25.02.2024 in Kreistagsfraktion

Kreistagswahl 2024 SPD-Liste Wahlkreis 8 - Schönaich, Steinenbronn und Waldenbuch

 

vorne v. li n.re: Heidrun Rohse, Anna Walther, Ferdinando Puccinelli                                                     Bild: Bemjamin Knobloch
hinten v. li n. re: Sabine Greitzke, Helga Göpfert, Norbert Weinmann, Merle Heesen   
         

 

Am 22. Februar fand die Nominierungskonferenz zur Aufstellung der Kreistagsliste der SPD im Wahlkreis 8 (Schönaich mit Steinenbronn und Waldenbuch) zur Kreistagswahl 2024 statt.

Das Kreistagswahlprogramm steht unter dem Motto „Den Wandel mit Zuversicht gestalten“. Diese Überschrift soll verdeutlichen, dass wir mit mehr Zuversicht, Resilienz und Mut an die aktuellen Herausforderungen im Kreis Böblingen herangehen müssen. Die weltpolitische Lage, die zu weiteren Fluchtursachen beiträgt, der Klimawandel und das Erstarken des Rechtsextremismus sind einige der Themen, die auch an unserem wirtschaftsstarken Kreis Böblingen nicht unbemerkt vorübergehen. Wir brauchen daher mehr denn je einen starken Kreistag, der sich der Problemlösungen zuversichtlich annimmt und für eine stabile und sichere Zukunft im Kreis sorgt.

Die SPD-Liste des Wahlkreises 8 ist eine starke Liste mit Persönlichkeiten aus unterschiedlichsten Berufsfeldern. Die Kandidierenden spiegeln die Vielfalt der Gesellschaft im Kreis Böblingen wider. Diese Vielfalt ist unabdingbar für einen starken Kreistag, damit möglichst viele Meinungen und Erfahrungen bei der Entscheidungsfindung berücksichtigt werden können.

Die Liste wird von der Schönaicher Bürgermeisterin Anna Walther angeführt, gefolgt von der Erzieherin i.R. Helga Göpfert (Waldenbuch), dem Diplomingenieur in Drucktechnik i.R. Norbert Weinmann (Schönaich), der Regierungsoberinspektoranwärterin Merle Heesen (Steinenbronn), der selbständigen Gartengestalterin Heidrun Rohse (Waldenbuch), der Krankenschwester Sabine Greitzke und dem Beamten im gehobenen Feuerwehrtechnischen Dienst Ferdinando Puccinelli.

Neben der zuverlässigen Krankenhausversorgung, einer klugen Verkehrspolitik und der Förderung bezahlbaren Wohnraums, liegt den SPD-Kandidierenden das Thema der zügigen Realisierung eines Frauen- und Kinderschutzhauses im Kreis Böblingen besonders am Herzen. Bereits seit 2011 existiert eine solche Einrichtung im Kreis nicht mehr. „Wir müssen der Gewalt gegen Frauen entschieden und wirkungsvoll entgegentreten. Ein Frauen- und Kinderschutzhaus ist ein unverzichtbarer Baustein auf dem Weg zur Stärkung der Opfer von häuslicher Gewalt. Das Projekt muss daher mit einer sehr hohen Priorität angegangen werden“, so Anna Walther, die auf Platz 1 der Kreistagsliste steht.

Die SPD-Liste des Wahlkreises 8 (Schönaich mit Steinenbronn und Waldenbuch) für die Kreistagswahl:

1.            Walther, Anna – Bürgermeisterin (für Schönaich)

2.            Göpfert, Helga – Erzieherin i. R. (Waldenbuch)

3.            Weinmann, Norbert – Dipl. Ing. Drucktechnik i. R. (Schönaich)

4.            Heesen, Merle – Regierungsoberinspektoranwärterin (Steinenbronn)

5.            Rohse, Heidrun – Selbständige Gartengestalterin (Waldenbuch)

6.            Greitzke, Sabine – Krankenschwester (Schönaich)

7.            Puccinelli, Ferdinando – Beamter im gehobenen Feuerwehrtechnischen Dienst, Feuerwehrkommandant (Waldenbuch)

Pressemitteilung Anna Walther

Helga Göpfert, Ferdinando Puccinelli, Heidrun Rohse (v.li nach re)                                                                           Bild: Benjamin Knobloch

 

28.01.2024 in Allgemein

Nie wieder ist jetzt!

 

(Bild Georg Göpfert)

Nie Wieder ist jetzt!
So lautete das Motto der Kundgebung gegen „Rechts“ zu der die Initiative „buntes Böblingen“ am Samstag, den 27.1.2024 aufgerufen hatte. Diesem Aufruf folgte erfreulicherweise eine große Anzahl von Bürgern.
Es war ein deutliches Zeichen, dass Menschen aus der Mitte der Gesellschaft, aller politischen Lager, unabhängig von Herkunft, Weltanschauung oder Religion bereit sind, sich für unsere Demokratie und unser Grundgesetz einzusetzen. Die Abgeordneten des Bundestags und Landtags aller demokratischen Parteien aus dem Kreis Böblingen waren mit Redebeiträgen vertreten, ebenso Oberbürgermeister Stefan Belz und Landrat Roland Bernhard.
Alle Redner machten deutlich, dass Rassismus, Hass und Ausgrenzung keinen Platz in unserer Gesellschaft haben und wie wichtig es ist, dass Demokraten jetzt Flagge zeigen. Es war schön zu sehen, dass sich eine große Allianz aus allen demokratischen Parteien zur Verteidigung unserer Demokratie gebildet hat. Die Redner betonten, dass sie naturgemäß bei den meisten Themen nicht einer Meinung sind und sich oft verbal hart bekämpfen. Aber mit demokratischen Mitteln! Wenn es aber um die Verteidigung unserer bunten und freien Gesellschaft geht, stehen alle zusammen.
Das sollte in dieser Zeit ein Vorbild für uns alle sein. Es ist wichtig, dass die „schweigende Mehrheit“ die Stimme erhebt und zur lauten Mehrheit wird! Kämpfen wir gemeinsam für die Demokratie und jede Partei getrennt um den richtigen Weg zur Lösung der anstehenden Aufgaben.
Jede und Jeder sollte laut und deutlich widersprechen, wenn irgendwo rechtsradikale Parolen gedroschen werden. Am Arbeitsplatz, am Stammtisch, im Verein oder sonst irgendwo. Und ganz wichtig, wenn Sie die Demokratie stärken wollen: Gehen Sie wählen! Denn die Radikalen gehen wählen. In diesem Jahr stehen mit der Bürgermeisterwahl, der Kommunalwahl und den Europawahlen eine ganze Reihe von Wahlen an.
Eines ist klar, für komplizierte Probleme gibt es keine einfachen Lösungen. Diejenigen, die vorgeben die einfache Lösung zu haben, lügen oder haben selbst die Komplexität der Aufgabe nicht verstanden.
Was haben die Sprücheklopfer in den Parlamenten bisher Nutzbringendes erreicht? Nichts!

Georg Göpfert 

 

20.11.2023 in Allgemein

Sprudelnde Kreativität und leuchtende Kinderaugen

 

Am Samstag, 11.11.2023, war nicht nur Sankt Martin, sondern auch der zweite Teil unserer Gänseliesel-Reihe: der Schreibworkshop für Kinder. Mangels Anmeldungen hatte der Workshop am Donnerstag nicht stattfinden können. Dafür war die Anmeldezahl für Samstag erfreulich schnell erreicht und sogar überschritten worden.

Nun fanden sich sieben Mädchen und ein Junge in der Stadtbücherei auf dem Kalkofen ein, um ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen und der Gänselieselstatue ihre eigene Geschichte zu schreiben. Die Theaterpädagogin Sandra Fleige begrüßte die Kinder und begann zum Auflockern erst einmal mit einigen Spielen. Bei Übungen wie „Was machst du denn da?“, bei denen alle ihre tatsächlichen Bewegungen kreativ zu anderen Handlungen ummünzen durften, fiel schnell alle Schüchternheit ab. Die Kinder erzählten sich in Zweiergruppen voneinander und stellten einander dann der Gruppe vor; der Rest der Gruppe musste dann herausfinden, was die dabei untergebrachte Lüge sein könnte. Anschließend wurde probeweise erst einmal gemeinsam eine kurze Geschichte zu Rittern erdacht, bevor es dann ans eigentliche Thema ging – die Gänseliesel. Wer ist sie? Was macht sie da? Wie geht es ihr? Begeistert trugen die Kinder ihre Ideen bei. Das auf dem Boden liegende Plakat war schnell mit Kärtchen gefüllt, auf denen die Ideen notiert wurden. Sandra Fleige führte die Teilnehmerinnen geschickt an der Handlung entlang. Zwischendurch gab es Stärkung in Form von leckeren selbst gebackenen Gänsen und Früchtetee. Nach zwei Stunden dann einigte man sich gemeinsam auf das Ende der Geschichte. Ob es ein Happy End ist? Das wird man in der fertigen Geschichte lesen können. Die Ideen der Kinder wurden bereits ausformuliert und sollen nun als richtige Bücher gedruckt werden.

