine zentrale Frage ist auch, wie definiert man Frieden?
Die einfachste Antwort: Frieden ist die Abwesenheit von Krieg.
Diese einfache Definition umzusetzen, wäre meist schon ein Erfolg.
Erasmus von Rotterdam sagte „Im Zweifelsfall ist ein ungerechter Friede dem gerechtesten Krieg vorzuziehen“.
Dies sind nur ein paar kurze Auszüge aus dem, wieder sehr interessanten und zum Nachdenken anregenden, Vortrag.
Die sehr gut besuchte Veranstaltung wurde durch musikalische und poetische Beiträge von Ulrich Doster, Helga Göpfert und Elaine Rauhöft abgerundet.
In seinem Schlusswort bedankte sich Harald Jordan, bei Siegfried und Anneliese Schulz für ihr langjähriges Engagement bei den Gedenkveranstaltungen des SPD-Ortsvereins.
Georg Göpfert
Fotos: Georg Göpfert
07.11.2024 in Allgemein
Bundeskanzler Olaf Scholz hat eine Richtungsentscheidung für unser Land getroffen.
Der Bundeskanzler hat den Bundespräsidenten um die Entlassung von Finanzminister Lindner gebeten. Der Streit in der Bundesregierung hat damit ein Ende.
Der Bundeskanzler hat nach intensiven Verhandlungen einen Vorschlag vorgelegt, der die richtigen Antworten auf die drängenden Herausforderungen bereithält: neue Impulse für die Wirtschaft und sichere Arbeitsplätze, mehr Geld für unsere Sicherheit und die Unterstützung der Ukraine, die Senkung der Energiepreise und zusätzliche Investitionen in unser Land. Dieser Weg ist richtig. Er hätte leicht umgesetzt werden können, wenn alle Partner bereit gewesen wären, im Sinne des Landes zu entscheiden.
Wir haben verhandelt und Kompromisse angeboten. Wir haben ausgehalten, dass die FDP bestehende Absprachen aufgekündigt hat und neu verhandeln wollte. Wir haben immer im Interesse des Landes an Lösungen gearbeitet. Bis zuletzt. Die FDP hatte dafür ganz offensichtlich keine Kraft mehr. Christian Lindner hat sich am Tag als Donald Trump zum US-Präsidenten gewählt wurde, für Parteitaktik und Ideologie entschieden, statt die richtigen Entscheidungen für unser Land zu treffen.
Deutschland braucht Klarheit und Stabilität: Deshalb streben wir einen geordneten Übergang zu vorgezogenen Neuwahlen im Frühjahr 2025 an. Bis dahin werden wir die Bundesregierung gemeinsam mit den Grünen weiter führen. Die Bundesregierung ist handlungsfähig und wird Entscheidungen, die keinen Aufschub dulden im Bundestag zur Abstimmung stellen.
Wir erwarten, dass sich in der demokratischen Mitte des Landes verantwortungsvolle Mehrheiten finden, um Entscheidungen zum Wohle unseres Landes zu treffen. Auch die CDU trägt jetzt Verantwortung für Deutschland und darf sich nicht verstecken.
Es kommt jetzt wie so oft in der Geschichte der SPD auf uns an.
SPD-Parteivorstand
01.11.2024 in Allgemein

„Aller guten Dinge sind drei“. Ganz nach diesem Motto hat sich unbemerkt die Zahl 3 in unsere Aktion eingeschlichen: Es kamen drei hoch motivierte TeilnehmerInnen in unsere Ideenwerkstatt ins AWO- Häusle. Hier entstand die dritte Geschichte mit der Gänseliesel und es braucht (mindestens) einen dritten Schritt zur Fertigstellung der Geschichte als Hörspiel.

Erfreulicherweise hat sich eine „Hörspielspezialistin“ zu uns gesellt, sodass jetzt drei Helferinnen, in diesem Abenteuer zur Stelle sind. Bis jetzt hat es allen sichtlich viel Spaß gemacht, diese spannende Geschichte zu erfinden. Nun sind wir neugierig auf den dritten Schritt, wie diese Geschichte als Hörspiel umgesetzt werden kann. Sobald sie fertig ist, werden wir das Hörspiel auf unserer SPD-Homepage bereitstellen. Vielen Dank an Daria, Elena und Noah für ihre tolle Arbeit.

Fotos Helga Göpfert
Vielen Dank an Karin Heißwolf, für die Bereitstellung des AWO-Häusles.
Helga Göpfert für den SPD-Ortsverein
Willkommen zu einem ganz besonderen Hörspiel!
In diesem Video hört ihr die spannende Geschichte von „Der Gänseliesel“, die von einer Gruppe kreativer Kinder in unserer Ideenwerkstatt erschaffen wurde. Gemeinsam haben sie eine Welt voller Fantasie, Abenteuer und Überraschungen erschaffen – und du kannst sie jetzt erleben! In dieser Geschichte geht es um die mutige Gänseliesel, die auf ein großes Abenteuer geht. Was sie erlebt und wie sie sich den Herausforderungen stellt, erfährst du in unserem Hörspiel.
Ein Vortrag von Siegfried Schulz
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Politische Arbeit an der Basis
lebt in erster Linie vom ehrenamtlichen Engagement der handelnden Personen.
Das reicht aber leider nicht aus.
Für viele Aktivitäten fallen auch Kosten an, wie zum Beispiel Raummieten, Flyer drucken, Bewirtungsauslagen, Infomaterial, und vieles mehr.
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