Doch zunächst wird in den Osterferien 2024 noch der ausgefallene Workshop nachgeholt. Details hierzu folgen bald über die Kommunikationswege des SPD Ortsvereins – ebenso wie zum Gänselieselfest am 4. Mai 2024, bei dem das fertige Buch feierlich präsentiert werden soll. Ihr dürft gespannt sein! Unser Dank geht an Sandra Fleige für die tolle Betreuung der Kinder und an das Team der Stadtbücherei Waldenbuch für die Überlassung der gemütlichen Räumlichkeiten.
SPD Ortsverein, Susanne Cianci

Fotos Helga Göpfert

 

30.10.2023 in Allgemein

Ausflug 2023 SPD Ortsvereine Waldenbuch und Dettenhausen

 

SPD-Ausflug zum „Hotel Silber“

Unser Jahresausflug führte uns vergangenen Samstag zusammen mit den Dettenhäuser Genossen zum „Hotel Silber“, dem ehemaligen GESTAPO Hauptquartier, das heute als Erinnerungs- und Gedenkstätte dient. Dem Besucher werden hier durch eine Reihe ausgestellter Dokumente, Texte, Verordnungen, Urteile und Berichte von Opfern die Vorgehensweise und Verbrechen der GESTAPO vor Augen geführt. Schon vor der Machtübernahme verfolgte offenbar die Polizei linksgerichtete Gruppen. Nach der Machtübernahme durch die NSDAP organisierte die GESTAPO dann mehr und mehr erst die Verfolgung und dann die Vernichtung von Juden, Andersdenkenden, Homosexuellen, Behinderten, Sinti und Roma. Nicht so bekannt dabei mag sein, dass auch Zwangsarbeiter von ihr verfolgt und hingerichtet wurden, wenn sie z.B. bei Bauern arbeiten mussten und dabei eine Art Familienanschluss hatten. Dies war verboten und galt als Rassenschande. Beteiligten Frauen wurden die Haare geschoren und an den Pranger gestellt, bevor sie verhaftet wurden.

Foto Walter Keck


Nach dieser eher schwer zu verdauenden Kost ging es dann aber doch zum heiteren Teil unseres Ausflugs, dem Essen in Carl´s Brauhaus und anschließender privaten Freizeitgestaltung über.

Foto Walter Keck

Wir bedanken uns bei Ulrich Doster für das Organisieren nicht nur dieses Ausflugs, sondern auch der neun anderen in den vergangenen Jahren. Er möchte gerne von dieser Aufgabe entbunden werden. Mal sehen, ob sich jemand bereitfindet…

Heidrun Rohse

 

19.10.2023 in Allgemein

Schreibworkshop für Kinder - zweiter Teil

 

Neuntklässler schwächeln in Deutsch

Neuntklässler schwächeln in Deutsch! Diese Überschrift ging vorletzte Woche durch die deutsche Medienlandschaft. Basierend auf den vorgestellten Ergebnissen des IQB-Bildungstrends, der am 13. Oktober zum Abschluss der Kultusministerkonferenz (KMK) in Berlin vorgelegt wurde. Aus diesem geht hervor, dass etwa jeder Dritte im vergangenen Jahr bei deutschlandweiten Tests an Mindeststandards für den mittleren Schulabschluss (MSA) im Bereich Lese- und Hörverständnis scheiterte, mehr als jeder Fünfte verfehlte diese im Bereich Rechtschreibung. Zwar wird in der Studie einschränkend darauf hingewiesen, dass die getesteten Neuntklässler noch ein Jahr Zeit haben, um die MSA-Standards zu erreichen, denn der mittlere Schulabschluss wird in der Regel am Ende der zehnten Klasse erworben. Dennoch zeigt der Vergleich zur Vorgängeruntersuchung im Jahr 2015, dass der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit entsprechend großen Problemen im Bereich Lesen und Rechtschreibung steigt – und zwar jeweils um rund 9 Prozentpunkte, im Bereich Zuhören/Hörverständnis sogar um 16 Prozentpunkte. Schüler aus Haushalten, in denen es viele Bücher gibt, erreichen höhere Ergebnisse. Hier zeigt sich also auch wissenschaftlich, was vermutlich niemanden wirklich überrascht: Lesen bildet und Übung macht den Meister.

Was muss also passieren?
Die Freude am Lesen und Schreiben, an Geschichten allgemein, muss bei den Kindern erweckt werden.
Wir als Ortsverein haben uns daher überlegt, dies anhand des uns ebenfalls am Herzen liegenden Themas der „Gänseliesel“ tatkräftig zu unterstützen. Und zwar mit zwei Workshopterminen in der Stadtbücherei am Kalkofen, bei denen jeweils bis zu acht Kinder im Grundschulalter unter Anleitung von Theaterpädagogin Sandra Fleige die Geschichte dieser stadtbekannten Statue neu erfinden und als Geschichte niederschreiben.
Das daraus entstehende Buch soll dann im Mai 2024 feierlich präsentiert werden.

Die Workshops finden statt am Donnerstag, 9.11. von 18-20 Uhr und am Samstag, 11.11. von 10-12 Uhr. Anmeldung bitte vorab an susanne.cianci@gmail.com

Wir freuen uns auf zahlreiche Autorinnen und Autoren!

 

19.10.2023 in Allgemein

Ein Bürgerpreis für den Bürgerbus

 

Foto R. Drodofsky

Am vergangenen Freitag wurde der Bürgerpreis 2023 für besonderes Engagement in und für Waldenbuch in einer festlichen Veranstaltung verliehen. Er ging dieses Mal an den Verein Bürgerbus Waldenbuch e.V.

Seit 2018 fährt der Bürgerbus regelmäßig wochentags durch Waldenbuch. Getragen wird das Projekt vom Bürgerbusverein mit seinen 117 Mitgliedern und derzeit 16 ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrern.

In ihrer Laudatio erinnerte Altstadträtin Ingrid Münnig-Gaedke an die lange und wechselhafte Vorgeschichte vom ersten Antrag der SPD-Gemeinderatsfraktion über die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs bis zur heutigen unverzichtbaren Bereicherung für die Mobilität der Bürgerinnen und Bürger in Waldenbuch.

Foto G. Doster

Tatsächlich stellte die SPD mit ihrem Fraktionsvorsitzenden Uli Doster In den Jahren 2010 bis 2015 immer wieder Anträge mit dem Ziel einen Bürgerbus einzurichten, die von der Mehrheit im Gemeinderat aber stets abgelehnt wurden! Erst die Ergebnisse der Marketinggruppe I ermöglichten den – probeweisen – Betrieb eines Bürgerbusses.

Die SPD hat sich immer – auch aus ökologischen Gründen – für den Bürgerbus eingesetzt und wird dies auch weiterhin tun.

Mittlerweile anerkennt auch der VVS den Bürgerbus und hat ihn mit der Nr. BB 85 in den offiziellen Fahrplan aufgenommen.

Mit 8610 Beförderungen in 2022 ist der Bürgerbus ein echtes Erfolgsmodell!

Wir gratulieren dem Bürgerbusverein zu diesem Erfolg und zur Auszeichnung mit dem Bürgerpreis 2023!

SPD Ortsverein und Fraktion

 

06.10.2023 in Allgemein

Schreibworkshop für Kinder zur Geschichte der Gänseliese

 

 

 

Kommt und helft uns ihre Geschichte zu schreiben

Ein richtiges Buch schreiben?
Ich? Kann ich das?

Ja, natürlich, das kannst du!

Wir zeigen Dir wie!

Der SPD-Ortsverein Waldenbuch und Sandra Fleige
erarbeiten in diesem Workshop mit Euch Eure ganz eigene Geschichte der Gänseliesel, die am Brunnen auf der Gänsewiese
als Statue verewigt ist.
Wer ist sie?
Was macht sie da gerade?
Und wie kam es zu der Begegnung mit den Gänsen?

 

Helft mit, die Geschichte dieser Waldenbucher Statue neu zu schreiben!

Die Geschichten der Workshops werden als Büchlein gedruckt und veröffentlicht, das im Frühjahr 2024 im Rahmen eines Gänseliesefests in Waldenbuch vorgestellt werden wird! Gerne dürfen natürlich auch Illustrationen zu der fertigen Geschichte gemacht werden.

 

Kommt
am  9. November 2023 von 18:00 bis 20:00 Uhr

oder
am 11. November 2023 von 10:00 bis 12:00 Uhr

in die Stadtbücherei Waldenbuch,
Forststraße 20


Anmeldung bei Susanne Cianci unter susanne.cianci@gmail.com

 

 

01.10.2023 in Allgemein

Jahresausflug 2023 SPD Ortsverein Waldenbuch

 

 

Zum 10. Mal treffen wir uns unter diesem Motto. Es geht mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Stuttgart ins Hotel Silber. Heinrich Silber hat das Gebäude 1874 gekauft und es zum Hotel Silber ausgebaut. Von 1928 - 1984, mehr als ein halbes Jahrhundert, wurde das „Hotel Silber“ von der Polizei genutzt. Während der Zeit des Nationalsozialismus war dies der Sitz der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) für Württemberg und Hohenzollern. Im Keller befanden sich 3 Verwahrzellen . Dort war auch Kurt Schumacher gefangen. Nach dem Krieg war das „Hotel Silber“ bis 1984 Sitz der Stuttgarter Kriminalpolizei. Nach langen, kontrovers geführten Diskussionen im Zusammenhang mit der Stadtentwicklung, das Gebäude sollte abgerissen werden, beschloss der Landtag von Baden Württemberg 2011 das „Hotel Silber“ als Erinnerungsort zu erhalten. 2018 wurde es als Ort historisch-politischen Lernens und Begegnung eröffnet. Eine Führung durch das Haus soll uns seine Geschichte näher bringen. Im Anschluss daran wollen wir gemeinsam in Carls Brauhaus Mittagessen. Abfahrt: 08.58 Uhr Alte Post Dettenhausen Bus 828 09.05 Uhr Schloss Waldenbuch 09.10 Uhr Hallenbad Waldenbuch Rückfahrt in eigener Verantwortung mit öffentlichem Nahverkehr Kosten: 5,00 für die Führung durch das Hotel SilberAuf einen interessanten Ausflug freuen sich die Gemeinderatsfraktion und der Ortsverein der SPD von Waldenbuch und Dettenhausen. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen.

Wir bitten um telefonische oder um Anmeldung per E-Mail bis zum 25.10. bei:

 Ingrid Münnig-Gaedke <gaedke.wabu@t-online.de>

Ulrich Doster 530106

Walter Keck <keck.waldenbuch@freenet.de>

Harald Jordan 9146

 

01.08.2023 in Ortsverein

Mitgliederversammlung 21. Juli 2023

 

 

Der SPD-Ortsverein hatte am Freitag, den 21. 7. 2023, zu einer Mitgliederversammlung eingeladen.
Unsere Vorsitzende, Elaine Rauhöft, konnte zahlreiche MitgliederInnen im Georg-Pfäfflin-Haus begrüßen. Anschließend gedachte Harald Jordan unserer Verstorbenen:
Siegfried Hertel, der jahrelang das Amt des Kassiers und später dann des Revisors begleitet hatte und
Herrmann Necker, der uns bei Festen immer als fleißiger Helfer zur Seite stand.
Wir gedachten auch Elfriede Ruck, die zwar nicht Mitglied war, aber ihrem Erwin immer den Rücken freigehalten hat, damit er Zeit für sein Ämter als Gemeinderat und Ortsvereinsvorsitzender hatte.

 

Es entspann sich eine längere Diskussion über die Politik im Bund und Land. Natürlich waren auch wir nicht erfreut über die unabgestimmte Vorgehensweise beim Heizungsgesetz. Die Verunsicherung der Bürger war groß und die Zustimmung zur Politik der Ampel gesunken. Dies erklärt zum Teil sicher auch die hohen Umfrage-Werte der AfD. Zukünftig erhoffen wir uns mehr Geschlossenheit von der Regierung.

 

Elaine Rauhöft und Helga Göpfert berichteten uns von ihrem Vorhaben, im Sommerferienprogramm und darüber hinaus Kinder Geschichten über die Gänseliesel schreiben zu lassen. Elaine hatte bereits in den letzten Stadtnachrichten einiges zur Gänseliesel geschrieben.

 

Unser Vorsitzender Harald Jordan konnte dieses Jahr zwei Mitgliederinnen ehren:
Renate Hofhansel für ihre 25-jährige Mitgliedschaft und
Helga Göpfert für 40 Jahre in der SPD.
Renate Hofhansel hat uns bei vielen Festen tatkräftig bei der Bewirtung unterstützt und ist daher sicher vielen bekannt.

Renate Hofhansel und Harald Jordan                                                    Foto: Helga Göpfert


Helga Göpfert leitete jahrelang den Kindergarten Glashütte und als ihre eigenen Kinder noch zur Schule gingen, engagierte sie sich auch als Elternbeiratsvorsitzende der OSS.

Helga Göpfert und Harald Jordan                                                                                  Foto: Georg Göpfert

Beide dürfen jetzt ihren Ruhestand genießen und wir freuen uns, wenn sie der SPD auch weiterhin treu bleiben und den Ortsverein in seiner Arbeit unterstützen. Vielen Dank für euer Engagement!

Einer der letzten, ein sehr angenehmer Punkt, unserer Beratungen, war unser traditioneller Ausflug, auch mit den GenossInnen aus Dettenhausen. Ulrich Doster wird auch dieses Jahr am 28.10.2023 unseren Ausflug organisieren. Diesmal geht es nach Stuttgart ins Hotel Silber, die ehemalige Zentrale der Gestapo, die jetzt eine Gedenkstätte ist.

 

Zwischendurch verwöhnten uns Elaine und Helga mit einem Gazpacho und selbst gebackenem Fladenbrot. War lecker, vielen Dank!

 

Heidrun Rohse

 

23.07.2023 in Allgemein

Gänsewiese

 

Waldenbuch war nie nur Waldenbuch.

Waldenbuch ist auch Glashütte, Hasenhof, Kalkofen, Weilerberg, Sonnenhang usw.

Wie die meisten Städte ist es gespickt mit Namen für die verschiedenen Gebiete, die sich oft aus dem jeweiligen Grund und Boden ergeben, auf dem sie gebaut wurden.

Wenn Sie schon länger in Waldenbuch leben, kennen Sie die Gebiete, die als Liebenau, Kühäcker oder Siegelhütte bekannt sind.

Um nur einige zu nennen.

Ein weiterer Ort liegt zwischen der stark befahrenen Nürtinger Straße und der Aich. Das ist, wie die meisten Leute wissen, die Gänsewiese.
Der Grund, warum sie so heißt, ist längst vergessen. Es gibt dort keine Gänse, nur gelegentlich Enten.

Wenn ich mit Leuten spreche, die in den 50er und 60er Jahren in Waldenbuch aufgewachsen sind, dann sind das Kindheitserinnerungen an die Molkerei oder das Milchhäuschen, wo man Milch in eine Alukanne füllen lassen konnte, die oft erwähnt wird. Die Kinder von damals denken gerne an die Sahnetüten, die man dort für 10 Pfennig kaufen konnte und an den herrlich überwältigenden warmen Milchgeruch, der einem entgegenschlug, wenn man das Gebäude betrat. Menschen, die sich abmühen mussten, um über die Runden zu kommen, waren über die unverkäuflichen letzten Käsestücke froh, die am Ende des Arbeitstages verschenkt wurden.

Vor ein paar Jahren sprach ich mit einem älteren Waldenbucher, der in der Vorderen Seestraße aufgewachsen ist. Er erzählte mir einige sehr “pikante” Geschichten darüber, wie er und seine Freunde in ihrer frühen Jugend im Dunkeln, auf der Gänsewiese, Liebespaare belauschten. Sie standen an seinem offenen Schlafzimmerfenster und lauschten kichernd den charakteristischen Geräuschen, die vom Flussufer herkamen. Er war weit über 80 Jahre alt, aber er musste immer noch lachen, als er mir seine Geschichten erzählte.

Auf dem Heimweg von der Schule gab es zeitweise den Schiffsspielplatz zum Spielen.
Es war ein wunderbarer Ort, um die Zeit zu verbringen, bevor man nach Hause gehen musste, um seiner Mutter zu sagen, dass man eine 6 in Mathe hatte. Aber die Nähe zur gefährlichen Nürtinger Straße machte den Spielplatz mit zunehmendem Verkehrsaufkommen weniger attraktiv.

In einigen Gärten im Städtle wachsen Kastanienbäume, weil die Kinder die stacheligen Früchte der drei Baumriesen am Ufer der Aich auf dem Heimweg von der Schule sammelten und Nachhause brachten, um sie stolz ihren Eltern zu präsentieren. Alle drei meiner Kinder haben das getan.
Ich habe sie immer heimlich in die Büsche im Garten geworfen, wo immer noch eine Kastanie versucht, zu wachsen. Wenn mein Mann sie nicht regelmäßig abschneiden würde, wäre sie schon ein großer Baum.

Leider beginnt die Gänsewiese ihre Identität zu verlieren. Die Bushaltestelle, die früher "Gänsewiese" hieß, heißt jetzt "Altstadt" und unsere kleine Statue einer erschrocken dreinblickenden, aber nicht minder stolzen Gänseliesel, verliert langsam ihr Sandsteingesicht, während sie von den meisten Menschen unbemerkt auf ihrem kleinen Podest bröckelt.

Es wird Zeit, dass die Gänsewiese und ihre Schirmherrin Gänseliesel etwas mehr ins Rampenlicht gerückt werden

Wir haben Pläne für die Gänseliesel und ihr kleines Reich am Fluss.

In der Zwischenzeit würden wir gerne Ihre Erzählungen über die Gänsewiese hören. Waren Sie jemals in der Molkerei? Haben Sie jemals dort im Fluss gespielt?
(Ich persönlich bin davon überzeugt, dass sich dort früher die Waldenbucherinnen zum Wäschewaschen getroffen haben, denn es war vom Unteren Tor aus bequem zu erreichen. Aber das lässt sich historisch nie beweisen, weil das alltägliche Kommen und Gehen der einfachen Bürger selten dokumentiert ist).

Als das Städtle noch einen dörflichen Charakter hatte und die Nürtinger Straße keine Hauptverkehrsstraße war, spielte die Gänsewiese da eine andere Rolle als heute?

Kann sich jemand, abgesehen von einer kurzen Phase Anfang der 90er Jahre, an Gänse auf der Gänsewiese erinnern?

Wir würden uns freuen, Ihre Geschichten zu hören, bevor sie verschwinden.

Heutzutage steigen die Leute von auswärts an der Nürtinger Straße aus dem Bus, überqueren die Straße, gehen über eine kleine Wiese und dann über die Brücke auf der Suche nach dem Schloss, ohne zu wissen, dass dieses Fleckchen Erde Gänsewiese genannt wird.

Elaine Rauhöft

 

22.07.2023 in Allgemein

Persönliche Erklärung Heidrun Rohse

 

Seniorenfeier

In der vorletzten Ausgabe der Stadtnachrichten berichtete die Stadt über den Beschluss im Verwaltungsausschuss bezgl. eines Antrags, der von der evangelischen, katholischen, ev. methodistischen Kirche, sowie der Christuskirche gestellt wurde. Die 4 Kirchen beantragten die organisatorische und finanzielle Unterstützung ihrer ökumenischen Seniorenfeier, da sie weder die personellen noch die finanziellen Mittel zu ihrer Durchführung hätten. Die Stadt veranschlagte die Unterstützung mit 4000 Euro. In der Berichterstattung der Stadt, sowie der der Freien Wähler, wurde der Eindruck erweckt, als habe ich mit meinem Antrag auf Ablehnung, zu dem mich der Bürgermeister aufgefordert hatte (um mich dann in den Stadtnachrichten bei der Berichterstattung namentlich erwähnen und damit diskreditieren zu können), die Seniorenfeier an sich in Frage stellen wollen. Dem ist mitnichten so. Die Seniorenfeier wird von uns allen selbstverständlich wertgeschätzt! 

Um was ging es also bei der kontroversen Diskussion? Nicht nur ich, sondern auch die beiden Gemeinderätinnen der CDU fanden es doch sehr befremdlich, dass die sowieso schon gut von öffentlichen Geldern und auch unseren Steuern finanzierten Kirchen, es tatsächlich nötig haben sollten, bei der Stadt einen Antrag auf organisatorische und finanzielle Hilfe zu stellen, um ihre Seniorenfeier durchzuführen. Wobei wir wahrscheinlich die Sache durchgewunken hätten, wenn sie nur um finanzielle Hilfe gebeten hätten. Denn auch die Jahre zuvor wurde ihnen dafür 300 Euro zu Verfügung gestellt. (Allerdings keine 4000). 

Aber organisatorische Hilfe? Also die Beamten und Angestellten der Stadt sollten in Anspruch genommen werden, um ihre Zeit für die Organisation eines rein kirchlichen Festes zu verwenden? Die Institution Kirche bucht quasi öffentliche Ressourcen? Es war nicht die Rede davon, dass die Seniorenfeier auch ein städtisches Fest werden sollte. Im Gegenteil, auf die Frage, ob nur Kirchenmitglieder eingeladen werden sollten, sagte uns Herr Lutz, dass sonst zu viele Personen eingeladen würden, so dass die Örtlichkeiten nicht ausreichten. Mein Rechtsempfinden sagt mir, dass das so nicht in Ordnung sein kann. Keine Organisation und kein Verein können doch Bedienstete der Stadt für eigene Zwecke in Anspruch nehmen. Auch die Belange des Datenschutzes könnten tangiert sein, wenn städtische Mitarbeiter Einblicke in kirchliche Daten bekämen, um z.B. Einladungen zu schreiben. Mir erschien das alles äußerst fragwürdig und deshalb habe ich gegen den Antrag der Kirchen gestimmt. Wenn eine andere Organisation oder ein Verein einen solchen Antrag gestellt hätte, wäre ich auch dagegen gewesen. Aber den Befürwortern waren hier wohl rechtsstaatliche Überlegungen nicht so wichtig, Hauptsache man verteilt Geschenke und macht seine eigene Kirchturmspolitik.

Freilich schicken die Bürgermeister- und Kommunalwahlen ihre Schatten voraus. Man selbst möchte beim Wähler punkten und andere ins Abseits stellen.  Anders wäre es wohl nicht zu erklären, warum die Kolleginnen und Kollegen der Freien Wähler in ihrem Bericht absichtlich die geführte Argumentation unerwähnt ließen und genau wie die Stadt den Anschein erwecken wollten, ich habe die Seniorenfeier abgelehnt. Da frage ich dann auch mal, echt jetzt?

Heidrun Rohse

 

22.07.2023 in Allgemein

Ferdinando Puccinelli hauptamtlicher Stadtkommandant der Stadt Ostfildern

 

Wir gratulieren unserem Ferdinando recht herzlich zu seiner Ernennung zum hauptamtlichen Stadtkommandanten der Stadt Ostfildern. Ihm obliegt somit die Leitung und Organisation der Freiwilligen Feuerwehr Ostfildern mit ca. 210 Personen in den Abteilungen Nellingen, Kemnat, Ruit und Scharnhausen und 150 Personen im Spielmannszug, der Jugendfeuerwehr und der Altersabteilung. Wir wünschen ihm in dieser anspruchsvollen Aufgabe viel Glück und Erfolg.

 

SPD-Ortsverein und SPD-Fraktion  

Elaine Rauhoeft, Harald Jordan,

Heidrun Rohse und Walter Keck

 

22.07.2023 in Allgemein

Kreiskonferenz Juli 2023

 

v.l.: Maria Hertel-Steckbeck, Ingrid Münnig-Gaedke, Heidrun Rohse

 

Letzten Samstag fand in Ehningen die SPD Kreiskonferenz statt, bei der vor allem Wahlen für den gesamten Kreisvorstand auf der Tagesordnung standen. Jasmina Hostert, MdB, wurde wieder mit sehr großer Mehrheit als Kreisvorsitzende gewählt. Ingrid Münnig-Geadke, die zwei Jahre lang Beisitzerin im Kreisvorstand war, wurde von Jasmina verabschiedet, da sie das Amt wegen der Pflege ihres Mannes nicht mehr ausführen konnte. Heidrun Rohse gab den Bericht für die Revisoren ab und wurde auch wieder als Revisorin gewählt. Maria Hertel-Steckbeck wurde als Mitglied in die Schiedskommission gewählt. Wir absolvierten einen Wahlmarathon, der u.a. auch die Wahl von Delegierten für den Parteitag und einen Vorschlag für die Kandidatur zur Europawahl von Ahmet Mutlu, der Wirtschaftswissenschaften studiert hat und derzeit promoviert, umfasste. Ein vielversprechender junger Mann! Unterbrochen wurden die Wahlgänge durch Berichte von Jasmina Hostert aus Berlin und Florian Wahl aus dem Landtag.

Heidrun Rohse

 

 

26.04.2023 in Allgemein

Der Gestaltungswille kommunaler Politik

 

„Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie zu  gestalten“, sagte einst Willy Brandt, einer der großen Gestalter deutscher Politik. Das Wort gilt im Großen wie im Kleinen. In den Bereichen schier unüberschaubarer politischer Horizonte im internationalen Geflecht, wie auch in der unmittelbaren,nahen Welt räumlicher Nachbarschaft. Der Akzent des Wortes „Gestaltung“ liegt auf dem erwarteten Vermögen, sich mit allen menschlichen Eigenschaften den jeweiligen historischen Herausforderungen produktiv zu stellen.

Es ist ein gemeinsames Kennzeichen demokratischer politischer Parteien, dass sie sich vorausschauend, „programmatisch“ mit der Zukunft beschäftigen. Diese Programme greifen gesellschaftliche Probleme auf und schlagen Lösungen vor, die im politischen Diskurs zeigen, dass sie nicht in Stein gemeißelt sind, sondern auch Veränderungen und Anpassungen erfahren. Die Diskussion über das Ende der Atomenergie dieser Tage zeigt, dass politische Entscheidungen, nachdem sie getroffen sind, neuen Widerspruch erzeugen und neu in Frage gestellt werden können. Politische Vereinigungen ohne programmatische Hintergründe glauben, einen Vorteil darin zu haben, dass sie an keine Festlegungen gebunden sind, sondern sich von Fall zu Fall frei entscheiden können. Dass darin zumeist weniger Nachdenken über gesellschaftspolitische oder technologische Notwendigkeiten im Spiel ist, liegt in der Natur der Sache.

Die SPD bekennt sich zu ihrer programmatischen Ausrichtung. Sie hat so manche bedeutsame Weichenstellung ermöglicht. Davon, dass man politische Entscheidungen überdenken und korrigieren kann, davon weiß man in Waldenbuch zu erzählen. Schon lange her, aber immer noch eine Möglichkeit zur Selbstironie ist das Thema Schwimmbad oder Schulhaus aus den 1950er Jahren. Andererseits wussten  gestandene Kommunalpolitiker wie der langjährige SPD-Gemeinderat und Lammwirt Karl Müller und später sein Nachfolger Erwin Ruck und andere Sozialdemokraten auf dem Rathaus mit ihrem erfahrenen Blick auf die Zusammenhänge ohne programmatische Hinweise zu entscheiden, und dennoch wollten sie auf Programme nicht verzichten.

Auch die heutige Generation von SPD-Kommunalpolitikern, die sich am 6.Mai, ab 10.00 Uhr, in Esslingen im Neckarforum zum Auftakt der Vorbereitungen zur Kommunalwahl 2024 trifft, weiß um die Vielfalt der drängenden Themen und der Lösungsansätze in Programmen zur Gestaltung der Zukunft der Gemeinden. Mit „Gestaltung“ muss ein klarer Wille einhergehen, wenn Zukunft lebenswert sein soll. Die kommunalpolitischen Wege dazu, zeigt die Programmpartei SPD in breiter Fächerung auf.

Harald Jordan

 

25.04.2023 in Allgemein

Tag der Arbeit - 1. Mai 2023

 

Solidarität zeigen am 1. Mai: Auch in diesem Jahr gehen wir am Tag der Arbeit gemeinsam auf die Straße! Wir sind solidarisch mit der Ukraine, die sich seit über einem Jahr gegen den russischen Angriff verteidigt. Wir unterstützen sie politisch, humanitär, finanziell und mit Waffenlieferungen. In Deutschland sorgt der russische Angriffskrieg weiter für hohe Energie- und Lebensmittelpreise. Gerade Beschäftigte mit kleinen und mittleren Einkommen spüren die Auswirkungen der Teuerung besonders hart. Wir lassen aber niemanden alleine, sondern mobilisieren über 300 Milliarden Euro, um die Bürgerinnen und Bürger zu entlasten. Angesichts der hohen Lebenshaltungskosten brauchen wir aber gleichzeitig kräftige Lohnerhöhungen. Dabei stehen wir an der Seite der Beschäftigten und der Gewerkschaften, denen im Kampf für faire und angemessene Bezahlung eine Schlüsselrolle zukommt. Wir kämpfen gemeinsam für Tarifbindung und starke Tarifverträge. Wir wissen, dass mehr Mitbestimmung auch mehr Produktivität, Innovation und letztlich Wohlstand bedeuten. Gemeinsam stellen wir so auch die Weichen für eine klimafreundliche und sozial gerechte Zukunft. Klar ist: GEMA1NSAM geht es besser!

 

25.02.2023 in Allgemein

Wie werde ich eigentlich Mitglied bei Euch?

 

 

Warum? 

Die Welt ist nicht in DER Krise, sie steckt gleich in mehreren Krisen: Klima, Krieg, Pandemie, Inflation, soziale Schere. Kaum jemand ist von all dem gar nicht betroffen und viele fragen sich: was kann ich tun? 

Es gibt so viele Ansätze für Engagement wie es Meinungen zu den Ursachen gibt. Für alle, die sich um soziale Gerechtigkeit Sorgen machen, um Rassismus und um die Schwächeren der Gesellschaft, ist eine Mitgliedschaft in der SPD das Richtige. Die Grundwerte der Partei richten sich genau an Dich!

Aber wie wird man Mitglied? 

Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. Zum einen findet sich ein Antrag natürlich auf der Homepage:

www.spd.de/unterstuetzen/mitglied-werden/

Aber auch die Mitglieder des Ortsvereins helfen hier gerne mit einem Antragsformular aus. Dieses Formular wird dann an die zuständige Geschäftsstelle geschickt - für Waldenbuch ist das der

SPD-Kreisverband Böblingen

Wilhelmsplatz 10
70182 Stuttgart

Und dann?

Nach Aufnahme fällt ein monatlicher Mitgliedsbeitrag an, der abhängig vom Nettoeinkommen gestaffelt ist von 6€ (bei bis zu 1.000€ netto/Monat) bis 300€ (über 6.000€ netto/Monat).  Die Einstufung erfolgt durch das (Neu)Mitglied selbst; man muss also nirgends sein Einkommen offen legen. Und wer derzeit kein Einkommen besitzt, bezahlt einen Beitrag von 2,50€ im Monat. 

Was noch?

Jede/r ab Vollendung des 14. Lebensjahres kann Mitglied werden, unabhängig von Wohnort und Nationalität. Lediglich wer bereits Mitglied in einer anderen Partei ist, kann leider nicht in die SPD eintreten. 

Ich weiß nicht recht….

Wer noch unsicher ist, kann gerne die Mitglieder des OV Waldenbuch kontaktieren und/oder zu einer unserer Veranstaltungen vor Ort kommen. Die Termine veröffentlichen wir regelmäßig hier und auf unserer Homepage  www.spd-Waldenbuch.de 

Wir beantworten gern alle noch offenen Fragen und diskutieren, wo noch der Schuh drückt! Wir freuen uns auf alle Interessierten!

 

Für den SPD-Ortsverein

Susanne Cianci

 

20.12.2022 in Allgemein

Nils Schmid: Wir fördern den Erhalt wichtiger kommunaler Infrastruktur

 

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in seiner heutigen Sitzung die Förderung für die Sanierung von Turnhalle und Hallenbad in Waldenbuch beschlossen.

Die Gemeinde erhält 5,22 Mio. Euro Unterstützung, wie der Wahlkreisabgeordnete Nils Schmid (SPD) mitteilt.

Die Stadt Esslingen darf sich über 5,62 Mio. Euro zur Sanierung des Merkel’schen Bades freuen.
Für das erfolgreiche Förderprogramm des Bundes „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ stellt die Koalition von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP im kommenden Haushaltsjahr insgesamt 476 Mio. Euro zur Verfügung.

Mit dem Beschluss des Haushaltsausschusses können deutschlandweit insgesamt 150 Sanierungsprojekte und damit wichtige Investitionen in die soziale Infrastruktur vor Ort finanziell unterstützt werden. Viele Turnhallen, Schwimmbäder oder Kultureinrichtungen sind in die Jahre gekommen. Die Kommunen sind mit ihrer Sanierung finanziell oftmals überfordert.
„Ohne das Förderprogramm des Bundes würden viele Projekte nicht angepackt werden“, sagt Nils Schmid, der sich im Vorfeld bei den Bürgermeistern kundig gemacht hatte.
„Gerade bei Schwimmbädern haben wir großen Nachholbedarf. Da geht es auch, aber eben nicht nur um Freizeitspaß, sondern vor allem darum, dass Schwimmkurse und Schulschwimmen stattfinden können.“ Im Falle von Waldenbuch profitierten auch die Schulen umliegender Gemeinden. Mit der Neuauflage des Förderprogramms zur Bewältigung des Sanierungsstaus in Städten und Gemeinden rücken insbesondere Energieeffizienz - und Einsparung in den Vordergrund. Allein in Baden-Württemberg können so 20 Sportstätten und Kultureinrichtungen mit insgesamt 65,8 Mio. Euro saniert und modernisiert werden.
Die Gesamtinvestitionen liegen deutlich darüber, da die Kommunen einen Eigenanteil leisten müssen. Sie kommen häufig der regionalen Wirtschaft zugute, weil sie von lokalen Unternehmen umgesetzt werden. In Waldenbuch schätzt man die Gesamtkosten auf 11,6 Mio., in Esslingen auf rund 12 Mio. Euro. Mit 45% Bundeszuschuss hat man nun den möglichen Maximalzuschuss zugesprochen bekommen. Schmid betont, dass neben den erheblichen energetischen Verbesserungen und der Barrierefreiheit auch der soziale Effekt nicht unterschätzt werden dürfe: „Turnhalle und Hallenbad stellen nicht nur wichtige Infrastruktur für die Schulen, Vereine und Bürgerschaft dar, sondern bilden zudem einen wichtigen Anziehungspunkt zur Belebung des unmittelbar benachbarten Mehrgenerationenquartiers“, so der SPD-Abgeordnete über das Projekt in Waldenbuch.

Mit dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen - Förderbereich Sport-, Jugend- und Kultureinrichtungen“ leistet der Bund einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung des hohen Sanierungsbedarfs bei der kommunalen Infrastruktur und unterstützt Städte und Gemeinden bei Investitionen z.B. in Turnhallen, Schwimmbäder oder bedeutsame Kultureinrichtungen.

www.nils-schmid.de

 

08.12.2022 in Allgemein

Florian Wahl ruft wieder zur Handy Sammelaktion auf

 

FLORIAN WAHL

MITGLIED DES LANDTAGS VON BADEN-WÜRTTEMBERG

VORSITZENDER DES AUSSCHUSSES FÜR SOZIALES, GESUNDHEIT UND INTEGRATION

 

Nach zwei erfolgreichen Jahren startet der SPD-Landtagsabgeordnete Florian Wahl auch in diesem Winter wieder seine Handy-Sammelaktion. „Gerade rund um Weihnachten, wo so manche ein neues Smartphone bekommen, lohnt es sich, in den Schubladen zu stöbern und sich von alten Wegbegleitern zu trennen“, so Wahl. In Form alter Handys liegen viele Tonnen Gold, Silber und Kupfer nur herum – dabei sind diese eine Rohstoffquelle und gleichzeitig voller Schadstoffe, die fachgerecht entsorgt werden müssen.

Daher ruft Florian Wahl jährlich dazu auf, ihre alten Handys bei ihm abzugeben. Gesammelt werden diese dann zum fachgerechten und datenschutzsensiblen Recycling an die Deutsche Telekom übergeben. Die Erlöse der Aktion werden für Umwelt- und Entwicklungsprojekte gespendet.

Die Aktion beginnt im neuen Jahr. Bürger*innen haben die Möglichkeit, alte Handys im Laufe des Januars, genau genommen vom 2.1. bis zum 2.2., in Wahls Büro in der Stadtgrabenstr. 8 in Böblingen abzugeben oder einzuwerfen.

 

28.11.2022 in Allgemein

Zuverlässige und bezahlbare Energie in Krisenzeiten

 

 

Energie ist ein elementarer Bestandteil unseres gesellschaftlichen Lebens. Ohne sie funktioniert heute kaum ein Haushaltsgegenstand – von Handel, Gewerbe, Produktion und Verkehr ganz zu schweigen. Die hohen Preise für Energie und die Angst vor möglichen Engpässen beunruhigen viele Bürgerinnen und Bürger, aber auch Unternehmen.

Deswegen setzt sich die SPD-Bundestagsfraktion ein für sozial ausgewogene Entlastungsmaßnahmen, die jene Bürgerinnen und Bürger unterstützen, die dies am dringendsten benötigen. Gleichzeitig sind wir auf dem Weg in ein neues Zeitalter – dem der Erneuerbaren Energien. So werden wir unabhängiger von fossilen Energielieferungen aus dem Ausland.

Die Grundsatzfrage lautet kurz- wie langfristig: Wie sorgen wir für verlässliche und bezahlbare Energie in Deutschland?

Die SPD-Bundestagsfraktion möchte dazu mit Ihnen ins Gespräch kommen! Daher laden der Nürtinger SPD-Bundestagsabgeordnete Nils Schmid und Matthias Miersch, stellvertretender Fraktionsvorsitzender für die Bereiche Umwelt, Klimaschutz, Energie, Sie herzlich ein, mit Ihnen über die Ideen und Vorhaben der SPD-Bundestagsfraktion zu diskutieren. Den Blickwinkel der Wirtschaft in der Region wird die Hauptgeschäftsführerin der IHK Region Stuttgart, Susanne Herre, einbringen.

Die Veranstaltung wird am Montag, 5.12.2022, um 19 Uhr in der FILharmonie in Filderstadt-Bernhausen (Tübinger Str. 40, 70794 Filderstadt) stattfinden. Der Eintritt ist frei.

 

28.11.2022 in Allgemein

Bericht aus dem ersten Jahr Kreistagsarbeit von Lucienne Graupe

 

 

Vor einem Jahr durfte ich als Nachrücker das Kreistagsmandat von Norbert Weinmann übernehmen. Norbert Weinmann hat sein Mandat aufgrund vielseitiger ehrenamtlicher Verpflichtungen und nicht zuletzt, um mehr Zeit mit Familie und Enkeln zu verbringen, niedergelegt.

Es begann eine spannende Zeit, in der ich mich in die Themen des Kreistags und vor allem in die Aufgaben im Ausschuss für Soziales und Gesundheit eingearbeitet habe. Da ich beruflich hauptsächlich mit Finanzen zu tun habe, empfand ich den Einblick in die sozialen Bereiche als große Bereicherung. Am eindrucksvollsten finde ich immer noch den Teilhabe-Beirat. Das ist ein Gremium, welches aus Bewohnern/Vertretern von Behindertenwerkstätten und -einrichtungen besteht und von Reinhard Hackl, dem Beauftragten für Menschen mit Behinderung im Landratsamt Böblingen, geleitet wird. Die Erzählungen der Betroffenen weiten unser aller Blick und sensibilisieren für ihre Bedürfnisse. Seitdem ist mir klar geworden, warum es beispielsweise so wichtig ist, die Bushaltestellen barrierefrei zu machen. Das bedeutet für die Betroffenen Selbständigkeit und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Ein Thema, was nahezu jede Sitzung streift, ist die Unterbringung und Integration der Geflüchteten. Es ist außergewöhnlich, was hier von Ehrenamtlichen, Bürgern, Bürgermeistern und den Landkreismitarbeitern gestemmt wird. Die Koordination, der Kontakt und die Abstimmung ist hier ganz essenziell.

Sehr interessant erscheinen mir auch die Themen, die sich aus der Bundespolitik runterbrechen bis in die Kommunalpolitik. Die Bundesregierung hat den schnelleren Ausbau der regenerativen Energien beschlossen. In der Kommunalpolitik zeigt sich diese Entscheidung, indem das Landratsamt Stellen schafft, um die Genehmigungsprozesse von Windkraftanlagen zeitlich zu halbieren. Diese Stellengenehmigungen müssen im Kreistag beschlossen werden. Somit werden wir Teil von zukunftsweisenden, großen Entscheidungen, die uns alle als Energieverbraucher beeinflussen.

Die finanziell schwerwiegendste Aufgabe ist derzeit sicher der Neubau der Flugfeldklinik. Hier sind vielfältige Aspekte wie Versorgungssicherheit im gesundheitlichen Bereich, finanzielle Belastungen hieraus und strategische Entscheidungen gegeneinander zu abzuwägen. Das halte ich für eine große Verantwortung.

Ich bin sehr dankbar, die Belange Schönaichs, Waldenbuchs und Steinenbronns im Kreistag vertreten zu können und möchte mich an dieser Stelle für das Vertrauen bedanken.

 

15.11.2022 in Allgemein

Ein Beitrag von Elaine Rauhöft zur Gedenkveranstaltung am Volkstrauertag 2022

 

 

Ein schrecklich großes Abenteuer

Die Familie Goodwin aus Blackpool hatte bis 1914 6 Kinder.
3 Söhne und drei Töchter.
Zwei der Söhne hatten das Pech, Mitte der 1890er Jahre geboren zu sein und damit im Rekrutierungsalter, als Lord Kitchener 1914 an den patriotischen Geist der männlichen Jugend Großbritanniens appellierte. Joseph, geboren 1897, und Josiah Goodwin, geboren 1895, meldeten sich zusammen mit Hunderten ihrer Schulfreunde und Nachbarn beim Kings Own Royal Lancaster Regiment.

Josiah war 20 Jahre alt. Nach seinem Schulabschluss war er wie sein Vater zur Eisenbahn gegangen. Er lebte mit seinen Eltern und seinen Geschwistern in einem gemieteten Haus mitten in Blackpool. Als er dem Ruf zum Dienst folgte, war er nie weit von Blackpool entfernt gewesen, hatte nie eine Freundin gehabt - seine Freiheiten waren wie die der meisten seiner Arbeiterklasse Generation auf die lokale Umgebung beschränkt. Vielleicht waren die Aussichten, die Welt jenseits von Lancashire zu sehen, aufgrund der vielen Versprechungen der Machthaber zu groß, um ihnen zu widerstehen, und Joseph und Josiah glaubten wirklich an das allgemeine Mantra, dass "bis Weihnachten alles vorbei sein würde", also meldeten sie sich und gaben ihre Freiheiten auf.

Und so zogen sie los. Es ist schwer zu sagen, wie lange der Enthusiasmus der Brüder anhielt und wann ihnen klar wurde, dass a) der Krieg nicht bis Weihnachten vorbei sein würde und b) die Sache nicht so glorreich war, wie die Propaganda suggeriert hatte.

 Im Januar 1915 verließen sie England. Im April 1915 kämpften sie in Ypern zum ersten Mal gegen den Feind. Vielleicht war dies der Zeitpunkt, an dem die erste Ernüchterung eintrat, da sie nicht weit von ihren britischen Inseln entfernt so viel Schrecken und Elend erlebten. Im Oktober 1915 wurden sie nach Ägypten verlegt, und im Januar 1916 wurden sie nach Thessaloniki versetzt, wo sie an verschiedenen Einsätzen an der mazedonischen Front beteiligt waren, um Serbien beizustehen.

Ich frage mich, welche Geschichten sie zu erzählen hatten, als sie während ihrer Zeit in Griechenland und Mazedonien auf Heimaturlaub waren. In jenen Tagen reiste keine Arbeiterfamilie weiter als bis zum nächsten Badeort, und Joseph und Josiah waren tatsächlich in einem solchen aufgewachsen. Manchester war wahrscheinlich die größte Stadt, die sie je gesehen hatten, und die weiteste Entfernung, die sie je zurückgelegt hatten, und nun waren ihre ältesten Söhne und Brüder hier und erzählten Geschichten aus Ägypten. Sie hatten keine Vorstellung davon, was ein Österreicher oder ein Deutscher war, aber ihre Jungs waren im Land der Pharaonen gewesen.

 Sie blieben in Saloniki fast drei Jahre lang. Wir gehen davon aus, dass Josiah Goodwin im Mai 1917 verletzt wurde und am 23. Juni 1917 im Lazarett in Sarigol starb, wo er auf dem dortigen Soldatenfriedhof beigesetzt wurde.

 Er hatte Blackpool im Alter von 20 Jahren verlassen, um nach Frankreich, Belgien, Ägypten und schließlich Griechenland zu reisen, aber nicht wie ein junger Mensch in seinen 20ern, wie wir ihn heute kennen, der seine Bewegungsfreiheit zwischen Schule und Universität nutzt und moderne Transportmittel einsetzt, um die Welt zu sehen, sondern als Soldat, der unter dem Befehl steht, unvorstellbare Schrecken zu erleben, die die meisten 20-Jährigen heutzutage nur aus Computerspielen kennen.

Der Leichnam von Josiah liegt seit über 100 Jahren in der unglaublich schönen Region von Thessaloniki. Sein Bruder Joseph, der die Schrecken mit ihm teilte und als greiser 22-Jähriger nach Blackpool zurückkehrte, ist der einzige Verwandte, der seine Ruhestätte gesehen hat, nachdem er in den 1960er Jahren dorthin zurückgekehrt war, um endlich den Ort zu sehen, an dem Josiah schläft.

 Wilfried Owen, einer der berühmtesten britischen Dichter des Ersten Weltkriegs, schrieb in seinem Gedicht "Disabled" über den Kampf, den ein junger Soldat und ehemaliger Sportler zu bestehen hatte, als er ohne Beine und mit einem Arm ins zivile Leben zurückkehrte. Ein Soldat, der für die Freiheit seines Landes kämpfte und dies mit seiner persönlichen körperlichen und geistigen Freiheit bezahlte. Die Soldaten und ihre Familien trugen die Wunden des Traumas dieses großen Krieges, von dem sie alle geglaubt hatten, er würde ihre absolute Freiheit sichern. Wilfried Owen selber verstarb tragischerweise knapp eine Woche vor dem Waffenstillstand am 4.November 1918 an einem Schuss eines Feindlichen Scharfschützen

 Ich bin mir sicher, dass Josiah überrascht und erfreut wäre, wenn er die Freiheiten sehen könnte, die wir heute in Europa genießen. Die Freiheit zu leben, zu lieben, zu reisen und zu denken, wie wir wollen. Die Freiheit und die Möglichkeit, eine Deutsche zu heiraten, ohne darüber nachzudenken. Ich hoffe, er würde lächeln, wenn er erfährt, dass sein Ur-Ur-Neffe eine Frau geheiratet hat, deren Familie aus dem Land stammt, das an das Land grenzt, in dem er die letzten 105 Jahre gelegen hat.

Elaine Rauhöft

 

 

25.10.2022 in Allgemein

Ingrid Münnig-Gaedke scheidet aus dem Gemeinderat aus

 

Bericht Stadtnachrichten in KW 44/2022

 

Abschied aus dem Gemeinderat und Neustart

Für Stadträtin Ingrid Münnig-Gaedke war es am Dienstag die letzte Sitzung nach 16 Jahren Kommunalpolitik. Bürgermeister Lutz und Gemeinderat verabschiedeten sie aus seiner Mitte und brachten nochmals ihren Dank und Anerkennung zum Ausdruck. Wie wir schon in den letzten Stadtnachrichten berichteten, hatte sie aus familiären Gründen darum gebeten und ihr Rücktrittsgesuch eingereicht.

An ihre Stelle rückt Heidrun Rohse in den Gemeinderat nach, dem sie schon von 2014 bis 2019 angehörte. Seit der Kommunalwahl im Mai 2019 ist sie damit bereits der sechste Nachrücker, der seinen Platz im Waldenbucher Gemeinderat einnehmen wird. In Verbindung mit dieser Veränderung ergeben sich in der SPD-Fraktion zwangsläufig neue Aufgabenstellungen. So wird Heidrun Rohse die Funktion der Fraktionsvorsitzenden übernehmen und im Verwaltungsausschuß sowie im Aufsichtsrat der Stadtbau tätig sein. Ferdinando Puccinelli übernimmt die Funktion des dritten stellvertretenden Bürgermeisters. Wir werden auch in Zukunft alles in unserer Macht stehende tun, um unsere Stadt in diesen nicht einfachen Zeiten weiter voranzubringen.

 

Für die SPD-Fraktion

W. Keck

 

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Danke, Ingrid!

 

Am 29. September 2022 hat uns Ingrid Münnig-Gaedke mitgeteilt, dass sie gemäß §16, Abs. 2 der Gemeindeordnung Baden-Württemberg aus dem Gemeinderat ausscheiden werde, dem sie nunmehr seit dem Jahr 2006 ununterbrochen angehörte. Sie hat sich diese Entscheidung sicherlich nicht leicht gemacht, aber die Betreuung ihres schwer pflegebedürftigen Mannes ließ ihr zunehmend keine Zeit mehr für dieses Amt. Daher haben wir für ihren Entschluss großes Verständnis, wenngleich dies für uns einen großen Verlust bedeutet. Ingrid rückte im Jahr 2006 für Waltraud Grauer in den Gemeinderat nach und wurde in den darauffolgenden Wahlen zum Gemeinderat mit respektablen Ergebnissen wiedergewählt. Soziale Gerechtigkeit, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Würdigung des Ehrenamts und nachhaltiges Wirtschaften waren Themen, die ihr besonders am Herzen lagen. Dabei vertrat sie ihre Meinung immer kenntnisreich mit großem Elan und viel Engagement. Nach dem Ausscheiden von Ulrich Doster im Jahr 2017 aus dem Gemeinderat übernahm mit ihr erstmals eine Frau den Fraktionsvorsitz in der Waldenbucher SPD. Gleichzeitig wurde sie zur dritten stellvertretenden Bürgermeisterin gewählt. Des Weiteren war sie noch in folgenden Ausschüssen tätig: Verwaltungsausschuss, Verbandsversammlung Waldenbuch/Steinenbronn, Beirat für geheim zuhaltende Angelegenheiten, Unterzeichnung Sitzungsprotokoll, Ältestenrat und im Aufsichtsrat Stadtbau Waldenbuch GmbH. So ein Amt ist nicht immer ein Zuckerschlecken. Eine Flut an E-Mails verarbeitet, unzählige Seiten an Sitzungsunterlagen gelesen, mehrere hundert Stunden in Sitzungen gesessen, viele zusätzliche Termine wahrgenommen, unzählige Gespräche geführt, die Köpfe heiß geredet und oft gegrübelt bis in die Nacht – und das alles für ein Ehrenamt. Darüber hinaus ist sie auch noch im SPD-Ortsverein und im SPD-Kreisvorstand aktiv. Nach dem Tod von Manfred Ruckh bekleidete sie zusammen mit Harald Jordan von 2020 bis 2022 das Amt der Ortsvereinsvorsitzenden und übernahm zudem noch die Öffentlichkeitsarbeit in den Stadtnachrichten. Wir sind ihr sehr dankbar, dass sie diese Aufgabe auch weiterhin wahrnimmt. Wir danken ihr für ihren großen persönlichen Einsatz und wünschen ihr für die Zukunft viel Gesundheit, Kraft und Zuversicht, auch, um die privaten Herausforderungen zu meistern.

 

Für die SPD-Fraktion und den SPD-Ortsverein

Walter Keck, Heidrun Rohse, Ferdinando Puccinelli,

Elaine Rauhöft und Harald Jordan

 

18.10.2022 in Allgemein

Volkshochschulen informieren zur Biologischen Vielfalt

 

Über 40 Volkshochschulen in Baden-Württemberg beteiligen sich an der digitalen sechsteiligen Vortragsreihe „Erhalten, was uns erhält“. Das neue Vortragsangebot zeigt die Möglichkeiten zum Erhalt der Artenvielfalt alltagsnah auf.

„Ich kann jede und jeden nur ermuntern: Engagieren Sie sich an Ihrem Wohnort, in Ihrem Garten oder auf Ihrem Balkon. Es gibt unzählige Möglichkeiten, die zur Erhaltung der biologischen Vielfalt beitragen. Und selbstverständlich sind auch die kleinen Maßnahmen bedeutsam. Denn in Summe erzielen sie eine große Wirkung“, sagte Umweltministerin Thekla Walker zum Auftakt der Vortragsreihe.

Spätestens mit dem Bekanntwerden der „Krefelder Studie“ zum Insektenrückgang im Herbst 2017 ist klargeworden, dass das weltweite Artensterben nicht nur in fernen Ländern, sondern auch hier in Mitteleuropa stattfindet. Prof. Johannes Steidle von der Universität Hohenheim präsentiert in seinem Eröffnungsvortrag Daten zum Biodiversitätsverlust insbesondere bei Insekten in Deutschland und die Bedeutung der biologischen Vielfalt für die Gesellschaft.

 

Die nächsten Termine sind:

Mittwoch, 19. Oktober, 18 bis 19:30 Uhr

Mittwoch, 16. November, 18 bis 19:30 Uhr

Mittwoch, 30. November, 18 bis 19:30 Uhr

Mittwoch, 7. Dezember, 18 bis 19:30 Uhr

Mittwoch, 21. Dezember, 18 bis 19:30 Uhr

Weiter Infos unter:

https://www.vhs-bw.de/biologische-vielfalt/

 

10.10.2022 in Allgemein

12 Euro Mindestlohn ein Erfolg der SPD

 

12 Euro Mindestlohn – ein Erfolg der SPD im Bundestag

Im letzten Jahr hat Olaf Scholz versprochen, als Bundeskanzler einen höheren Mindestlohn einzuführen — mit Erfolg! Seit 1. Oktober gilt der neue Mindestlohn von 12 Euro.

Mit dem neuen Mindestlohn gibt es jetzt eine Gehaltserhöhung für über sechs Millionen Beschäftigte und ihre Familien. 20.000 davon allein im Kreis Esslingen. Für uns als SPD ist klar: Eine anständige Bezahlung ist eine Frage des Respekts. Der höhere Mindestlohn ist ein starkes Signal, auch für höhere Tariflöhne. Und er bewirkt eine Stärkung der Kaufkraft in Zeiten hoher Preise.

„Wir wollen, dass jede und jeder von seiner Arbeit gut leben kann, gerade in Zeiten steigender Preise. Mit dem Mindestlohn und mit der Senkung von Steuern und Abgaben sorgen wir dafür, dass bei den Beschäftigten unterm Strich mehr auf dem Gehaltszettel steht“, sagt Nils Schmid, SPD-Abgeordneter im Wahlkreis Nürtingen, der sich mit seiner Fraktion dafür im Bundestag erfolgreich eingesetzt hat.

Mit Blick auf die derzeit hohen Energiepreise greifen wir aber auch entschlossen in die Märkte ein. Mit der Finanzierung von Preisbremsen in Höhe von 200 Milliarden Euro bringen wir die Preise runter. Wir spannen einen Abwehrschirm für Unternehmen und unterstützen mit verbesserten Hilfen, wie dem neuen Wohngeld, ganz gezielt Alleinstehende und Familien mit geringen Einkommen.

Foto (SPD-Bundestagsfraktion/A. Amann): Bundesarbeitsminister Hubertus Heil und MdB Nils Schmid.

 

10.10.2022 in Allgemein

SPD - Ausflug 2022

 

Das Leben für die Demokratie

 

Der jüngste Ausflug des SPD-Ortsvereins Waldenbuch nach Rastatt, vorbereitet von Ulrich Doster und gemeinsam unternommen mit den Genossinnen und Genossen aus Dettenhausen, war wegen der musealen Eindrücke lehrhaft und mehrte das Wissen über die Revolution von 1848/49. Und er war reich an Lernen mit allen Sinnen, was moderne Pädagogen begeistert hätte.

Denn wer sich in der ehemaligen Festung Rastatt auf die Spuren der frühen Demokraten macht, sieht deren Lebensbedingungen, hört die Kanonen, riecht die Gefahr, spürt Hunger und Durst in den belagerten Stellungen und schmeckt die kargen Rationen, fernab aller Raffinesse feiner Küche.

Die Waldenbucher konnten sich lebhaft vorstellen, wie ihr historischer Mitbürger, der Pfarrersohn Ernst Friedrich Hauff, dessen Schicksal Siegfried Schulz in seinen neuen Geschichtsband „Einblicke 3“ aufgenommen hat, aufgrund seiner revolutionär-demokratischen Gesinnung sich im Kreise der Verteidiger der Rastatter Festung bewegte. Der Leutnant kämpfte tapfer gegen die taktisch und waffentechnisch überlegenen Preußen. In den Kasematten stehend, wurden die von kompetenter Seite vorgetragenen Schilderungen für die Besucher plastisch.

Ernst Friedrich Hauff, der eigentlich hätte Pfarrer werden sollen, sich stattdessen der Demokratiebewegung verschrieb, wurde von einer tödlichen Gewehrkugel getroffen und starb wenige Tage vor der Kapitulation der Demokraten. Mit der Niederlage war der revolutionäre Traum von einem Leben in Freiheit bei Mitbestimmung, Teilhabe und freier Meinungsäußerung erst einmal ausgeträumt.

Für die letzten Verteidiger wurde es düster. Sie wurden in die engen Kasematten getrieben, ohne Licht, dicht gedrängt, Körper an Körper, das Atmen fiel schwer, die Kälte der Sieger mischte sich mit der Kälte der Steine im feuchten Raum. Drei Tage und Nächte standen sie, dann öffneten sich die Türen wieder. Die Überlebenden schleppten sich ans Licht. Weitere Bestrafung erwartend.

Die frühen Demokraten mussten für ihre Bestrebungen büßen, Anerkennung der Mitwelt blieb ihnen bis hinein in die Familien verwehrt. Viele gaben ihr Leben für die Demokratie, die uns Heutigen oft allzu selbstverständlich erscheint, und die es in unseren Tagen zu verteidigen gilt.

 

Harald Jordan

 

 

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Zu den Ursprüngen unserer freiheitlichen Demokratie - Jahresausflug des SPD-Ortsvereins

 

Kasematten sind Bunker. Feucht, finster, kalt und zugig.

Die letzten Freiheitskämpfer des badischen Volksaufstandes wurden von preußischen Truppen in Rastatt eingekesselt.

Nach ihrer Kapitulation wurden sie in den Kellern der Festung im Dunkeln zu Hunderten zusammengepfercht.
Sie hatten in den wenigen zimmergroßen Verliesen kaum Platz und mussten tagelang stehen. Viele starben. Wenige entkamen.
Überlebende wurden hingerichtet oder hart bestraft.


Dennoch, der Gedanke, dass Deutschland eine Demokratie sein könnte mit garantierten Grundrechten für alle Bürger war nicht mehr auszurotten.
Hundert Jahre später haben die Väter und Mütter des Grundgesetzes diese Ideen aufgenommen und unserem Land seine Verfassung gegeben.
Mit viel Betroffenheit und Achtung haben die Ausflügler der Ortsvereine Waldenbuch und Dettenhausen diese Geschichte bei Führungen durch die Kasematten und im Museum für die deutschen Freiheitsbewegungen 1848 - 198 aufgenommen. Demokratie ist ein hohes, teuer erkämpftes Gut.


Bei sonnigem Herbstwetter kam auch der gesellige Teil und der persönliche Austausch nicht zu kurz.

Vielen Dank den Organisatoren Gabi und Uli Doster!

 

Martin Kreuser

 

 

Weitere Bilder vom Ausflug finden sie hier

 

19.09.2022 in Allgemein

Florian Wahl (MdL) lädt in den Landtag ein

 

Florian Wahl lädt in den Landtag nach Stuttgart ein

Der SPD-Landtagsabgeordnete Florian Wahl lädt ganz herzlich zu einem Besuch im Landtag in Stuttgart ein. „Ich würde mich sehr freuen, Sie im Landtag begrüßen zu dürfen“, so Wahl, „es ist immer schön, Menschen aus dem Kreis meine Arbeit und die Landtagspolitik ein bisschen näher bringen zu können.“

Der Besuch findet am Montag, den 12. Oktober 2022, zwischen 15:15 und 17:30 Uhr im Landtag statt. Alle Interessierten sind dazu ganz herzlich eingeladen. Nach einer generellen Einführung in die Arbeit des Landtags durch den Besuchsdienst gibt es die Gelegenheit, eine Stunde lang die Plenarsitzung an diesem Tag von der Besuchertribüne zu verfolgen. „Und im Anschluss freue ich mich dann auf ein spannendes Gespräch mit Ihnen“, so Florian Wahl.  

Interessierte können sich einfach im Wahlkreisbüro des Abgeordneten unter 07031 6333 465 oder per Email an info@florian-wahl.de melden.

 

12.09.2022 in Allgemein

Aus dem Kreistag: Der Rettungshubschrauber Christoph 41 muss in Leonberg bleiben!

 

Stellungnahme unseres MdL Florian Wahl:

Nach den Sommerferien will die Landesregierung über die Verlegung des Leonberger Rettungsschraubers Christoph 41 nach Tübingen oder Reutlingen entscheiden. Ich halte diesen Plan für bedenklich und sehe keinen Grund, den Hubschrauber nach fast 40 Jahren aus Leonberg abzuziehen. Die Abläufe am Kreiskrankenhaus sind eingespielt und die entsprechende Infrastruktur wurde seit 2013 kontinuierlich modernisiert. Außerdem ist es bisher stets von Vorteil, dass Leonberg einen Hubschrauber hat, wenn am Unfallschwerpunkt Leonberger Kreuz Rettungseinsätze notwendig werden.

Es ist außerdem unklar, ob der Hubschrauber Christoph 51 aus Ludwigsburg neben seinen bisherigen Aufgaben, vor allem im Krankentransport, auch noch alle Rettungseinsätze in der Region sinnvoll übernehmen kann. Ich rufe daher die Landesregierung dazu auf, diese Entscheidung noch einmal zu überdenken. Unser aller Ziel muss eine effektive Rettungsinfrastruktur und die bestmögliche Notfallversorgung der Bevölkerung sein!

 

26.08.2022 in Allgemein

Dr. Nils Schmid: Mehr Chancengleichheit in der Bildung schaffen

 

Mit der Zustimmung des Deutschen Bundestags zur Änderung des BAföG-Gesetzes am 23. Juni 2022 wird sich einiges für BAföG-Empfänger und Empfängerinnen ändern. Die Reichweite des BAföG wird deutlich ausgeweitet und die Einkommensfreibeträge um 20 Prozent angehoben. Auch die Bedarfssätze und vor allem der Wohnzuschlag werden deutlich erhöht, sodass der Förderungshöchstbetrag von heute 861 Euro auf 931 Euro ansteigen wird. Darüber hin-aus wird auch die Altersgrenze im BAföG beim Beginn einer förderungsfähigen Ausbildung auf künftig einheitlich 45 Jahre angehoben, denn auch später im Leben getroffene Entscheidungen für eine höher qualifizierende Ausbildung verdienen Unterstützung. Auch die Möglichkeit des Restschulderlasses nach 20 Jahren wird auf alle Darlehensnehmenden ausgedehnt und unter vereinfachten Bedingungen und ohne kompliziertes Antragsverfahren gestaltet. Alle Änderungen treten zum Beginn des Wintersemesters 22/23 ein.

Das 27. BAföG-Änderungsgesetz ist aber erst der Einstieg in eine umfassendere Neuausrichtung der individuellen Bildungsförderung, die im Koalitionsvertrag niedergelegt wurde und die im weiteren Verlauf der Wahlperiode angegangen wird. Insbesondere die Einführung einer Studienstarthilfe für junge Menschen aus Familien, die den finanziellen Aufwand bei Beginn eines Studiums nicht stemmen können, steht ganz oben auf der Tagesordnung.

Dr. Nils Schmid, MdB

Der SPD Ortsverein freut sich über diese Verbesserungen, von den sicher auch junge Waldenbucherinnen und Waldenbucher profitieren werden!

 

02.05.2022 in Allgemein

Gedenktag 8. Mai

 

Siegfried Schulz erinnert sich

Der Krieg in der Ukraine gibt der Mahnung des 8.Mai eine besondere Prägung. Eine als Spezialoperation euphemistisch bezeichnete kriegerische Aggression brachte militärische Handlungen bis hin zu Kriegsverbrechen in den europäischen Alltag. Ein Vorgang, den man seit Jahrzehnten bei aller waffentechnischen Bedrohung ausgeschlossen sah. Gedenken und Aktualität bilden einen befremdlichen Einklang.

Die „Friedenslinde“, welche die SPD Waldenbuch am 8.Mai 1985 beim Kindergarten Mühlhalde gepflanzt hat, ist ein lebendes Mahnmal für den Frieden. Ein Symbol auch für den Fortgang des Lebens nach schwärzesten Stunden. Der Überfall von Nazi-Deutschland auf die Sowjetunion und dessen Verlauf waren menschenverachtend, verbrecherisch, ein barbarisches Wüten in Schlachten und gegenüber der  Zivilbevölkerung, insbesondere der jüdischen. Das ist von Geschichtswissenschaftlern vielfach dokumentiert. Sie haben das einst propagierte Bild von der „sauberen “ Wehrmacht zerpflückt und zurechtgerückt.

Rechts im Bild die Friedenslinde und der damalige Ortsvereinsvorsitzende Manfred Ruckh

 

Man sollte darauf hinweisen, dass sich die verbrecherische Kriegführung des „Unternehmens Barbarossa“ ab 1941 nicht nur auf die überfallenen Länder der Sowjetunion erstreckten, sie war auch ein Verbrechen an den eigenen Leuten, die man in der strategischen Verblendung der Blitzkrieg-Metapher mit teilweise unzureichender Ausrüstung rücksichtslos in die tödliche Auseinandersetzung schickte, worüber der anfängliche Ablauf aufgrund militärischer Erfolge und sommerlicher und herbstlicher Verhältnisse über vieles hinweg täuschte.

Es war ein doppelter Missbrauch an den jungen Männern des eigenen Volkes, die man hoch gerüstet und ideologisch geimpft in einen durch nichts gerechtfertigten und letztlich aussichtslosen Eroberungs- und Vernichtungskrieg jagte.   

Es regt sich in der Ukraine der Verdacht, dass die russischen Invasoren zeitweise ähnlichen Fehleinschätzungen unterlagen und von ihrer Führung ähnlich getäuscht wurden, was sie dennoch nicht hinderte, Tod und Zerstörung unter den Menschen zu verbreiten.

Der Tag der Befreiung, wie wir den 8.Mai inzwischen auch in Deutschland nennen, ist in diesem Jahr somit nicht nur von der Erinnerung, sondern auch vom aktuellen Geschehen bestimmt und führt uns über die Fernsehbilder das Grauen des Kriegs unmittelbar vor Augen.

Die SPD Waldenbuch gedenkt traditionell an diesem Tag aller Opfer von Krieg und Vertreibung. Und hält die Erinnerung wach: Hier spricht nun der einstige „Neubürger“ und Heimatforscher Siegfried Schulz, aus Königsberg stammend, aus Anlass des 8.Mai über seine persönlichen Erfahrungen von Krieg, Vertreibung und Internierung.

 

Harald Jordan

 

 

 

Zufallsfoto

Siegfried Schulz - Gerechtigkeit

     

Politische Arbeit an der Basis
lebt in erster Linie vom ehrenamtlichen Engagement der handelnden Personen.

Das reicht aber leider nicht aus.
Für viele Aktivitäten fallen auch Kosten an, wie zum Beispiel Raummieten, Flyer drucken, Bewirtungsauslagen, Infomaterial, und vieles mehr.

Wenn Sie die politische Arbeit des SPD-Ortsvereins Waldenbuch unterstützen möchten, würden wir uns über ihre Spende freuen.

Bankverbindung: SPD Ortsverein Waldenbuch
IBAN DE51 6039 0000 0631 2970 06     
Vereinigte Volksbanken GENODES1BBV

Eine Spendenbescheinigung erhalten Sie von unserer Kassiererin Heidrun Rohse.

 

 

 

 

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